Vielschichtige Reportage von Masha Gessen über Péter Magyars Sieg in Ungarn (mit Aufnahmen von Máté Bartha, die die Stimmung nach der Wahl festhalten): https://www.nytimes.com/2026/05/29/opinion/hungary-win-election-viktor-orban.html?unlocked_article_code=1.mVA.yHR9.5iwQNPRcDcHN&smid=url-share (Geschenk-Link). Gessen hat u.a. Bálint Magyar, den Entwickler des Konzepts des Authoritarian Breakthrough, gefragt, wie es gelang das Orbán-Regime zu besiegen. Der Pluralismus der Bewegung, die ausgezeichnete Organisation und Péter Magyars relativer Outsider-Status waren mitentscheidend. Man ist bewusst anders vorgegangen als Orbán, hat auf die unterschiedlichen Stimmen in der Bevölkerung gehört und auf reale Menschen gesetzt statt auf Online-Mobilisierung.
Wir haben in der Steiermark einen FPÖ-Landeshauptmann, der Orbán verehrt. Orbán setzte in seiner Symbolpolitik auf ungarische Minderheiten in Nachbarstaaten – Kunasek provoziert durch eine Landeshymne, die die slowenische Südsteiermark zum Teil der „Heimat“ erklärt. Sollten Kunasek und sein Parteichef Erfolg haben, stehen wir am Anfang der Orbanisierung, mit der Ungarn gebrochen hat. (Ich fürchte, dass Putin ihnen dabei durch Angriffe und Kriegsdrohungen helfen wird.) Wir nehmen diese Gefahr immer noch nicht erst genug – während Masha Gessen immer auch Trump meint, wenn von Orbán die Rede ist.