Franz Karl Stanzel in der Buchhandlung Moser in Graz, 6.7.2019
Franz Karl Stanzel in der Buchhandlung Moser in Graz, 6.7.2019

Am Samstag hat Franz Karl Stanzel in der Buchhandlung Moser über James Joyce in Kakanien 1904 – 1915 gesprochen. Anlass dieses Literaturfrühstücks war das neuerschienene Buch James Joyce in Kakanien, in dem Stanzels Arbeiten zu diesem Thema gesammelt sind.

Stanzel hat nicht aus seinem Buch gelesen, sondern von Joyce und seiner Zeit in Triest erzählt—ohne zu erwarten, dass sein Publikum Joyce kennt. Einige Zuhörerinnen und Zuhörer begrüßten Stanzel persönlich. Er hat Jahrzehnte Anglistik an der Karl Franzens Universität unterrichtet. Ich habe erst durch die Ankündigung der Veranstaltung entdeckt, dass Stanzel Grazer ist.

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Ich kenne David Abulafias Namen, weil mir Regina vor Jahren seine Biografie des Mittelmeers geschenkt hat. Ich habe in den letzten Wochen öfter an an das Buch gedacht und mir vorgenommen, es zuende zu lesen, wenn wir im Sommer auf Žirje sind. Das Abulafia in Graz liest, habe ich erst ein paar Stunden vor der Veranstaltung gesehen.

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Gestern Nachmittag haben wir in der Off_gallery zu einen Tag der offenen Tür mit Kinga Tóth eingeladen. Zum Abschluss fand nach einer Performance von Kinga ein Künstlergespräch statt, bei dem ich ihr einige Fragen stellen konnte.

Ich verstehe ihre Arbeitsweise jetzt etwas besser, aber ich bin noch dabei ihr Werk kennenzulernen. Die Ausstellung bleibt bis April geöffnet, ich werde sie mir selbst noch oft anschauen—auch, weil sie mitbestimmt, was aus dem Raum wird, den wir dort gestalten.

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Am Dienstag waren Ana und ich im Literaturhaus bei einer Lesung von Daniel Wisser und Philipp Weiss, moderiert von Zita Bereuter. Die Bücher, die Weiss und Wisser vorgestellt haben—Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen und Die Königin der Berge— sind sehr unterschiedlich. Jedes von ihnen hätte einen eigenen Abend verdient. (Ich werde hier Wissers Erzählung über einen MS-Patienten nicht gerecht—das liegt an meinen Interessen, nicht an der Qualität seines Texts. Eine gute Rezension gibt es im Falter.)

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Monika Lichtenfeld, Gerhard Rühm, Paul Pechmann

Gerhard Rühm hat gestern im Kulturzentrum bei den Minoriten gelesen. Für mich war es ein seltsames Wiedersehen. In den 70er Jahren bin ich durch eine Vorlesung von Gerhard Rühm bei den Germanisten in Köln auf die experimentelle deutsche Literatur gestoßen. Einige Passagen gestern waren, wenn ich mich richtig erinnere, wie aus seinem Vortrag damals übernommen. Was mir gestern aufgegangen ist: Die Rolle der Simultaneität bei Rühm, das Erzeugen von Konstellationen.

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