Eine Online-Journalistin hat mich neulich gefragt, ob ich Studien zur Wirkung von Bildern auf News-Sites kenne. Ich kannte keine. Inzwischen habe ich etwas recherchiert. Bisher bin ich aber noch nicht fündig geworden. Es gibt viel zum Bildjournalismus, auch im Netz, und es gibt unendlich viel zum Onlinejournalismus als solchem (wobei mir der Ausdruck Onlinejournalismus antiquiert vorkommt—als könne es einen Offlinejournalismus geben). Aber für die Kombination von Bild und Text im Journalismus scheint sich kaum jemand zu interessieren. Dabei kommen doch in der Regel beide Medien zusammen vor.

Continue reading

Die Time-Redaktion hat Mark Zuckerberg zur “Person of the Year 2010” erklärt. Die Leser hatten für Julian Assange gestimmt, aber in einem Land, das den Soldaten seiner Air Force den Zugang zum Spiegel und zum Guardian untersagt, wäre es wohl politisch zu unkorrekt gewesen, ihnen zu folgen.

Zuckerberg und Assange sind Symbolfiguren für die Gebiete, die ich unterrichte: Social Media und Onlinejournalismus. Dass sie wie nie zuvor weltweite Aufmerksamkeit auf diese Gebiete lenken, sehe ich mit gemischten Gefühlen. Hier ein paar ins Unreine formulierte Gedanken dazu:

Continue reading

In Europa ist die Debatte um den amerikanischen Blogger Dave Weigel bisher kaum beachtet worden. In US-Journalismus-Blogs ist sie seit zwei Wochen ein wichtiges Thema. Gerade wegen der Unterschiede ist sie ein interessantes Gegenstück zum Konflikt zwischen der FAZ und Ex-FAZ-Blogger Michael Seemann . Viele Links habe ich in den Tweets von Jay Rosen gefunden. Rosen fasst die Entwicklung in Rebooting the News zusammen. Scott Rosenberg resümiert wichtige Reaktionen.

Continue reading