Habe von Andreas Malms schockierendem Satz zum 7. Oktober „Das Erste, was wir in diesen Stunden von uns gaben, waren weniger Worte als vielmehr Jubelrufe“ (Quelle) erst jetzt durch Armin Thurnher erfahren. Mich erinnert der Satz an Heideggers Pro-Hitler-Statements. Ich habe den ganzen Diskussionsstrang dazu – und damit auch Argumente zur Begründung des Antisemitismus-Vorwurfs gegen Teile der Linken – bisher völlig ignoriert. Ich werde mich mit den Texten dazu beschäftigen – aber dieser Ausdruck von Hass lässt sich nicht argumentativ rechtfertigen, sondern nur rationalisieren. Er zeigt die Brüchigkeit vieler, vielleicht jeder stringent wirkenden Argumentation. Ich kann danach Malm – ähnlich wie Heidegger oder Carl Schmitt – nicht mehr lesen, ohne zu überlegen, wie seine Texte mit der Haltung zusammenhängen, die diese Formulierung ausdrückt.

Fediverse Reactions

Was mein Blog betrifft, bin ich immer noch im Urlaubsmodus. Nach dem Sommer in Kroatien war ich eine Woche in Berlin; danach haben wir die neue Ausstellung in der off_gallery eröffnet. Davor habe ich einen Antrag auf Förderung der Galerie an das Land Steiermark vorbereitet (vom Land haben wir für das laufende Jahr überhaupt keine Förderung bekommen). Erst jetzt sitze ich wieder ohne ein dringendes Todo am Computer.

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