Maël Roth hat sich neulich auf Facebook knapp und deutlich gegen die Kritik an den sozialen Medien gewendet, die inzwischen zur einem Thema der Hauptnachrichten geworden ist. Ich habe selbst in der letzten Zeit auch einiges dazu geschrieben, und ich kann noch nicht sagen, dass ich zu einer eindeutigen Position gefunden habe. Ich habe mich jetzt pragmatisch erst einmal dafür entschieden, bei allen meinen mobilen Geräten Facebook und auch den Facebook Messenger zu löschen. Auf dem Computer verwende ich den Facebook Container von Mozilla. Ich verhindere also, dass Facebook Daten über mein Surfverhalten bekommt, und, was mir noch wichtiger ist, ich komme gar nicht in Versuchung, ständig auf jedem Gerät in meinen Facebook-Newsfeed zu gehen. Ich bin schon vor einiger Zeit dazu übergegangen, kurze Posts nicht über Facebook zu schicken, sondern über mein Microblog, von wo sie dann automatisch (oder manchmal auch manuell) auf Facebook weitergeschickt werden.

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Nur Nationen mit inklusiven politischen und wirtschaftlichen Institutionen leben dauerhaft im Wohlstand. Aus dieser These von Daron Acemoğlu und James A. Robinson lässt sich für die Netzpolitik viel lernen. Sie liefert eine pragmatische und utilitaristische Begründung dafür, ein pluralistisches Netz zu fordern und dort gegen politische und wirtschaftliche Oligarchien zu kämpfen. Weiterlesen

Ich renoviere gerade mein Blog. Bevor ich meine alten Posts importiere, überlege ich, wie ich neu anfangen würde mit dem Bloggen, wenn ich nicht schon ein Blog hätte. Und andererseits wird mir klar, dass dieses Blog das Projekt in meinem Leben ist, das ich außer meiner Familie am längsten durchgehalten habe—vielleicht weil ich es nie zu ernst genommen habe. Weiterlesen

In der letzten Woche des Semesters habe ich in unserer Lehrveranstaltung Webbasiertes Arbeiten versucht, die Erstsemester unseres Journalismus-und-PR-Erstsemester in JavaScript einzuführen. Ich wollte

  • erklären, warum man JavaScript verwendet,
  • zeigen, was die Verwendung von JavaScript über die Besonderheiten des WWW sagt.

Ich hatte nicht die Zeit, mich gründlich genug vorzubereiten. Leider ist es auch sehr lange her, dass ich selbst wenigstens etwas JavaScript gelernt habe. Ich habe trotzdem versucht, einige Basics zu vermitteln. Im Nachhinein denke, dass ich die Studenten und auch mich selbst hoffnungslos überfordert habe. Der Hauptgrund dafür war wohl, dass das Ziel dieser Lehrveranstaltung nicht klar war—mir nicht und deshalb auch den Studenten nicht. Warum müssen angehende Journalisten und Kommunikatoren überhaupt wissen, was JavaScript ist? Weiterlesen