Was hier … über Unternehmensstruktur, Unternehmenskultur und Unternehmensführung ausgeführt werden konnte, korrespondiert offensichtlich sehr weitgehend mit dem, was weiter oben … zur autopoietischen Dynamik sprachlicher Strukturen, zur Selbstorganisation und Selbstreferenz fiktionaler (modernistischer und, vor allem, postmoderner) Texte sowie zum Problem des Autors beziehungsweise zur Frage nach der auktorialen Autorität zu sagen war. Doch ist offenbar bisher noch nie versucht worden, das eine mit dem anderen – und das eine mit den Mitteln des anderen – zusammenzudenken; das heißt: den heutigen ‘Autor’ (in seinem Selbstverständnis als ‘Interpret, Umsetzer, Durchsetzer, Kontrolleur und allenfalls situativer Modifikator’) kritisch mit dem neuen Manager zu vergleichen, die ‘Sprache’ (als ein sich selbst generierendes, auf sich selbst verweisendes geschlossenes System) mit der Unternehmung, den ‘Text’ (als Entwurf einer möglichen, gerade in ihrer Möglichkeitsform aber realen Welt) mit der Unternehmenskultur, die Strategien des ‘Schreibens’ und ‘Lesens’ (als Gestaltungs-, Lenkungs-, Übertragungs-, Lernvorgang) mit der systemischen Unternehmensführung.” (Felix Philipp Ingold, Autorschaft und Management, Graz 1993, p. 56f.)

Ingolds Essay enthält in nuce den Ansatz des Cultural Change Management. Kultur im Sinn von “Unternehmenskultur” oder “Organisationskultur” und Kultur im Sinne von nichtökonomischen, humanen Aktivitäten sind nicht voneinander zu trennen. Cultural Change Management verändert die Kultur einer Organisation so, dass sie selbst Wandel erzeugt und nicht nur auf Wandel in der Außenwelt reagiert.

A List Apart: How to Write a Better Weblog (Faustregeln für den semiprofessionellen Autor, aber leider kein Satz zu Weblogs als [create Hypertext])

statingtheobvious zur Kombination von Weblogs und [create wiki]s

Wired-Bericht zur Senatsdebatte über die zwangsweise Einführung von Kopierschutzvorrichtungen in elektronischen Geräten.

hotwired bringt ein Tutorial über SOAP, “one of the punniest technologies to come along since Unix.”


News via OpenFlows | Free software and its social implications I tried to explain how Free Software – as a germ form of the GPL society – is inside as well as outside of capitalism. I think Free Software is only the most visible of the new forms which together have the potential to lead us into a different society. (Stefan Merten)
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Kommentare
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[Anm.: In diese Version von LoF experimentell übernommen via Internet Archive]

Lovink, Elektronische Einsamkeit: “Die Menschheit ist damit beschäftigt, voran zu kommen, und wird unterstützt von Beratern, Organisations-Spezialisten, Interdisziplinären, Fusionsbegleitern, help desks, Telefonauskünften, Folders. Das ist Lebenshilfe auf eine höhere sozial-ökonomischen Ebene gehoben, ³Service² genannt, und resultiert in längeren Wartezeiten plus überflüssigem Design. Das Unerträgliche daran ist das ³Wir-Gefühl², das für ³uns² gesorgt wird und das unseren Lebensproblemen mit ihrer Software geholfen werden kann.”

Geert Lovink: “The crisis of the Organisation is our ‘condition humane’ in this outgoing media age. And it may as well be the starting point for a new, open conspiracy that is ready to anticipate on the very near cyber-future.” Der Text ist von 1997. Er beschreibt die “Krise des Internets”, von der heute alle sprechen.

BLOGGER ist ein Beispiel für Webservices. Ein Blogger-Weblog lässt sich mit beliebigen anderen Online-Angeboten kombinieren. Es ist nicht mehr nötig, dass z.B eine Webagentur ein entsprechendes Angebot für ihre Kunden entwickelt und individuell auf einem Server installiert.