Lost in the Cloud? #29: Stories bei YouTube – Facebook-Gruppen und die Gilets jaunes

Gespräch mit Dietmar Muchitsch, 5. Dezember 2018

Wir haben diesmal uns mit zwei Aspekten der wichtigsten neueren Entwicklungsgebiete bei sozialen Medien beschäftigt: der Stories und der Gruppen. In beiden Fällen geht um die Kommunikation von Publishern/Organisatoren mit Communities und um die Steigerung des Engagements.

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Lost in the Cloud? #28: TikTok, Wie ist Facebook?

29. Folge von Lost in the Cloud? mit Dietmar Muchitsch und Heinz Wittenbrink

Ich bin spät dran mit der letzten Episode unseres Videocasts. Sie ist schon seit über einer Woche auf YouTube. Leider ist die Qualität des Videos nicht besonders–ich war ziemlich angespannt und habe die Kamera meines Chromebooks nicht richtig konfiguriert. 

Ich habe von Dietmar einiges über TikTok gelernt. Und wir haben uns wieder einmal über Facebook unterhalten, diesmal vor allem über die Anbieterungen an die republikanischen Anti-Soros-Campaigner. Zwei ziemlich verschiedene Social Media-Themen: Video-Apps und die Veränderungen in der politischen Öffentlichkeit. Aber so weit entfernt die Themen voneinander scheinen: Es geht bei beiden um die Beziehungen zwischen dem Engagement der User und den Geschäftsmodellen der Anbieter.

Erfahrungsbericht: WordPress-Installation mit der Google Compute Engine

Ich habe meine Website—im wesentlichen mein Blog—lange bei Advania laufen lassen. Ursprünglich hatte ich eine virtuelle Maschine bei der isländischen Firma Greenqloud. Einerseits bot Greencloud damals einen Betrieb mit grüner Energie an, andererseits war mir ein Provider in Island sympathisch, weil ich zur Not einen Server außerhalb der USA und Europas zur Verfügung haben wollte, und zwar um ausprobieren zu können, wie man Kontrollen beim Publizieren umgehen kann. Greencloud hat das Hosting dann an Advania verkauft, und Advania bietet privaten Einzelnutzern diesen Service jetzt nicht mehr an.

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Digitale Décroissance statt Digitalisierung

Ich mag den Ausdruck Digitalisierung nicht. Er dient dazu das zu verhindern, was er vorspiegelt: die Verwendung digitaler Techniken, um das Leben leichter, einfacher und angenehmer zu machen. Ausdrücke wie Digitalisierung oder, noch schlimmer, Industrie 4.0, werden von denen gebraucht, die mit digitalen Technologien die Wirtschaft stabilisieren wollen, die es vor der digitalen Technik gab: die industrielle Wachstumsgesellschaft.

Umschlag von "La décroissance"
Umschlag von “La décroissance”
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Eszter Hargittai und Keith Hampton: Facebook ist nicht schuld an Trump

In meinem letzten Post habe ich den Artikel Stop blaming Facebook for Trump’s election win zitiert, über den ich eigentlich schon bloggen wollte, als er erschienen ist. In diesem Artikel beschreiben eine Medienwissenschaftlerin und ein Medienwissenschaftler Faktoren, die zur Wahl von Donald Trump geführt haben. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass man Facebook und Twitter auf gar keinen Fall die Schuld am Sieg Trumps geben kann. Der Artikel enthält sehr viele interessante Punkte und Links zu Forschungsarbeiten, die populäre Mythen über das Netz in Frage stellen. Über die Websites von Eszter Hargittai und Keith Hampton findet man mehr und neueres Material.

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Toxic? Social Media sind nicht die Schuldigen am rechten Hass

Ich habe gestern etwas über die Spaltung in den westlichen Gesellschaften notiert: Auf der einen Seite die, die schon mehr oder weniger in der postindustriellen Gesellschaft leben, und auf der anderen Seite die, die in den geschlossenen Nationalstaaten des 20. Jahrhunderts leben wollen. Wenn die Situation heute Ähnlichkeit mit dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts hat, dann vielleicht am ehesten deshalb: Auch damals sind große Teile der Bevölkerung nicht mitgekommen oder nicht mitgenommen worden und haben auf rückwärtsgewandte und scheinbar starke Führungsfiguren mit grotesken Ideologien vertraut. Ich will damit nicht sagen, dass ich die Veränderungen in der Gegenwart als linearen Fortschritt interpretiere. Ich benutze auch den Ausdruck Gesellschaft nur näherungsweise.

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Lost in the Cloud? #27: Stories–Newsfeed–Timeline

Gemeinsam ist den Themen, über die Dietmar und ich diesmal gesprochen haben, dass es um Social Media und News geht. Sonst hängen sie vor allem dadurch zusammen, dass wir die entsprechenden Links in den letzten Wochen gefunden haben.

40 Minuten zu Social Media und News mit Dietmar Muchitsch und mir, 5. November 2018

Im Nachhinein denke ich, dass wir von unterschiedlichen Punkten aus auf dasselbe schauen: die Änderungen der Social Media-Nutzung und ihre Folgen, und zwar da, wo sie kommerzielle und politische Konsequenzen hat. Ich merke, dass ich mich selbst immer mehr von einer kommerziellen oder Marketing-Perspektive entferne, aber auch deshalb ist mir dieser Austausch und eine andere Perspektive wichtig. Ich möchte etwas verstehen und nicht nur aus einer Position interpretieren.

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Midterms

Gestern war der Tag der Midterms in den USA, jetzt gerade ist die Zählung bei 218 Sitzen für die Demokraten im Repräsentantenhaus, also der Mehrheit. Die New York Times schreibt, dass sich die Spaltung des Landes wohl vertieft hat. (Update, 14:00: Jetzt in einer ausführlicheren Analyse: Midterm Election Results: 4 Key Takeaways). Genau wie in Europa gibt es eine Kluft zwischen den urbanen Bezirken, in denen es wirtschaftlich gut geht, und den ländlichen Zonen und wahrscheinlich auch manchen alten Industriestandorten. Diese Spaltung lässt sich mit einem Schema wie Bourgeoisie gegen Proletariat und seinen Abkömmlingen nicht erfassen, und daran müssen die Versuche scheitern, eine traditionelle linke Politik wiederzubeleben. Es ist aber auch klar, dass sich die alte Linke in zwei Gruppen aufspaltet: Diejenigen, die die Verlierer des Endes der alten Industriegesellschaft vertreten und nationalistisch und antiliberal argumentieren (Mélenchon, Wagenknecht) und diejenigen, die innerhalb der neuen digitalisierten, globalisierten oder wie immer man es nennen will, Strukturen gegen den Marktliberalismus und seine Folgen kämpfen (Varoufakis, Hamon, viele Grüne). Auf der Rechten gibt es einen ganz ähnlichen Unterschied zwischen wirtschaftsliberalen Konservativen (wie vielleicht jetzt Merz in Deutschland) und den Nationalisten und Autoritären. Zwischen diesen Lagern geht die liberale Mitte fließend in die liberalen Teilen der Rechten und Linken über. Diese Fraktionierung wird von den Parteien nur z.T. abgebildet – am besten vielleicht noch in Frankreich. Und Mehrheiten kommen nur durch Koalitionen jenseits der alten Lager zusammen, etwas durch Bündnisse der liberalen und antiliberalen Rechten oder die “nicht rechts – nicht links”-Politik von Macron und auch der GroKo in Deutschland.

Noch ein Update, 14:20: Michael Meyer schreibt, auch in Hinblick auf die Midterms, über den Cultural Divide und nennt eine Reihe von Texten dazu: It’s the culture, stupid!.

Was unterrichten wir?

In der letzten Woche hat am Studiengang Content-Strategie die erste Präsenzwoche des Wintersemesters stattgefunden. Dabei haben wir die Studentinnen und Studenten des neuen Jahrgangs (Hashtag #cos18) begrüßt. Im folgenden der Text, den ich mir für meine Einleitung notiert habe. Vorgetragen habe ich ich ihn dann auf EU-Englisch und mich sicher von meinen Notizen entfernt.

Vielleicht wirkt der Text etwas streng. Gedacht ist er als eine Einladung zum Mitmachen—ich hoffe, dass ich das mündlich auch vermitteln konnte.

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Tons Todo-List für das IndieWebCamp

IndieWebCamp Potential List of Things to Do by Ton ZijlstraTon Zijlstra (Interdependent Thoughts)
In just over a week I will be joining the Nuremberg IndieWebCamp, together with Frank Meeuwsen. As I said earlier, like Frank, I’m wondering what I could be working on, talking about, or sharing at the event. Especially as the event is set up to not just talk but also build things. So I went throu...

Danke, Ton, für die ToDo-List für das IndieWebCamp in Nürnberg. Ich kann leider nicht kommen, weil wir am Studiengang die erste Präsenzwoche in diesem Semester haben. Bin gespannt., was herauskommt—besonders wegen der Punkte zu RSS!