Mich beschäftigen drei Ereignisse, von denen ich gestern gelesen habe:

  • James Lovelock ist an seinem 103. Geburtstag gestorben (Horton, 2022, der Guardian stellt fest, dass die Klimakrise, auf die er die Öffentlichkeit aufmerksam machen wollte, ein Grund dafür war, dass Lovelock so lange aktiv bieb.)
  • Die Leopoldina hat ein langes Papier veröffentlicht, das eine Neuorganisation der Erdwissenschaften in Deutschland fordert und in die Erdsystemwissenschaft als eine wissenschaftliche Leitdisziplin einleitet (tagesschau.de, 2022).
  • Im Guardian ist ein Artikel über eine Bewegung erschienen, die Besetzungen von Hochschulen und Schulen in vielen Ländern ab dem nächsten Schulstreik im November vorbereitet (End Fossil, 2022).

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Gut aufbereitete Einführung zu Bürger:innenräten – mit vielen Literaturhinweisen und Links zu Beispielen (Extinction Rebellion UK, 2019). Habe sie gerade bei der Vorbereitung einer Extinction Rebellion-Veranstaltung zum österreichischen Klimarat gelesen.

Die Dimensionen des Themas Citizens Assemblies’/Bürger:innenräte gehen mir erst auf, seit ich für das Fazit einen Aufsatz über Ökologie und Demokratiekrise (PDF) geschrieben habe. Ich sehe die Chancen, mit den traditionellen demokratischen Instrumenten rechtzeitig auf die ökologischen Krisen zu reagieren, immer pessimistischer. Bisher haben diese Instrumente dramatisch versagt.

Nachweis

The hour-long conversation brought together scientific, contemplative, and activist perspectives, with a shared emphasis on creating the paradigm shift needed to build collective resilience. As Brother Pháp Dung said, “We need to reframe a little bit, and bring some more wonder and magic into the [climate change] movement. Although it is a crisis, as a human body and a human mind, we can only handle so much.”

Facing the Climate Crisis through Connection, Community, and Compassion – Mind & Life Institute

Je mehr ich mich mit der Klima- und den anderen ökologischen Krisen befasse, desto mehr glaube ich, dass wir eine spirituelle Dimension brauchen, um in ihnen leben und etwas gegen sie tun zu können.

Ich habe darauf keine Antwort. Ich glaube nicht an „Narrative“ oder Weltbilder. Ich sehe bei einen Raum für Aktionismus ohne Illusionen. Ich finde es wichtig und extrem schwierig, im Kopf nicht Natur und Gesellschaft zu trennen. 1/2

Danke an die 100 Menschen, die heute Nacht für uns alle dabei waren! Den Kampf um die Köpfe und Herzen kann @BgmLudwig nicht mehr gewinnen. Ziviler Ungehorsam wirkt, hier wie bei der Bürgerrechtsbewegung.

Claire Lejeune, figure des marches pour le climat: «Je me sentais incapable de faire cette campagne avec Yannick Jadot» by Rachid Laïreche (liberation.fr)
La militante rejoint Jean-Luc Mélenchon pour cette campagne, jugeant que c’est là que se situe la seule possibilité de voir la gauche sociale et écologique figurer au second tour de la présidentielle.

‚Die Ökologie muss zwangsläufig von einer Volksbewegung ausgehen. Sie muss fest in einer Linken verankert sein, die mir den Kapitalismus und dem „alles ist Markt“ bricht.‘