Zeigt, um es platt zu sagen, dass Spitzenpolitiker nicht nur nicht verantwortungsvoller handeln als andere Menschen, sondern auch selten klüger. Katastrophal, wenn es tatsächlich wichtig ist, wissenschaftliche Fakten zu verstehen.
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Verstehe, das hatte ich gemeint. Aber gibt es nicht wenigstens eine Presse-Aussendung oder anderes ergänzendes Material?
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Vor zwei Tagen hat die zweite große Hitzewelle dieses Sommers begonnen. Vorausgesagt werden Temperaturen bis zu 40° Celsius. Wer nur oberflächlich die Nachrichten verfolgt, hat in den letzten Wochen erfahren, dass das Ende der Arktis, wie wir sie kennen, kaum aufzuhalten ist, dass mit dem Abschmelzen eines großen Eisgebiets der Antarktis möglicherweise der erste globale Klima-Kipp-Punkt erreicht ist, dass 1.5° Temperaturerhöhung den größten Teil der existierenden Korallenriffe bedrohen und dass der brasilianische Regenwald noch schneller abgeholzt wird als bisher. Wenn mein Enkel Levi, der im letzten Jahr geboren wurde, 80 Jahre sein wird, wird es einige der eindrucksvollsten und im Erdsystem wichtigsten Zonen dieses Planeten wohl nicht mehr geben. Vorstellungen davon, was diese Zerstörungen in den übrigen Gebieten der Erde auslösen können, finde man in der dystopischen Literatur.

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Danke für die Antwort, Ton! Auf keine deiner Fragen habe ich eine Antwort. Das Gutachten, das ich in meinem Post erwähnt habe, möchte ich mir anschauen—die Langversion ist noch nicht publiziert.

Die externalisierten Kosten oder Belastungen sichtbar zu machen—das wäre eine der wichtigsten Aufgaben für Apps und Inhalte heute, und das ist vielleicht nur im Web wirklich zu lösen. Es müsste sich auf die gesamte Kette beziehen, z.B. auch auf die Leitungen, über die man auf eine Website zugreift. Ist so etwas möglich?

Zur Beschleunigung: Wir brauchen ziemlich sicher umgekehrt eine Beschleunigung, um überhaupt auf die ökologischen Veränderungen zu reagieren, die wir gerade erleben. Ich glaube, dass das nur ruckartig geht, so wie nach einem Krieg. Gestern habe ich bei Bruno Latour in Facing Gaia etwas ähnliches gelesen. Eine langsame Anpassung der Wirtschaft und Gesellschaft an solche Situationen scheint nicht zu funktionieren. ist vielleicht auch ein Beispiel für Beschleunigung in der Kommunikation, während ein großer Teil der wissenschaftlichen Kommunikation zur Klimakrise noch immer an die langsamen alten Medien gebunden ist.

Replied to Kommentar by Ton ZijlstraTon Zijlstra

Das kann ich gut nachvollziehen Heinz. Brandbeschleuniger trägt ja eine emotionelle Ladung die man auch als Luddismus empfinden kann gegen Digitalisierung generell. Obwohl die Beschleunigung ja auch positives bewirken kann, bez. Wissensentwicklung usw.
Wie bei greifbare Produkte verbirgt und extern…

Gestern Abend habe ich mir—wie von Stefan Münz empfohlen—die jung & naiv-Folge mit Maja Göpel angesehen. Das Video ist sehr dicht, und ich würde vielen Hinweisen zur Nachhaltigkeitsforschung gerne weiter nachgehen. Mich erstaunt, wie stark jemand wir Maja Göpel in Deutschland in die Definition der Politik involviert ist. Ich finde sehr interessant, wie sie Nachhaltigkeits- und Kreislaufwirtschafts-Themen mit dem offiziellen wissenschaftlichen und technokratischen Diskurs verbindet. Ich bin gespannt, ob das Drahtseil, auf dem sie tanzt, noch lange gespannt ist. Vielleicht bin ich aber nur selbst zu weit entfernt von einer akademischen und politischen Diskussion über Digitalisierung und Nachhaltigkeit, die tatsächlich politische Konsequenzen hat.

Maja Göpel ("Scientists For Future") - Jung & Naiv: Folge 420
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Street art mit dem Symbol von Extinction Rebellion, wahrscheinlich von Banksy

Die New York Times hat im März darüber berichtet, dass die Stadt Kopenhagen bis 2025 CO2-neutral werden will: Copenhagen Wants to Show How Cities Can Fight Climate Change. In dem Artikel werden viele kritische Fragen formuliert—die ehrgeizige Zielsetzung könnte verdecken, dass wichtige Ursachen des CO2-Ausstoßes ignoriert werden. Der Ausgangspunkt für den Plan leuchtet aber ein: Das meiste CO2 wird in Städten produziert. Also müssen vor allem die Städte ihre Wirtschaft umstellen, wenn der CO2-Gehalt der Atmosphäre reduziert werden soll.

Lässt sich das Vorhaben auf Graz übertragen? Ist es möglich, Graz bis 2025 CO2-neutral zu machen?

Wenn man versucht, diese Frage zu beantworten, merkt man, wie radikal sich das Leben in einer Stadt wie Graz verändern muss, wenn sie ein Teil der Lösung statt ein Teil des Problems Klimawandel werden will. Was muss passieren, damit in Graz keine Treibhausgase mehr freigesetzt werden und damit die Grazer Wirtschaft auch nicht an anderen Stellen der Welt am Klimawandel mitwirkt?

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