In diesem Post versuche ich ausgehend von aktuellen Texten die folgende Überlegung zu formulieren:
- Der beste Ausgangspunkt zum Verständnis der Beziehungen zwischen Wirtschaft und Gesellschaft einerseits und globaler Erhitzung andererseits sind die Energie- und Materialströme, die den wirtschaftlichen Durchsatz (Throughput) bilden.
- Die Dynamik dieser Energie- und Materialströme ist gekoppelt an Größe und Wachstum der materiellen Infrastruktur, der Stocks (Bestände) oder Technomasse.
- Die Infrastruktur oder Technomasse ist nicht nur durch ihren Umfang der wichtigste Faktor bei der Verursachung der globalen Erhitzung (und anderer Überschreitungen der planetaren Grenzen). Sie hat eine Eigendynamik, die die globale Erhitzung vorantreibt.
- Eine Schlüsselfrage für das Handeln gegen die globale Erhitzung ist damit, welche Natur diese Eigendynamik hat. Eine mehrfach vorgeschlagene Antwort auf diese Frage ist, dass die Technosphäre ihre eigene Entwicklung und ihr Wachstum steuert.
- Eine „soziale Ökologie“, die gesellschaftliche Veränderungen als Voraussetzung der Begrenzung der globale Erhitzung sieht, braucht gegen die „Technosphären-Option“ neue Argumentationen, die die Eigendynamik der gesellschaftlichen Artefakte nicht wegrelativieren.