Sie formuliert es knapp, aber richtig:

Die liberalen Politiker, die uns seit Jahrzehnten regieren, haben unseren einzigen und einzigartigen bewohnbaren Planeten an den Rand des Abgrunds gebracht.

Reblog via Marine Tondelier

Merci Emmanuel Macron, on sait qu’il faut boire pendant la canicule.

Ces messages de prévention sont nécessaires.

Mais martelés seuls, ils dépolitisent un phénomène dont les causes sont éminemment politiques.

Oui, cette canicule est le résultat de choix politiques et économiques.

Dans un monde qui ne serait pas régenté par un capitalisme et un extractivisme fossile qui crament la planète par tous les bouts, elle n’existerait tout simplement pas.

Les dirigeants libéraux qui nous gouvernent depuis des décennies ont amené notre seule et unique planète habitable au bord du gouffre.

Fediverse Reactions

6 thoughts on “Marine Tondelier zur Hitzewelle:

  1. @Heinz Diese Verkürzungen sind halt immer ein wenig problematisch: Es sind wohl nicht nur liberale Politiker (wobei – was ist schon liberal?), die das verursacht haben. Es sind auch Menschen, die entsprechend leben, die diese Politiker wählen, die ihrem kleingeistigen Egoismus frönen, die unfähig sind (oder sein wollen), Zusammenhänge zu erkennen, Kausalitäten zu verstehen, für die ein oder zwei gedankliche Zwischenschritte erforderlich sind. 1/5

    • @Heinz Wenn jeder Automobilist nach, bei seiner Fahrt die von ihm direkt oder indirekt getöteten Lebewesen instant auf dem Beifahrersitz finden würde, käme er (vielleicht) ins Denken. Was ich bei der Schuldzuweisung an so abstrakte Konzepte (wie Liberalismus, Kapitalismus etc.) problematisch finde, ist eben genau dieses theoretische Element: Ein Begriff, unter den alles Mögliche subsummierbar ist, wird als (oft alleinige) Ursache für den derzeitigen Wahnwitz ausgemacht – 2/5

      • @Heinz und gleichzeitig kann sich damit der Einzelne (weil diesem Begriff gegenüber als machtlos empfindend) von jeder Verantwortung freisprechen. Weil es ja an dem "Ismus" liegt, der – man weiß nicht wie – sich hier auf Erden wundersamer Weise manifestiert, materialisiert hat und dem man ausgeliefert ist wie weiland dem lieben Gott. Wenn es diese Systeme (in ihrer Reinheit) wirklich gibt, so müssen wir uns bewusst sein, dass wir sie selbst erschaffen haben, 3/5

        • @Heinz dass sie das Produkt unseres Denkens sind (wie Feuerbach das in Bezug auf den Demiurgen getan hat). Wie anderweitig schon mal angedeutet: Wir sind als Menschen mindestens so egoistisch wie altruistisch, beide Eigenschaften haben uns als Spezies erfolgreich gemacht. Wenn wir im Sinne des Überlebens es angesichts unserer technischen Möglichkeiten nicht schaffen, zwischen diesen Extremen einen akzeptablen Mittelweg zu finden, 4/5

          • @Heinz werden wir untergehen. Und eines der Hauptprobleme scheint mir vor allem darin zu bestehen, dass unsere Intelligenz einem Überleben in archaischer Umwelt dienlich war, einer Umwelt, in der man selten mittel- oder längerfristige Folgen richtig einschätzen musste. (Bei Jared Diamond finden sich Beispiele, dass das allerdings schon früher manchmal schief gegangen ist.) Jetzt aber _müssen(t)_ wir das können – oder es endet in einer Katastrophe. 5/5

  2. @scheichsbeutel Ich habe mich selbst darüber gewundert, wie schnell ich Marine Tondeliers These zugestimmt habe. Zustimmen kann ich ihr als guter rhetorischer Überspitzung. Die Handlungsmöglichkeiten der Politik sind begrenzt. Aber andererseits kann eine Änderung nur über die Politik erfolgen, und so gesehen liegt dort auch die Verantwortung. Die „liberalen Spitzenpolitiker“, die Tondelier meint, ignorieren die ökologische Wirklichkeit oder wollen sie ignorieren, und das noch immer – und deshalb werden sie hier zu Recht angegriffen.

    Zur Frage der Verantwortung: Ich glaube, dass die Konfrontation von Mensch und Natur und die Frage danach, welche Verantwortung die Menschen tragen, zu grob ist. Die Menschen leben mit einem Exoskelett, mit Artefakten, von denen sie abhängig sind und deren Unterhaltung und Wachstum viel mehr Energie- und Stoff-Flüsse brauchen als die Menschen für ihre physische Existenz. Problematisch ist die Gestalt dieses – wie es in der ökologischen Ökonomik heisst – sozio-metabolischen Nexus. Mich interessiert, wie man ihn besser verstehen kann, um auf dieser Ebene etwas zu verändern. Das wir nicht die intellektuelle Ausstattung haben, um mit ihm umzugehen, das kann dabei gut sein. – Ich danke dir auch für den Hinweis auf Jared Diamond den ich leider überhaupt nicht kenne.

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