A few days ago I read an interview for the 101st birthday of William Lovelock. Lovelock points out that he made his Gaia hypothesis not as a scientist but as an engineer. He has, I understand, been involved with measurement and control techniques and has therefore studied the Earth as a self-regulating system.

A little later I came across a somewhat older lecture by Tim Bernes-Lee through Teodora : Hypertext and Our Collective Destiny. Berners-Lee also has a global perspective, and he too sees himself as an engineer, not a theorist. In the lecture, Berners-Lee asks how to use the web, and especially how to use its core, the link, in such a way that it serves to connect humanity more closely. The opposite of this, which Berners-Lee calls

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has been accepted so far. Unfortunately, this formula also describes what links and content are mostly used for in content strategy.

At the moment the question of what content strategy for degrowth might look like is behind everything I write. I like the engineering approach to content. I wonder if content strategy for degrowth could be understood as the development of content that is used to ensure that the web is used as well as possible to realize an economy and society within the planetary boundaries. That would be the alternative model to content strategy for economic growth, where content is used to make companies as profitable as possible. User experience is equally important for both.

What is crucial here is the linking of content, which is only one aspect of connecting the people (and other actors) who use content. This linking facilitates cooperative action, i.e. to cooperatively achieve Earth Stewardship, which mankind needs if it wants to preserve its civilization. This kind of cooperation has been realized in science and software development. In a degrowth economy, it needs to be geared toward collaborative control of material flows, allowing the environment to regenerate itself rather than being exploited.

What is the connection between the macro-level (Earth system, World Wide Web) and the micro-level of the individual users or actors? Tim Berners-Lee uses the metaphor of fractals: The same structures are repeated in ascending order from the micro level to the macro level. For a life within the limits of the earth, Bruno Latour has proposed to take stock of what the actors need for their lives and to shape society through negotiations based on the networks resulting from these stock-takings. Berners-Lee’s metaphor and Latour’s proposal are certainly under-complex, but at least they open up possibilities for thought. It is precisely at this level that content strategy for degrowth would come into play. It would, together with other practices, contribute to the exchange and reflection of information and thus to the cooperation necessary for a post-growth society at all levels.

Jacques Fontanille entwirft in Pratiques sémiotiques (Fontanille 2008) ein Modell semiotischer Ebenen, das von den Zeichen auf der untersten bis zu den Lebensformen auf der obersten Ebene reicht. Jede dieser Ebenen lässt sich, das ist seine These, semiotisch als Dualität von Ausdrucks- und Bedeutungsseite analysieren.

Ich lese Fontanilles Buch gerade und kann seinen Ansatz nicht im Detail beurteilen oder referieren. Mir sind einige Ausgangspunkte seiner Theorie bekannt, weil ich mich im Studium mit der Semiotik von Fontanilles Lehrer A. J. Greimas beschäftigt habe.

Stark vereinfacht kann man davon sprechen, dass im Modell Fontanilles bei einem semiotischen Prozess mehrere Ebenen involviert sind: Weiterlesen

Ich beschäftige mich gerade mit einer detaillierten Untersuchung der Beziehungen zwischen Konsum und Treibhausgas-Emissionen (Dubois et al. 2019). Einerseits finden sich darin sehr genaue Angaben dazu, welche Rolle der Verbrauch der Haushalte für die Erhitzung der Erdatmosphäre spielt. Insgesamt seien die Haushalte durch ihren Verbrauch für 72% der Emissionen von Treibhausgasen verantwortlich, und das vor allem in den Bereichen Mobilität (Autoverkehr und Flüge) und Lebensmittelkonsum (Fleisch- und Milchprodukte). Andererseits haben die Autorinnen und Autoren untersucht, wie man Haushalte zu einer Verringerung der Emissionen bringen kann. Ein Ergebnis ist, dass es utopisch wäre, auf eine nennenswerte Reduktion der Emissionen nur durch bewusste Veränderung des Konsumverhaltens zu setzen. Die Haushalte, also die Verbraucherinnen und Verbraucher, werden ihr Verhalten nur verändern, wenn sich die Policies der Regierungen ändern, wenn also politisch entschlossen gegen klimaschädlichen Konsum vorgegangen wird und umgekehrt klimafreundliches Verhalten gefördert wird. (Nicht im Fokus dieser Untersuchung stehen soziale und globale Unterschiede, also der Anteil der Reichsten—sowohl in bestimmten Ländern als auch weltweit—an den CO2-Emissionen. Siehe dazu u.a. Oswald, Owen, and Steinberger (2020), Wiedmann et al. (2020) und Ivanova and Wood (2020).) Weiterlesen
Guter Überblicksartikel zur ökologischen Ökonomik. Dieses Verständnis von Wirtschaft sollte auch Hintergrund der Content-Strategie sein—sonst wird sie ein Baukasten zur Steigerung des Return on Investment.
Bookmarked Ökologische Ökonomik | Exploring Economics (exploring-economics.org)

Der Fokus der Ökologischen Ökonomik ergibt sich aus der Einsicht, dass wirtschaftliche Aktivität mit absoluten Grenzen konfrontiert ist. Somit werden Wechselwirkungen zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und natürlicher Umwelt analysiert, mit dem Ziel einer Transformation hin zu (mehr) Nachhaltigkeit.

Ich versuche, Content-Strategie als Teil einer sehr breit verstandenen Semiotik zu verstehen. Anlass ist für mich ein Aufsatz Bruno Latours (Latour, 1998b, französisches Manuskript: Latour (1998a)). Mich interessieren dabei vor allem zwei Punkte:

  1. Die énonciation, die Äußerung eines Inhalts, ist entscheidend für das Verständnis des Inhalts—die Interpretation des Inhalts (ohne die es ihn nicht geben kann) erzeugt immer Bezüge zu den Situationen des Akteurs, der den Inhalt äußert (französisch: énonciateur), und des Akteurs, an den er gerichtet ist (französich: énonciataire).
  2. Diese Situationen werden in der Semiotik nicht als gegebene, außersprachliche Kontexte beschrieben, sondern sie sind selbst nur über Inhalte/Äußerungen/Semiosen erfassbar.

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