Ich habe vor zwei Wochen versucht, in einer Präsentation zu begründen, warum ich für degrowth, also für ein Rückwachstum eintrete. Dazu wollte ich einige wichtige Links sammeln. Ich bin im ersten Anlauf schnell gescheitert: Es gibt so viele solcher Informationen, dass es sehr schwer ist, zentrale von weniger zentralen Informationen zu trennen. Die Thematik ist zugleich so komplex, dass sich die Begründung nicht auf wenige einzelne Fakten reduzieren lässt. Außerdem kam es mir nicht auf reine Fakten an (wenn es sie gibt), sondern auf Zusammenhänge, auf die figurative oder Darstellungsebene, die man nicht von der Ebene der Fakten trennen kann.

Statt meine Präsentation abzuschließen, habe ich damit begonnen, journalistische Informationen zum Klimawandel und zur globalen Ungleichheit und Armut zu sammeln.

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In der letzten Woche habe ich Losing Earth: The Decade We Almost Stopped Climate Change gelesen. Losing Earth ist eine lange, deprimierende Reportage, für die die New York Times im letzten August eine komplette Ausgabe ihres Magazins reservierte. Es geht um die Vorgeschichte der Klimakrise, die Zeit von den späten 70er bis zu den frühen 90er Jahren, in der es möglich gewesen wäre, durch internationales Handeln die Katastrophe zu vermeiden, die inzwischen begonnen hat.

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Ich mag den Ausdruck Digitalisierung nicht. Er dient dazu das zu verhindern, was er vorspiegelt: die Verwendung digitaler Techniken, um das Leben leichter, einfacher und angenehmer zu machen. Ausdrücke wie Digitalisierung oder, noch schlimmer, Industrie 4.0, werden von denen gebraucht, die mit digitalen Technologien die Wirtschaft stabilisieren wollen, die es vor der digitalen Technik gab: die industrielle Wachstumsgesellschaft.

Umschlag von "La décroissance"
Umschlag von “La décroissance”
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Silvester habe ich mich für eine Woche vom Internet getrennt, und das heißt für mich vor allem: Ich habe auf die Nutzung von sozialen Medien verzichtet.

Ich bin nicht zu einem Social Media-Verweigerer geworden. Aber diese Woche hat mich in der Entschlossenheit bestärkt, mit sozialen Medien und Inhalten im Web anders umzugehen: ihre Nutzung auf ein Minimum zu beschränken, statt so viel wie möglich zu konsumieren. Im Dezember bin ich auf E.F. Schumachers Idee einer buddhistischen Ökonomie gestoßen. Continue reading