Habe von Andreas Malms schockierendem Satz zum 7. Oktober „Das Erste, was wir in diesen Stunden von uns gaben, waren weniger Worte als vielmehr Jubelrufe“ (Quelle) erst jetzt durch Armin Thurnher erfahren. Mich erinnert der Satz an Heideggers Pro-Hitler-Statements. Ich habe den ganzen Diskussionsstrang dazu – und damit auch Argumente zur Begründung des Antisemitismus-Vorwurfs gegen Teile der Linken – bisher völlig ignoriert. Ich werde mich mit den Texten dazu beschäftigen – aber dieser Ausdruck von Hass lässt sich nicht argumentativ rechtfertigen, sondern nur rationalisieren. Er zeigt die Brüchigkeit vieler, vielleicht jeder stringent wirkenden Argumentation. Ich kann danach Malm – ähnlich wie Heidegger oder Carl Schmitt – nicht mehr lesen, ohne zu überlegen, wie seine Texte mit der Haltung zusammenhängen, die diese Formulierung ausdrückt.

Fediverse Reactions