Ich habe mich gestern am #TwitterBlackout beteiligt. Ich weiß, dass das eine naive Reaktion auf Twitters neue Policy ist, Tweets in bestimmten Fällen länderweise zu blockieren. Ich habe bei dem Boykott nicht mitgemacht, weil ich von Twitter enttäuscht war, sondern weil Twitters Ankündigung uns allen vorführt, wie abhängig wir von Twitter und damit von einer zentralisierten Infrastruktur sind.

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Ich habe bis zum letzten Tag damit gezögert, mich an der 
#blokult11-Blogparade zu beteiligen, zu der mich Henrik Wietheger eingeladen hat. Nicht nur, weil ich Blogparaden als Kollektivveranstaltungen nicht besonders mag. Vor allem, weil »Kultur« für mich ein Haupt- und Staatswort ist, mit dem so viele Vorstellungen, so viel Kultur verbunden ist, dass sich dazu kaum etwas sagen lässt, das man nicht schon immer wieder gehört hat.

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Was kann ich mit Facebook machen? Viel mehr als ich weiss, und mit jeder Entwicklerkonferenz wird es noch mehr. Selbst wer Facebook beruflich halbwegs verfolgt, wie ich es tun muss, kommt kaum mit. Die Möglichkeiten für Firmen wachsen im selben Tempo. Facebook wird zu einem Tool für everything social. Und Google versucht es noch zu übertreffen, um sich nicht zu viel vom Kuchen der Werbeerlöse abjagen zu lassen.

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Wer ein neues deutsches Wörterbuch der Gemeinplätze schreibt, muss über Facebook aufnehmen: “verstößt gegen den Datenschutz”. Zwar sucht man lange nach Geschädigten, aber das Missbehagen ist allgemein. Als ich heute Studenten nach Risiken von Facebook für das Web gefragt habe, war die erste Antwort: “durch Datenprostitution”.

Durch solche Klischees verfehlen wir die Chancen und die Risiken des Netzwerks. Ehe die Diskussion begonnen hat, fällt der Datenschutzhammer. Er weckt antiamerikanische und antikapitalistische Gespenster aus dem Halbschlaf. Im Jahr der Facebookrevolution in Ägypten wird Europa gegen Facebook mobilisiert.

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