Wir beschäftigen uns in der Content-Strategie oft mit Botschaftsarchitektur, konkret meist mit Margot Bloomsteins Methode, Kernbotschaften festzulegen. Ich empfehle Organisationen, die etwas publizieren, sich darüber klarzuwerden, was sie sind und was sie nicht sind. Aber habe ich hier in meinem Blog eine Botschaftsarchitektur? Ich habe mir bisher nicht einmal Gedanken darüber gemacht. Ich frage mich höchstens, zu welchen Themen ich mich halbwegs kompetent äußern kann.

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Gemeinsam ist den Themen, über die Dietmar und ich diesmal gesprochen haben, dass es um Social Media und News geht. Sonst hängen sie vor allem dadurch zusammen, dass wir die entsprechenden Links in den letzten Wochen gefunden haben.

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40 Minuten zu Social Media und News mit Dietmar Muchitsch und mir, 5. November 2018

Im Nachhinein denke ich, dass wir von unterschiedlichen Punkten aus auf dasselbe schauen: die Änderungen der Social Media-Nutzung und ihre Folgen, und zwar da, wo sie kommerzielle und politische Konsequenzen hat. Ich merke, dass ich mich selbst immer mehr von einer kommerziellen oder Marketing-Perspektive entferne, aber auch deshalb ist mir dieser Austausch und eine andere Perspektive wichtig. Ich möchte etwas verstehen und nicht nur aus einer Position interpretieren.

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Ich renoviere gerade mein Blog. Bevor ich meine alten Posts importiere, überlege ich, wie ich neu anfangen würde mit dem Bloggen, wenn ich nicht schon ein Blog hätte. Und andererseits wird mir klar, dass dieses Blog das Projekt in meinem Leben ist, das ich außer meiner Familie am längsten durchgehalten habe—vielleicht weil ich es nie zu ernst genommen habe. Continue reading →

Grazer BarCamp 2013 (© Lucas Kundigraber)


An diesem Wochenende treffen sich die Organisatoren des BarCamp Graz 2015 zu einem Mini-Camp zur Ausrichtung der nächsten Camps. Ich habe mich an der Organisation der letzten Grazer BarCamps nicht beteiligen können, aber ich war involviert, weil sie bei uns an der FH stattfanden – so wie auch das nächste Camp vom 17. bis zum 19. April. Ich will den Leuten, die die eigentliche Arbeit machen, nicht hineinreden. Hier nur eine Idee, die mir schon länger durch den Kopf geht, und die sich weniger an die Organisatoren richtet als an die Grazer BarCamp-Szene insgesamt. Ich bin an diesem Wochenende in Berlin, sonst hätte ich sie bei dem Minicamp heute auch präsentiert.

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Die FH Joanneum will im kommenden Jahr mit einem neuen Auftritt ins Web gehen; wir sind intensiv bei den Vorbereitungen. Grundlegend ist eine Content-Strategie, für die vor allem Brigitte Alice Radl schon sehr viel gearbeitet hat (Präsentationen hier). Klar ist auch, dass wir der Devise Mobile first! folgen werden. Viel zu spät bin ich auf eine Linie im Webdesign gestoßen, die man am besten mit Content first! überschreiben kann. Contentstrategie und Priorität für das mobile Web kommen in ihr zusammen.

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Wenn die Wiener Linien eine umfassende Content-Strategie entwickeln, dann haben sie am Freitag einen großen Schritt nach vorn gemacht. Mit großem öffentlichen Echo haben sie angekündigt, dass sie ihre Echtzeit-Fahrplan-Daten als Open Data zur Verfügung stellen werden. Alle interessierten Entwickler können dann auf der Basis dieser Daten Anwendungen entwickeln. Die Entscheidung ist ein Sieg für Robert Harm und viele Mitstreiter, die seit Jahren dafür eintreten, dass öffentliche Daten frei von der Öffentlichkeit genutzt werden können. Die Ankündigung zeigt aber auch, dass die Wiener Linien begriffen haben, dass Inhalte—in diesem Fall Daten—heute zu den Produkten und Dienstleistungen eines Unternehmens und damit in seine Markenstrategie gehören.

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Contentstrategie ist eine Disziplin—so sagen es ihre Vertreter immer wieder. Was ist damit eigentlich gemeint? Konkret wohl vor allem, dass die Contentstrategie eine Disziplin ist wie das userzentrierte Design oder die Informationsdesign. Das bedeutet: Sie folgt Regeln, deren Sinn sich in der Praxis herausgestellt hat, sie lässt sich lehren und lernen, und vor allem: Sie hat ein Thema, eine übergreifende Problematik, die sich nicht mit den Themen anderer Disziplinen deckt. Contentstrategie lässt sich nicht durch Informationsarchitektur oder gar Webdesign ersetzen. Ihr Thema sind die Onlineinhalte einer Organisation als ein zusammenhängendes Ganzes. Man braucht Contentstrategie, wenn man diese Inhalte nicht nur als abhängig von etwas anderem (z.B. dem Marketing oder der PR) versteht, sondern als einen Bereich mit eigener Logik und eigenen Ansprüchen, mit denen am erfolgreichsten vorgebildete oder erfahrene Profis umgehen.

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