Gestern habe ich die lange Reportage über Migration in der Klimakrise The Great Climate Migration Has Begun im New York Times Magazine gelesen. Im Fokus steht die Migration aus Mittelamerika in die USA oder—für die, die nicht so weit kommen—nach Mexiko. Berichte über Einzelschicksale von Migrantinnen und Migranten aus Guatemala und El Salvodor bilden aber nur eine Ebene des Textes und der Fotografien. Der Text macht es möglich, sich in die Leiden der Betroffenen einzufühlen, und er zeigt die Größenordnungen dieses Leids durch laufende Wechsel der Perspektive auf das Schicksal von Millionen und Milliarden. Auch wenn man sich schon lange intensiv mit der globalen Erhitzung und ihren Folgen beschäftigt hat, ist man von diesem Text betroffen. Am Ende fasst Abrahm Lustgarten zusammen, dass jedes Grad zusätzlicher Erwärmung für etwa eine Milliarde Menschen bedeutet, dass sie ihre Lebensgrundlagen verlieren und migrieren müssen: in die reichen Länder, wenn sie sehr erfolgreich sind, oder in die großen Städte des eigenen Landes oder der Gebiete zwischen ihrer ursprünglichen Heimat und dem globalen Norden, wenn sie nicht alle Mauern und Absperrungen nicht überwinden können.

Ich habe mir kurz nach Weihnachten einen PocketBook Touch HD 3 gekauft, und ich lese längere Texte sehr gerne damit (z.B. Masterarbeiten, die unsere Studierenden als epub-Files abgeben). Einziges Problem: Highlights (Stellen, die ich mir anstreiche) werden nicht vom Reader mit den Apps auf Mobiltelefon und Computer synchronisiert. Es ist aber leicht, die Highlights zu exportieren, wenn man das Gerät an einen Rechner anschließt und die Datenbank (system/config/books.db) im Terminal mit sqlite3 öffnet. (Update, 3.Mai 2020: Sicherheitshalber kopiere ich die Datei vorher auf meinen Rechner.) Eine HTML-Tabelle mit allen Highlights kann man mit folgendem Kommando produzieren:

echo "<HTML><BODY><TABLE>"$(sqlite3 – header – html books.db "select Title, Authors, json_extract(Highlight, '$.text') as Text from Books inner join (select OID as BookID, Highlight from Items inner join (select ParentID, Highlight from Items inner join (select ItemID, Val as Highlight from Tags where TagID = 104 and Val <> '{\"text\":\"Bookmark\"}') as Highlights on Highlights.ItemID = OID) as Highlights on Highlights.ParentID = OID) as Highlights on BookID = OID;")"</TABLE></BODY></HTML>" > highlights.html

Ich habe es hier gefunden, danke retrography!

Nicht nur Peter Handke hat einen Nobelpreis bekommen, sondern auch Olga Tokarczuk. Roswitha Schieb kannte sie schon davor: Eulen nach Schlesien – Olga Tokarczuk und ihre Heimat
Bookmarked Eulen nach Schlesien – Olga Tokarczuk und ihre Heimat (Neue Zürcher Zeitung)

Die Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk hat sich mit ihren literarischen Initiativen grosse Verdienste um die ehemals deutsch geprägte Grenzlandschaft zwischen Polen und Tschechien erworben, die auch nach 1989 lange Terra incognita blieb.

Ich kenne das Problem auch. Die Größe von Schrift und Bildern kann man mit einem Stylesheet ändern und das Stylesheet dann via Pandoc refenzieren. Allerdings werden die Präsentationen durch kleinere Schrift nicht unbedingt besser und sind mobil schwerer lesbar.
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Ich konvertiere meine Präsentationen mit Pandoc, das grundsätzlich sehr empfehlenswert ist. Mir ist bei meinem Workflow am wichtigsten, dass die Präsentationen auch online sind, was ich via Github Pages löse. Siehe: Präsentationen mit Markdown, reveal.js und Github Pages: mein neuer Workflow.

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Wir beschäftigen uns in der Content-Strategie oft mit Botschaftsarchitektur, konkret meist mit Margot Bloomsteins Methode, Kernbotschaften festzulegen. Ich empfehle Organisationen, die etwas publizieren, sich darüber klarzuwerden, was sie sind und was sie nicht sind. Aber habe ich hier in meinem Blog eine Botschaftsarchitektur? Ich habe mir bisher nicht einmal Gedanken darüber gemacht. Ich frage mich höchstens, zu welchen Themen ich mich halbwegs kompetent äußern kann.

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Wo bleibt die Hoffnung?

Ich kann meine weder aussprechen noch verbal audrücken. Sie inspiriert und ist größer als die gewöhnliche. Sie ist das "Hoffen gegen alle Hoffnung" des heiligen Paulus.

Wie gelingt Ihnen das trotz des von Ihnen Kritisierten?

Das ist die Kardinalfrage der Kritik. Diese hat nichts mit Verzweiflung, sondern mit Enthüllung und einer Ethik des Sagens zu tun. In einer Gesellschaft von Komplizenschaft und Konformismus wie der unsrigen hat Kritik einen schweren Stand. Früher war sie legitim, heute ist sie es nicht mehr. Wo sind die Kunst-, die Musik- und Theaterkritiker? Es ist eine Fehlentwicklung in der Philosophie, dass sie der Kritik verlustig gegangen ist.

Paul Virilio im Gespräch mit Heinz-Norbert Jocks: Universität des Unglücks | Lettre – Europas Kulturzeitung

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