Perry Hewitt hält die erste Keynote des 2. Tages Five Ways Digital Strategy Can Drive Excellence in Collaborative Content. Sie spricht extrem schnell und ohne jede Angst buzzwords. Ich kann nur Impressionen wiedergeben. Man hat alles schon mal gehört, aber hier geht es um Harvard, da sind die Dimensionen anders.

Stichwort: Digital beyond the screen.

Es geht darum, was eine digitale Strategie ist und wie man zu ihr kommt.

Zu Anfang langer Zusammenschnitt von Filmszenen zur Harvard-Universität.

Die digitale Strategie von Harvard hat es mit dem Bild von Harvard in der Öffentlichkeit zu tun. Digitale Strategie wendete sich an alle Constituents. Es gibt eine klare Digital first-Strategie.

Hinweis auf So You Want To Write A Digital Strategy? | Smashing Magazine

Zusammenhang einer digitalen Strategie mit einer kollaborativen Wirtschaft.

Trends bei den Millenials zur Kollaboration im Gegensatz zur Fixierung auf das abgegrenzte Eigentum bei den Generationen davor.

Beispiel: Dienste wie Chegg, lyft, airbnb, Rent The Runway

Ownership wird zu einem abstrakten Konzept.

Paralleler Trend: Ende der Fixierung auf das geistige Eigentum, die Kontrolle über Logos, die Marke usw.

Früher: Klare Trennung der Verantwortungen. Wer hat das Recht, über was zu sprechen, das Bild zu kontrollieren, den Text usw.?

Heute leben wir dagegen in einer Welt der blurred lines. Kollaboration bei der Inhaltserzeugung in einem Unternehmen.

Wie etabliert man eine digitale Strategie in einer unordentlichen und kollaborativen Inhaltswelt?

People

  • Bringe die die richtigen Leute zusammen und sorge für dem Digitalen angemessene Erwartungen. (Dazu gehören Teamplayer und gute Kommunikatoren). Man braucht Leute, die einen digitalen mindset haben, skilled consumers, smart filters for consumption. brainpicker als Beispiel für Kuratieren.

  • Bringe Leute mit unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen zusammen. Planung darf dabei nicht überbewertet werden. Stattdessen braucht man eine –culture of delivery. Dazu gehören accountability und die Fähigkeit, Fehler zu erkennen und sich zu ändern. Die Leute müssen netzwerkartig aufeinander bezogen sein.

  • Suche Leute, die überzeugte Kommunikatoren sind und nicht Pingpong-Spieler.

Prioritäten und Prinzipien

  • COPE-Modell: Create Once and Publish everywhere. Inhalt wird unabhängig von Auslieferungs-Formaten produziert. U.a. um so früh wie möglich über neue Formate wie Twitter cards publizieren zu können. Finde Wege, mit den Inhalten die du hast, die Geschichte der Institution so gut wie möglich zu erzählen. Warte nicht auf ein großes perfektes System. Niemand erzählt die Geschichte allein. Die Content-Verantwortlichen müssen möglichst viele in der Institution befähigen, teilbare Inhalt zu produzieren.

  • Traue dich unsexy zu sein. Investiere zur Not zu viel in Administration und Workflows. Arbeite mit vorhandenen CMS-Features, wo immer möglich. Dazu gehören auch ein helpdesk und Angebote von Training.

  • Sei kompromisslos bei Messungen und Analytics. Dabei kommt es immer darauf an, die Geschichte hinter den Zahlen zu finden. Zahlen müssen immer auf Handlungen bezogen sein, die aus ihnen folgen.

  • Inhalte immer im Kontext liefern. Es muss einen gemeinsamen redaktionellen Kalender für alle geben, die Inhalte publizieren. Wichtig: Orientierung an der Jahreszeit, an aktuellen Events. Wichtig: Realtime-Content.

  • Tell the story. Kommuniziere den Wert einer digitalen Strategie immer mit konkreten Belegen.

Hinter allem steht das unheimliche Selbstbewusstsein dieser Universität, die sich auch in ihren digitalen Publikationen selbst feiert.

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