Heinz Wittenbrink

Web teacher and blogger, living in Graz and sometimes in Dubrovnik.

Lieber Lorenz, danke für dein ausführliches Post (Lorenz-Meyer, 2020). Ich muss vielen Gedanken darin (und vielen Verweisen) noch nachgehen. Im Ergebnis, der Forderung nach einer neuen Form republikanischer Zivilgesellschaft und des Verständnisses von Freiheit als aktiver Partizipation, stimme ich dir zu, wenn auch vielleicht von einem etwas anderen, weniger humanistischen Ausgangspunkt aus. Ich finde die Argumentationen gegen die scheinbaren historischen Notwendigkeiten des Markts und der Digitalisierung sehr überzeugend. Und ich lerne durch deinen Text gleich eine Reihe von Autorinnen und Autoren kennen, die ich nicht oder kaum gelesen habe …

In einem Punkt möchte ich dir aber widersprechen, nämlich in deinem Verständnis Latours und der Akteur-Netzwerk-Theorie. (Das ist aber keine Kritike an deiner Argumentation insgesamt.) Du schreibst:

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Replied to Die Freiheit, die wir meinen (sollten) – bruchstücke
Die Grünen müssen jetzt deutliche ökologische Forderungen stellen und die Koalition sofort verlassen, wenn sie nicht erfüllt werden. Sonst sind sie nur noch ein Schmiermittel der Türkisen https://www.tagesschau.de/ausland/corona-wiederaufbauplan-gegenentwurf-101.html
Vielleicht verliere ich die Nerven—aber angesichts der Klimakrise kann ich das, was sich hier und bei der Lufthansa anbahnt, nur als mörderisch bezeichnen.
Bookmarked Corona-Hilfen und Klimaschutz: Staatliche Kaufprämie für die E-Klasse (spiegel.de)

In der Bundesregierung bahnt sich eine Einigung zu den umstrittenen Kaufprämien für Autos an – zulasten des Klimas. Große Spritschlucker gelten dann als umweltfreundlich.

Ulrich Brand im Standard: Warum in der Corona-Krise eine Orientierung an Post-Wachstum sinnvoll ist https://www.derstandard.at/story/2000117553127/warum-in-der-corona-krise-eine-orientierung-an-post-wachstum

Charlotte Brives, Pierre Charbonnier und Bruno Latour haben sich in den letzten Wochen zur Coronakrise geäußert. Sie stellen zur Covid-19-Pandemie Fragen wie: In welchem Verhältnis steht die Pandemie zu den großen, miteinander verbundenen ökologischen Krisen? Was verändert sie in unseren Gesellschaften—was zeigt sich in ihr über unsere Gesellschaften? Sie kritisieren die vorschnellen Antworten der nationalstaatlich orientierten Politik, des neoliberalen und auch des herkömmlich linken ökonomischen Determinismus und einer vorgeblich überpolitischen Ökologie. Die Forderung nach einer lokalisierten Zivilgesellschaft, die das Territorium, das Gelände nicht als Außen begreift, sondern sich mit ihm vernetzt, ist für mich das wichtigste Thema nach der ersten Lektüre dieser Texte.

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"This European airline bailout tracker reflects the most up to date public information available at the time it was published": https://carbonmarketwatch.org/our-work/aviation-emissions/aviation-bailout-tracker/