mons7 habe ich über Twitter kennengelernt. Monika König hatte ich kurz davor beim Grazer EduCamp getroffen. Danach habe ich mich an ihren Namen erinnert, aber ihn einer blonden Lehrerin aus Hannover zugeordnet und nicht der Hessin mit der Rastafrisur, mit der ich mich beim Bier unterhalten hatte.

Ein paar Wochen später habe ich meine Eltern in Bad Vilbel besucht. Als ich dort twitterte, dass ich eine Ausstellung gesehen hatte, bekam ich ein @-Reply von mons7: Ob wir mal zusammen in eine Ausstellung gehen könnten. Beim nächsten Mal in Frankfurt fragte ich mons7 via Twitter, ob sie Lust auf Botticelli im Städel hätte. Mein Sohn D_Wittenbrink kam mit, so dass drei Twitterer mit einer Familienkarte unterwegs waren. Wir haben intensiv über Botticelli und die neuen Medien des 15. Jahrhunderts gesprochen, noch intensiver beim Prosecco über Twitter, Elearning und Monis Bekannten jeanpol, den ich schon lange bewunderte.

Wir haben uns seitdem oft gesehen—jedes Mal, wenn ich in Frankfurt war, aber auch in Berlin oder Wien, meist bei Events zum Social Web. Wir haben nicht nur über Twitter Verbindung gehalten, sondern auch über Skype und Facetime, über unsere Blogs und über Telefon, aber nur ganz selten über Email. Wir haben uns sehr gut kennengelernt, und unsere Freundschaft hat mich in einer persönlichen Krise vor dem Absturz bewahrt. Wir staunen darüber, dass wir synchronisiert sind. Dabei leben wir in ganz anderen Beziehungsgeflechten und 1000 km voneinander entfernt.

Wir haben eine Twitterbeziehung, wir gehen miteinander so um, wir wir es tun, weil wir uns immer wieder im Netz lesen, öffentlich und nicht öffentlich, und weil wir verlinkt sind, miteinander und mit vielen anderen aus unterschiedlichen Szenen dieses merkwürdigen Social Web. Wir experimentieren nicht nur mit Twitter, sondern auch mit uns. Schwer zu sagen, wo wir jetzt gerade sind. Überhaupt nicht zu sagen, wo wir ankommen werden. To be continued …

[Mein Beitrag zur Blogparade “How I met my Twitter” und warum ein persönliches Kennenlernen so wichtig ist der punktefrau]

One thought on “mons7 oder: "How I met my Twitter"

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