In ihrem Koalitionsabkommen (PDF, via Julian) erwähnen die Grazer Grünen und Volksparteiler die FH Joanneum gleich dreimal: Die bestehenden Studiengänge sollen am Standort Graz erhalten werden, die Stadt will ihre Mitbestimmungsrechte wahrnehmen (sprich: auf einem Sitz im Aufsichtsrat bestehen), die Kreativstudiengänge soll es weiter geben.

Immerhin ein positives Signal für unseren Studiengang! Zur Zeit fährt das Land Steiermark noch den entgegengesetzten Kurs. Journalismus und Medien z.B. sind zu Unworten geworden, die in den Bezeichnungen von Masterstudiengängen nicht vorkommen sollen. Symbolische Politik für die Obersteiermark rangiert für die Landes-SPÖ offenbar noch immer vor den Bedürfnissen der Medien- und Kreativwirtschaft.

Am Wochenende habe ich mich etwas mit Zotero beschäftigt, auf das mich Julian gebracht hat, der es für seine Diplomarbeit benutzt. Mit Zotero kann man Lesezeichen, Verweise und Notizen organisieren. Es läuft als Firefox-Addon und ist mit dem Browser sehr gut integriert. Man kann es ähnlich verwenden wie das Delicious Bookmarks Addon, man speichert aber nicht nur URLs, sondern komplette bibliographische Angaben. Die Verweise lassen sich hierarchisch ordnen, taggen, miteinander verknüpfen oder mit Anhängen versehen. Zotero verwaltet komplette Snapshots von Web-Dokumenten. Das alles geschieht lokal auf dem Rechner, auf dem Zotero installiert ist; dabei arbeitet Zotero übrigens mit einer SQLite-Datenbank.

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Interessante Diskussion bei Mindy McAdams: Journalists, HTML, and Dreamweaver. Fast alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass Journalistinnen ohne HTML- und CSS-Kenntnisse heute entschieden schlechtere (bzw. überhaupt keine) Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, und dass man beides im Quellcode, also mit einem Texteditor erlernen muss, statt mit Tools wie Dreamweaver. Am wichtigsten ist es dabei, auch darin besteht Konsens, die semantische Struktur von Dokumenten zu verstehen; Code-Feinheiten sind nicht relevant.

Ich mache in meinem Unterricht die Erfahrung, dass man HTML alleine — also ohne Rücksicht auf die Präsentation — nur Studenten vermitteln kann, die schon wissen, um was es geht. In den kommenden Semestern möchte ich noch mehr mit Tools wie Markdown arbeiten, um die Studierenden dazu zu bringen, möglichst flüssig Hypertext zu schreiben.