Ich experimentiere etwas mit Posterous, aber wirklich angetan bin ich von dem Service noch nicht. Abgesehen davon, dass ich nichts davon halte, dieselben Inhalte über alle möglichen Plattformen zu verstreuen: Ein Posterous-Blog unterscheidet sich von einem Typepad- oder WordPress-Blog wohl vor allem dadurch, dass es weniger
Möglichkeiten bietet. Interessant für Leute, die kein Blog haben – aber gibt es einen Grund umzusteigen? Was mich auch ärgert: Posterous
versteht nicht nur kein markdown (eine vereinfachte Weise, HTML zu schreiben, an die ich mich gewöhnt habe), sondern setzt auch normales HTML-Markup nicht wirklich um; z.B. kann man Zitate nicht mit q auszeichnen.

Was mich an Posterous interessiert, hat mit dem Service selbst nichts zu tun: die Möglichkeit spontaner zu bloggen, nicht nur mehr oder weniger gedrechselte Posts zu verfassen. Ich überlege, ob ich mir wie Robert ein Siteblog für Notizen, Live-Berichterstattung und ähnliches anlege. Aber was spricht dagegen, das direkt in meinem Blog oder in einem zweiten Typepad-Blog zu tun?

Ich vermute, dass Posterous vor allem das mobile Bloggen erleichtert,
und dass man es sehr gut verwenden kann, um Medien zu veröffentlichen oder wiederzuveröffentlichen. Als Autorenwerkzeug für Text ist es mir zu beschränkt. Aber vielleicht habe ich es auch nur noch nicht richtig verstanden.

Posted via email from Heinz’s posterous

6 thoughts on “Erste Versuche mit Posterous

  1. Wie immer muss man sich eingewöhnen…
    Die Zitatfunktion schaue ich mir mal an.
    Ansonsten ist es natürlich das einfache bloggen per E-Mail bzw. Bookmarklet und die einfache Einbindung von Videos, Bildern, Dokumenten, die das ganze praktisch macht – entweder für den/die AnfängerIn oder eben für diejenigen die ein Erst-, Zweit-, Drittblog nicht selbst administrieren möchte.
    Interessant sind auch die Möglichkeiten mit einigen Twitterclients, die Posterous zu einem Twitpic etc machen. Und natürlich die Möglichkeit Blogbeiträge an weitere Webdienste zu verteilen.
    Natürlich kann all das auch das eigene WP-, Serendipityblog. Aber es bedarf manchmal mehr Aufwand dafür, geht nicht so schnell oder oder…
    Für mich ist es praktisch, da ich so von unterwegs Bilder, Audios und Texte sammle (quasi Schnipsel oder Notizbuchfunktion) und das alles per Twitterclient oder Mail. Und beide Funktionen gehen am iPhone halt doch noch am Besten 😉
    Also, einfach ausprobieren ob es für einen selbst eine Funktion übernehmen kann – oder auch nicht.
    Denn – wie ich immer schreibe – glücklichweise haben wir noch die Wahl zwischen unterschiedlichen Blogsystemen und Webdiensten.

  2. Ich muss ja gestehen, dass ich so ein iPhone-Dingens immer noch nicht habe. Es wird höchste Zeit (auch wenn mir Apples Walled Gardens immer unsympathischer werden.) Aber das heisst: Posterous passt vor allem zum mobilen Kommunizieren und zum mobilen Journalismus, oder? Werde es probieren!

  3. Ich würde sagen, Posterous passt dort, wo es passt 😉
    Bezüglich mobiles bloggen/sammeln/… habe ich (ganz persönlich) es als sehr praktisch empfunden. Wobei ja E-Mail und Twitter auch auf anderen Mobiltelefonen läuft und damit Posterous befüllbar ist.
    Bezüglich Zitat habe ich es jetzt selbst ausprobiert – Ergebnis siehe http://www.schnipselblog.info/zitieren-mit-html-in-posterous
    Apropos “Walled” und Einsatzmöglichkeiten. So lese ich von Menschen, die mittels Posterous bzw. mittels E-Mail auch dort bloggen können, wo ihnen Firewall und Co. den Webzugang zu einem Blog sperren.
    Dein Blogbeitrag bringt mich jetzt zu meiner Idee von gestern zurück, die ich gerne angehen möchte. Nämlich in Posterous selbst nach unterschiedlichsten Einsatzzwecken (und da gibt es viele) dieser Form des Bloggens, distributierens,… zu suchen und diese zu dokumentieren.

  4. hier gehts wohl um die thematik der tumblelogs. ich verwende http://soup.io (weil ich den gründer http://twitter.com/c3o persönlich kenne).
    find solche dinger (posterous, tumblr & co.) sowohl für anfänger (der du ja nicht bist) toll, weil man ziemlich easy sachen, auf die man stösst, mit anderen teilen kann. und vor allem ist es irgendwie ein multimediales gesamtkunstwerk. ich zumindest schau, dass nach einigen text-posts dann wieder mal interessante bilder eingestreut sind (http://konnex.soup.io).
    ist aber eben auch für fortgeschrittene bzw. profis eine zusatzlösung. ein multimediales twitter sozusagen. geht schnell, sieht gut aus, integriert so ziemlich alles was man will. natürlich auf kosten vieler features, die wordpress bietet (tagging etc.)
    lg
    stefan

  5. Ich kenne soup – übrigens auch einen der Gründer; habe auch selbst eine soup: http://heinz.soup.io/. Da ich eher textlastig arbeite, fehlt ihr der Aspekt des “multimedialen Gesamtkunstwerks”, für mich passt Friendfeed besser.
    Mir ist die Idee der Tumblelogs sehr sympathisch, ich habe schon öfter darüber geschrieben. Ich schaffe es nur selbst noch nicht richtig, spontanes Schreiben und Sammeln einerseits und reflektierendes, redigierendes Schreiben andererseits zu verbinden oder parallel zu betreiben.

  6. Habe jetzt erst versucht, Videos und Audios zu posten, und da ist es wirklich super. Deine Idee, nach Verwendungsmöglichkeiten zu suchen, und sie auf Posterous selbst zu dokumentieren, finde ich ausgezeichnet.
    Posterous erleichtert das mobile Arbeiten/Publizieren enorm – der Aspekt fehlt in meinem Eintrag.

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