Seit einiger Zeit lassen sich die Posts dieses Blogs auch als Newsletter abonnieren. Im Augenblick erscheint dieser Newsletter immer am Sonntag. Das führt dazu, dass ich versuche, bis zu diesem Termin etwas Lesbares zu formulieren, was wahrscheinlich nicht wirklich zur Form eines kontinuierlichen Blogs aus einzelnen Posts passt. Wie auch immer: In dieser Woche schaffe ich es nur kurz festzuhalten, welche Texte ich gelesen und welche Podcasts ich gehört habe, darüber hinausgehende Posts müssen warten.

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Planetary Aesthesis, Not Animal Citizens von Josephine Berry (2026): ein Text, in dem ich einiges von dem wiederfinde, was mir im Kopf herumgeht, auch wenn ich die Diskurse, auf die er sich bezieht, nicht gut kenne. Berry sieht in der Aisthesis, in der Wahrnehmung und Empfindung, die Lösung eines Dilemmas: Das Appellieren an die moralische Verantwortung von menschlichen Gruppen oder der „Menschheit“ setzt den besonderen Status der Menschen oder des Subjekts und damit die Unterdrückung und Ausbeutung des „Nichtmenschlichen“, der Natur, voraus.

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Anselm Wagner und Lukas Groh gestern nach Grohs Vortrag Metamorphose der Ankerbrotfabrik. Bilder und Informationen zu diesem Projekt habe ich u.a. hier gefunden. Bei der Veranstaltung gestern wurde vor allem diskutiert, ob sich das Modell auf die Rösselmühle in Graz übertragen lässt – als Alternative zu einer von Investoren getriebenen Anlage von noch mehr Wohnraum.

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Ich überlege immer wieder, wie ich die vielen Links und Notizen zur Klimakrise und ihren Ursachen, die ich in den letzten Jahren gesammelt habe und weiter sammele, sinnvoll miteinander verbinden kann. Manchmal schwebt mir ein Buch mit dem Titel Fossile Expansion vor. Ich denke an eine Ordnung der vielen Informationsquellen und an eine Interpretation der Informationen aus der Perspektive eines Lesenden, nicht an den – größenwahnsinnigen – Versuch einer Synthese.

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Am Montag habe ich die Einleitung zu Sven Beckerts Geschichte des Kapitalismus (Beckert, 2025a) gelesen. Ich habe die englische Epub-Version gekauft; das Buch ist auch auf deutsch erschienen (Beckert, 2025b) und medial zu Recht gerade sehr präsent. Empfehlenswert zur Orientierung ist Thilo Jungs Gespräch mit Beckert bei „Jung und Naiv“ (Jung & Naiv, 2026).

Die Einleitung ist sehr lesbar geschrieben. Beckert gibt einen Überblick über sein Buch und stellt seinen Zugang zum Gegenstand „Kapitalismus“ dar.

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