‚Comment is Free,‘ but designing communities is hard:  Nico McDonald über
Comment is free, das Kommentarblog des Guardian.  McDonald analysiert das Angebot des Guardian sehr genau und erklärt, warum dieses Gruppen-Weblog weit hinter den Erwartungen der Herausgeber zurückbleibt. Dabei wird klar, dass das Publikationsmodell traditioneller Medien sich mit personal publishing nicht  wirklich versöhnen lässt. Zeitungen wie der Guardian gelangen in eine Aporie: Sie bieten etwas an, für das man sie nicht braucht; ein Blogger, der etwas zu sagen hat, kann die Artikel des Guardian jederzeit auf einer anderen Plattform kommentieren.

Interessant sind McDonalds Bemerkungen über Identität und Identitätmanagement. McDonald schreibt, dass im Redaktionssystem des Guardian Personen nicht als Objekttyp vorkommen. Das ist der technische Ausdruck der Tatsache, dass hier Texte und nicht Personen und ihre Beziehungen verwaltet werden. Der Guardian ignoriert die digitale Identität der Kommentatoren seiner Artikel und schließt damit aus, dass sich eine Community aufbaut.

Benedikt Tüshaus und Klaus Meier haben untersucht, wie das Verfolgen von Echtzeit-Quoten sich auf journalistische Angebote im Web auswirkt – ein Musterbeispiel für angewandte Forschung über Online-Journalismus.

Wie werden die Klickzahlen in Online-Redaktionen eingesetzt? Welchen Einfluss hat ihre Verwendung auf redaktionelles Entscheiden? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die journalistische Qualität und das Qualitätsmanagement? – Diesen Fragen ging unsere Studie nach, für die wir neun Redaktionen von großen deutschen Online-Nachrichtenangeboten auswählten.  [onlinejournalismus.de » Im Quotenparadies ]

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James Snell über die Verwendung von Atom in IBM’s QEDwiki:

So Atom is, essentially, a data index. The metadata for the entry (title, summary, etc) can be filled in using xpath/xquery statements over the XML document. What the demo doesn’t cover is the fact that, soon, we’ll have the ability to push documents back to the database using the Atom Publishing Protocol.

Die Feeds werden von IBMs XML-Datenbank DB2 9 (Viper) generiert.

(Meinen QEDwiki-Eintrag habe ich aktualisiert, unter anderem durch ein Link auf die Online-Demo.)

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Eigenwerte sind nach Heinz von Foerster vergleichbar mit dem Symbol der Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt. Gemeint ist damit, daß Resultate der Operationen eines Systems, wieder als Eingangsgrößen in das System eingeführt werden. Das Resultat einer Operation wird somit wieder als Ausgangspunkt für eine neue Operation benutzt usw. [Bazon Brock:Eigenwerte]

Wenn eine systemtheoretische Theorie von Webpublikationen oder des WWW möglich ist, dann könnten sich Eigenwerte identifizieren lassen, die durch Rekursionen zustandekommen. Das Web oder ein bestimmter Bereich des Web müsste sich immer wieder selbst verarbeiten, und in dieser selbstreferentiellen Aktivität würden so etwas wie feste Größen oder "Gegenstände" entstehen. Ein Netzwerk-Effekt (der Wikipedia-Artikel spricht dabei von Feedback), etwa die Verdoppelung der möglichen Beziehungen bei nur einem hinzukommenden Knoten, könnte zum Beispiel dazu führen, dass sich Communities, Dienste oder Unternehmen eines bestimmten Typs immer wieder etablieren. Vielleicht sind auch Basis-Technologien (Hypertext, Newsfeeds) Kandidaten für Eigenwerte.

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