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Für Extinction Rebellion: Links zum Klimanotstand (24.9.2019)

Links, die ich für die Grazer Extinction Rebellion Gruppe gesammelt habe:

Aktivismus

It’s Greta Thunberg’s World

Artikel von David Wallace-Wells über Greta Thunberg. Wallace-Wells zweifelt daran, dass die Pariser Klimaziele noch erreicht werden können. Er sieht Greta Thunberg als letzte Vertreterin einer Klimabewegung der ersten Generation, die in der Hoffnung handelt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur globalen Erhitzung ganz oder wenigstens größtenteils politisch umgesetzt werden. Der Artikel ist glänzend geschrieben. Die Positionen von Wallace-Wells wurden aber von Wissenschaftlern wie Michael Mann als letztlich überzogen und lähmend kritisiert.

Money Is the Oxygen on Which the Fire of Global Warming Burns.

Dieser Artikel von Bill McKibben, einem der wichtigsten amerikanischen Klima-Journalisten und Aktivisten, ist auf Twitter vielfach empfohlen werden. McKibben sieht die nahezu einzige Chance, die globale Erhitzung noch zu stoppen, darin, der Kohle-, Öl- und Gasindustrie die Finanzierung zu entziehen. Er fordert zu massiven Kampagnen für ein Desinvestment der Banken, Versicherungen und Investment-Fonds (wie Blackwater), ohne die die fossil fuel industry nicht überleben könnte. Der Artikel ist ausführlich belegt; McKibben greift auf viel Erfahrung mit ähnlichen Kampagnen zurück.

Wirtschaft

The Massive Cost of Not Adapting to Climate Change

Bloomberg-Artikel über den Bericht des Global Center on Adaptation, zu dem Kristalina Georgieva, die Präsidentin der Weltbank, der frühere UN-Generalsekretät Ban-Ki Moon und Bill Gates gehören. Der Bericht informiert über die gigantischen Kosten, die auf die Welt zukommen, wenn die globale Erhitzung nicht gestoppt werden. Er enthält auch Berechnungen über die Investitionen, die nötig sind, um die katastrophale Entwicklung zu stoppen oder wenigstens zu bremsen. So würde eine Investition von 1,8 Trillionen Dollar bis 2030 insgesamt 7,1 Trillionen Dollar Ertrag versprechen. Der Bericht fordert vor allem dazu auf, die aktuellen Risiken deutlich zu machen.—Die Konzepte hinter diesem Bericht sind, wenn ich es richtig sehe, zu wachstumsorientiert. Die Zahlen selbst sind für Argumentationen aber sehr wertvoll.

Politik/Bücher

On Fire: The Burning Case for a Green New Deal

Michael Mann empfiehlt Naomi Kleins Buch On Fire: The Burning Case for a Green New Deal, obwohl er mit Klein inhaltlich in vielen Punkten nicht übereinstimmt. Mann glaubt nicht, dass man den Klimanotstand rechtzeitig bekämpfen kann, wenn man dieses Ziel mit dem Kampf gegen den Neoliberalismus insgesamt eng koppelt. Es handelt sich um eine Schlüsselauseinandersetzung in der Klimabewegung. Manns Kritik betrifft nicht Kleins Ziele, sondern den Weg dorthin.

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