Maël Roth hat sich neulich auf Facebook knapp und deutlich gegen die Kritik an den sozialen Medien gewendet, die inzwischen zur einem Thema der Hauptnachrichten geworden ist. Ich habe selbst in der letzten Zeit auch einiges dazu geschrieben, und ich kann noch nicht sagen, dass ich zu einer eindeutigen Position gefunden habe. Ich habe mich jetzt pragmatisch erst einmal dafür entschieden, bei allen meinen mobilen Geräten Facebook und auch den Facebook Messenger zu löschen. Auf dem Computer verwende ich den Facebook Container von Mozilla. Ich verhindere also, dass Facebook Daten über mein Surfverhalten bekommt, und, was mir noch wichtiger ist, ich komme gar nicht in Versuchung, ständig auf jedem Gerät in meinen Facebook-Newsfeed zu gehen. Ich bin schon vor einiger Zeit dazu übergegangen, kurze Posts nicht über Facebook zu schicken, sondern über mein Microblog, von wo sie dann automatisch (oder manchmal auch manuell) auf Facebook weitergeschickt werden.

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Wie funktioniert Inhalt im Web? Ich möchte von zwei Tweets ausgehen, die das Thema beleuchten: Die Schwierigkeiten des Daily und der iPad App der Huffington Post belegen einmal mehr, dass das überkommene Verlagsmodell nicht ins Web passt. Twitter erweitert seine Plattform und baut sie dazu radikal um. Dabei orientiert sich der Service an den Gewohnheiten der User des sozialen und mobilen Webs—denselben Gewohnheiten und Vorlieben, an denen konventionelle Verlagsprodukte wie Zeitungs- und Magazin-Apps scheitern.

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Durch Anne van Kesteren auf die Web Hypertext Application Technology Working Group (WHTWG) gestoßen. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklung von Techniken für Web-Applikationen; beteiligt sind Verantwortliche für die Browser Mozilla, Opera und Safari. Die Gruppe strebt Rückwärts-Kompatibilität vor allem zum Internet Explorer 6 an. Die Spezifikationen werden dem W3C vorgelegt, um dort standardisiert zu werden. Dieses Verfahren wurde gewählt, weil der Standardisierungsprozess des W3C zu langsam sei, um proprietären Entwicklungen zuvorzukommen.

Die Arbeitsgruppe hat u.a. bereits Entwürfe für Web Forms 2.0 und Web Applications 1.0 vorgelegt.

Es handelt sich um eine Arbeitsgruppe von Web-Praktikern, die das sich an XHTML, CSS und dem Document Object Model orientiert. Der Begriff der Web-Applikation erinnert an das AJAX -Konzept

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Der RSS-Blogger plädiert gegen RSS V 0.91. Dabei stellt er das veraltete Format und seine Beschränkungen gut dar. Gäbe es nicht so viele Syndikationsformate mit im wesentlichen gleicher Funktionalität, wären Upgrades bei den Anbietern sicher leichter zu erreichen.

Zur Ergänzung (und leider auch weiteren Verwirrung) wäre vielleicht noch nachzutragen, dass die Atom-Arbeitsgruppe kurz vor der Verabschiedung der ersten offiziellen Version des RSS-Nachfolgeformats steht, und dass es inzwischen mit RSS 1.1 eine aktualisierte und vereinfachte Version des RDF-basierten RSS 1.0 gibt.