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Corona-Pandemie und Überschreitung der planetaren Grenzen—eine Materialsammlung (in Arbeit)

In der Öffentlichkeit wird die Corona-Pandemie meist als eine Gesundheitskrise dargestellt, bei der ein Virus weltweit von Mensch zu Mensch übertragen wird. Diese Sicht ist verkürzt: Pandemien wie Sars-CoV-2 sind wahrscheinlicher geworden, weil wir die Artenvielfalt durch Entwaldung und die Einrichtung von Monokulturen für die globalisierte Wirtschaft zerstören. Sie können sich durch den internationalen Verkehr, Urbanisierung und globalen Handel in kürzester Zeit weltweit ausbreiten. Sie treffen diejenigen am härtesten, die durch mangelhafte Gesundheitssysteme, Armut, Migration, Luftverschmutzung und andere ökologische Katastrophen besonders verwundbar sind. Sie können sich zu globalen Gesundheits- und Wirtschaftskrisen steigern, weil ökologische Ungerechtigkeit und globale Arbeitsteilung nachhaltige Strukturen zerstört oder verhindert haben. Sie können endemisch werden und die Gesundheit weltweit dauerhaft gefährden—auch weil sie aus politischen und wirtschaftlichen Gründen nicht konsequent genug bekämpft werden.

Die COVID-19-Krise zeigt, wie eng menschliche Gesundheit, Gesundheit von Haustieren, Gesundheit von Wildtieren und Gesundheit von Ökosystemen miteinander verbunden sind. Die Corona-Pandemie ist eine Krise der Gesundheit in einem Sinn, der heute oft als Planetary Health bezeichnet wird. Sie ist ein Teil einer Krisensituation, die durch das Überschreiten der Planetary Boundaries (W. Steffen et al. 2015) ausgelöst wurde. Coronakrise und Klimakrise sind zwei Aspekte derselben Entwicklung. Die Coronakrise ist damit ein Anlass dafür, die Beziehungen zwischen Gesundheitskrisen und der Überlastung der planetaren Systeme, ohne die Leben auf der Erde nicht möglich wäre, mehr als bisher zu thematisieren.

Wie hängen die durch das Corona-Virus ausgelöste Gesundheitskrise, die Biodiversitätskrise und die Great Acceleration (Will Steffen et al. 2015), mit der die Erde das Holozän verlassen hat, genau zusammen? Ich stelle hier für Extinction Rebellion Austria Argumente und Material aus Wissenschaft und seriösem Journalismus zusammen, um vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie Aktivismus gegen die Biodiversitätskrise zu begründen.

Mir kommt es dabei auch darauf an, nicht in ideologische Argumentationen zu verfallen, wie sie z.B. in addendum Verfechtern der Biodiversität unterstellt werden (Küntzle 2020). Für Aktivismus, der sich auf die Wissenschaft beruft, ist es wichtig, dass die Beziehungen eines Phänomens wie der Corona-Epidemie zur Zerstörung der Biodiversität und zur Klimakrise gesichert sind, wenn mit ihnen argumentiert wird.

(Diese Sammlung ist nicht fertig. Die Quelldateien und ältere Versionen sind auf GitHub zugänglich.

Public Health, One Health, Planetary Health

Es gibt verschiedene Konzepte und Begriffe, um die Abhängigkeiten zwischen individueller Gesundheit und Gesellschaften oder Kollektiven zu erfassen. Bezogen auf eine einzelne Gesellschaft wird von Public Health gesprochen, bezogen auf die Verbindungen zwischen individueller, weltweiter und ökologischer Gesundheit von One Health. In den letzten Jahren hat sich das Konzept der planetaren Gesundheit etabliert, um die Beziehungen zwischen menschlicher und tierischer Gesundheit und dem Erdsystem als ihrer Voraussetzung aufzuzeigen. Maßgeblich dafür war der Bericht der Rockefeller Foundation–Lancet-Kommission über planetare Gesundheit mit dem Titel Safeguarding human health in the Anthropocene epoch (Whitmee et al. 2015).

Eine kurze Einführung auf Deutsch gibt ein Artikel im Ärzteblatt (Müller, Jahn, and Gabrysch 2018). Zitat daraus:

Noch umfassender ist allerdings das Konzept der „Planetaren Gesundheit“ (Planetary Health), das erst vor wenigen Jahren entstanden ist, das mit dem ebenso neuen Konzept „GeoHealth“ verwandt ist und auf ähnliche multidisziplinäre Konzepte wie „Conservation Medicine“, „OneHealth“ und „EcoHealth“ aufbaut. Planetary Health befasst sich mit den Zusammenhängen zwischen der menschlichen Gesundheit und den politischen, ökonomischen und sozialen Systemen, sowie den natürlichen Systemen unseres Planeten, von denen die Existenz der menschlichen Zivilisation abhängt.

Einen enzyklopädischen Überblick über die Beziehungen zwischen Public Health und Planetary Boundaries habe ich bei Butler, Higgs, and McFarlane (2019) gefunden. Bei den Recherchen für diesen Text bin ich auf Colin D. Butler als einen Wissenschaftler gestoßen, der sich sein Leben lang mit den Beziehungen zwischen Gesundheit und Erdsystem beschäftigt und das Konzept der planetary health wohl mitgeprägt hat. Butler hat sich immer wieder als Aktivist betätigt und zivilen Ungehorsam praktiziert.

COVID-19 als Zoonose und die Zerstörung der Biodiversität

Ich konzentriere mich zuerst auf die Entstehung der Pandemie. Aber auch Verlauf und Folgen dieser Pandemie lassen sich nicht vom ecological breakdown und dem Wirtschaftssystem, das zu ihm geführt hat, trennen.

Bei der Covid-19 Pandemie hat sich ein bisher unbekanntes Virus weltweit verbreitet. Es löst bei vielen Befallenen eine schwere Lungenkrankheit aus. Die WHO hat der Krankheit, die von dem neuen Coronavirus (Novel Coronavirus, kurz 2019-nCoV) ausgelöst wird, den Namen coronavirus disease 2019, abgekürzt COVID-19, gegeben (Organization 2020a). Das Virus selbst heisst offiziell SARS-CoV-2 (Coronaviridae Study Group of the International Committee on Taxonomy of Viruses 2020). Die Abkürzung SARS steht für Severe Acute Respiratory Syndrome, also für Schweres Akutes Atem-Syndrom.

Es gab in den letzten 20 Jahren bereits zwei ähnliche Epidemien bzw. Pandemien, ausgelöst durch das SARS-Coronavirus (SARS-Cov) und das MERS-Coronavirus (MERS-Cov). Alle drei Viren sind von Tieren auf den Menschen übergesprungen, man spricht dabei von einem spillover (Coronaviridae Study Group of the International Committee on Taxonomy of Viruses (2020)). Mit großer Wahrscheinlichkeit waren diese Tiere Fledermäuse. Schon vor dem Auftauchen des neuen Coronavirus hatte man in der Fachöffentlichkeit damit gerechnet, dass Coronaviren, die bei bestimmten Fledermausarten häufig sind, weitere Epidemien auslösen würden (Zhou et al. (2020)). Krankheiten, deren Erreger von Tieren auf Menschen überspringen, bezeichnet man als Zoonosen.

Die Viren sind sehr wahrscheinlich über einen Zwischenträger auf Menschen übergesprungen. Es gibt verschiedene Kandidaten dafür, um welche Tiere es sich dabei handelt. Einges spricht für Schuppentiere (Zhang, Zhang, and Zheng (2020)). Es gibt aber auch andere Vermutungen. Einige Virologen tippen auf Marderhunde (Schmidt-Chanasit (2020)).

Bei Schuppentieren handelt es sich um bedrohte und geschützte Tiere, die in großem Umfang gewildert werden, vor allem in China als Spezialität gelten und zu hohen Preisen gehandelt werden. Der Hamburger Evolutionsbiologe Matthias Glaubrecht, der gerade das Buch Das Ende der Evolution: der Mensch und die Vernichtung der Arten (Glaubrecht 2019) veröffentlicht hat, ist dieser Spur in einem Artikel im Tagesspiegel nachgegangen (Glaubrecht 2020). Er kommt zu dem Ergebnis,

… dass biologische Bedrohungen aus dem Labor zwar denkbar sind und sich Theorien darüber für Schuldzuweisungen bestens eignen. Es sollte auch klar sein, dass solche ebenso abenteuerlichen wie aus wissenschaftlicher Sicht unhaltbaren Verschwörungstheorien vor allem von der eigentlichen Verantwortung abzulenken – etwa jener für den fahrlässigen Umgang mit dem aktuellen Ausbruch wie derzeit in den USA; letztlich aber insbesondere jene Verantwortung, die im Umgang mit der Natur selbst liegt.

Für die real längst existierenden biologischen Bedrohungen der Menschheit sind böswillige oder auch nur unachtsame Forscher in Geheimlabors gar nicht nötig zu erfinden. Denn die Bedrohung durch von Wildtiere überspringende Erreger ist längst da und kommt immer näher.

Die meisten der zuerst mit dem neuen Virus Infizierten waren Händler oder Manager des Wildtiermarkts in Wuhan. Ob und welche Tiere dort für die Übertragung relevant waren, lässt sich nicht mehr feststellen, da die chinesischen Behörden alle Spuren vernichtet haben. Christian Drosten sieht im Guardian-Interview (Spinney 2020) den Ursprung nicht im Markt von Wuhan, sondern da, wo der dort gehandelte Überträger aufgezogen wurde.

Eine Forderung, die sich aus diesem Infektionsweg ergibt, ist die nach Schließung der wet markets, in denen Wildtiere gehandelt werden (Diamond and Wolfe 2020, Fischer (2020)). Diese Forderung greift aber, so berechtigt sie ist, nach Ansicht vieler Fachleute zu kurz (Weston 2020). Durch die Schließung der Märkte allein würde der Handel mit Wildtieren nicht verschwinden, sondern in die Illegalität verdrängt werden. Ein Grund dafür ist, dass viele Menschen auf diese Proteine angewiesen sind, nicht nur in China, sondern vor allem in extrem armen Gebieten wie in vielen afrikanischen Ländern. Vor allem aber ist der Handel mit Wildtieren nur ein Grund für die Zunahme von Zoonosen. Er ist nur ein Teil eines umfassenderen Phänomens, nämlich der Zerstörung der Biodiversität durch die Wildtiere aus ihren ursprünglichen Biotopen verdrängt und in direkten Kontakt mit Menschen kommen. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit von Zoonosen erheblich.

Spillover und die Gefahr von Epidemien

Die jetzige Pandemie ist nicht die erste, sondern nur die bisher folgenreichste ihrer Art. Solche Pandemien sind vorausgesagt worden, viele Fachleute haben seit Jahren vor ihnen gewarnt. In der New York Times schrieb David Quammen, der Autor des Buchs Spillover (Quammen 2012, dt. Quammen and Vogel (2013)), schon am 28. Jänner (Quammen 2020):

Mit anderen Worten, dieser Notstand in Wuhan ist kein neues Ereignis. Er ist Teil einer Abfolge zusammenhängender Eventualitäten, die in die Vergangenheit zurückreicht und sich bis in die Zukunft erstrecken wird, solange die gegenwärtigen Umstände andauern.

Das Genom dieses Virus, so haben Frau Shi und ihre Kollegen jetzt bekannt gegeben, ist zu 96 Prozent identisch mit dem Wuhan-Virus, das kürzlich beim Menschen gefunden wurde. Und diese beiden stellen ein Paar dar, das sich von allen anderen bekannten Coronaviren unterscheidet, einschließlich desjenigen, das SARS verursacht

Wir stehen vor zwei tödlichen Herausforderungen, auf kurze und auf lange Sicht. Kurzfristig: Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, mit Intelligenz, Ruhe und dem vollen Einsatz von Ressourcen, um diesen Ausbruch von nCoV-2019 einzudämmen und auszulöschen, bevor er, wie es sein könnte, zu einer verheerenden globalen Pandemie wird. Langfristig: Wir müssen uns, wenn sich der Staub gelegt hat, daran erinnern, dass nCoV-2019 kein neuartiges Ereignis oder Unglück war, das uns widerfahren ist. Es war – es ist – Teil eines Musters von Entscheidungen, die wir Menschen treffen.

(Übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator)

Quammen kommt zu dem Ergebnis:

Zu den aktuellen Umständen gehört ein gefährlicher Handel mit wildlebenden Tieren für Nahrungsmittel, wobei sich die Lieferketten über Asien, Afrika und in geringerem Umfang auch über die Vereinigten Staaten und andere Länder erstrecken.

Diese Faktoren sind auf dem Planeten Erde beispiellos: Wir wissen aus den fossilen Aufzeichnungen, da es keine Beweise dafür gibt, dass noch nie ein großrumpfiges Tier auch nur annähernd so reichlich vorhanden war wie der Mensch, geschweige denn so effektiv bei der Arroganz der Ressourcen.

(Übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator)

Die COVID-19-Pandemie ist der bisher folgenreichste Fall der Ausbreitung von neuen Zoonosen. Es gab bereits viele ähnliche Epidemien, und ihr Zusammenhang mit der globalisierten Wirtschaft ist schon lange bekannt. Dieser Zusammenhang betrifft ihren Ursprung durch Tier-Mensch-Kontakte, aber auch ihre Verbreitung durch den globalen Handel und ihre Beschleunigung durch die sanitären Bedingungen in den Slums von Megacities. Außerdem fördert die globale Erhitzung die Übertragung durch tropische Mückenarten. (Ein guter journalistischer Überblicksartikel, in dem Rosamund Southgate, Jonas Schmidt-Chanasit, Christian Drosten, José Gabriel Siri, Silvie Briand und Koert Ritmeijer zitiert werden, ist Röhrlich (2018). Dagmar Röhrlich erwähnt darin auch den Zusammenhang mit One Health und Global Health-Bemühungen.)

Epidemien und Biodiversität

Die beste verständliche Darstellung des Zusammenhangs von Zoonosen und Zerstörung der Biodiversität ist wohl dieses Video von Le Monde (“Comment L’humanité Déclenche Des Pandémies” 2020):

Informativ und gründlich ist auch dieser Beitrag von Quarks (“Zoonosen Entstand Das Coronavirus | Quarks” 2020):

Wildtiere, die sich an die menschliche Umgebung angepasst haben und sich nicht mehr zurückziehen können, sind die wichtigsten Überträger zoonotischer Krankheiten. Der Guardian fasst eine Studie (Johnson et al. 2020) zusammen, die erst im April angesichts der Corona-Krise auf diesen Zusammenhang hingewiesen hat(Vidal 2020):

Wildtiere, die sich gut an die vom Menschen dominierte Umgebung angepasst haben, teilen auch mehr Viren mit dem Menschen. Nagetiere, Fledermäuse und Primaten – die oft unter Menschen und in der Nähe von Häusern und Bauernhöfen leben – waren zusammen als Wirte für fast 75% aller Viren beteiligt. Fledermäuse allein wurden mit Krankheiten wie Sars, Nipah, Marburg und Ebola in Verbindung gebracht.

Die Studie […] fand heraus, dass das Risiko eines Spillover am höchsten war bei bedrohten und gefährdeten Wildtieren war, deren Populationen vor allem aufgrund der Jagd, des Wildtierhandels und des Verlustes von Lebensraum zurückgegangen waren.

(Übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator)

Eine Abbildung aus Johnson et al. (2020) zeigt, dass Nager und Fledermäuse einerseits von allen wildlebenden Tieren die meisten zoonotischen Viren tragen (verbunden mit einer großen Artenvielfalt), und dass die Menschen schon aufgrund ihrer Anzahl die aufnahmefähigsten Wirte dieser Viren sind:

Hier in Österreich hat Klaus Hackländer auf den Zusammenhang von Zoonosen wie Covid-19 mit der Zerstörung der Biodiversität hingewiesen. Tanja Traxler zitiert ihn im Standard(Traxler 2020):

"Auf den ersten Blick hat das Abholzen von Regenwäldern nicht viel mit Infektionskrankheiten zu tun", sagt Klaus Hackländer, Professor am Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur Wien. "Doch Waldrodungen führen dazu, dass Lebensräume verlorengehen oder an Qualität verlieren." Tiere, die davon betroffen sind, werden anfälliger für Krankheiten. Gleichzeitig erschließen sie Lebensräume, die immer näher an der menschlichen Zivilisation liegen.

In einem Interview mit Ines Holzmüller im Profil sagt Hackländer (Holzmüller 2020):

Die Biodiversitätskrise, in der wir momentan stecken, ist ebenso schlimm wie die Klimakrise, denn wir sind von vielen Ökosystemen abhängig. Durch die Zerstörung des Lebensraums der Tiere, wie zum Beispiel im Südosten Asiens, kommt es zu vermehrtem Kontakt zwischen den Tieren selbst und zwischen Tieren und Menschen. Dabei können in beide Richtungen Krankheiten übertragen werden. Das ist mit dem Coronavirus nicht zum ersten Mal passiert und wird wieder passieren.

Die Beziehungen zwischen der Zerstörung der Biodiversität durch den Eingriff in Ökosysteme und der Entstehung von neuen Krankheiten sind allerdings komplex. Diese Komplexität lässt sich anführen, um sie als Phantasie von Gutmeinenden abzutun. Deshalb muss hier sorgfältig argumentiert werden.

Ein österreichischer Experte, den Tanja Traxler ebenfalls zitiert, ist Chris Walzer, Professor für Wildtierkunde der Veterinärmedizinischen Universität Wien und Leiter der Abteilung Gesundheit bei der Wildlife Conservation Society in New York. Walzer kritisiert ein versimpeltes Verständnis der Entstehung von Zoonosen.

Tanja Traxler zitiert Walzer:

"Ich würde ja gerne sagen, dass mehr Biodiversität immer bedeutet, dass es weniger Krankheiten gibt. Aber so einfach ist der Zusammenhang leider nicht […] Was sich aber eindeutig sagen lässt und wofür es gute wissenschaftliche Daten gibt, ist, dass die sogenannten Edges of Destruction, die Kontaktflächen zwischen Menschen und Wildtieren, die gefährlichsten Zonen bei der Entstehung neuer Krankheiten sind", sagt Walzer.

Der Zusammenhang zwischen der Zerstörung von Biotopen und der Entstehung von Zoonosen ist vielfach belegt, dabei ist die Vergrößerung der Zonen, an denen Menschen mit Wildtieren in Berührung kommen, entscheidend. Für den Kontakt zwischen Menschen und Wildtieren kann die Armut der Menschen, die auf der Suche nach Proteinen sind und bush meat benötigen, ebenso ein ausschlaggebender Faktor sein kann wie die Gier nach teuren Spezialitäten.

Die amerikanische Wissenschaftlerin Laura Bloomfield interpretiert eine von ihr zusammen mit anderen Wissenschaftler*innen durchgeführte Studie(Bloomfield, McIntosh, and Lambin 2020) zur Zerstörung natürlicher Biotope und dem Kontakt von Menschen mit Primaten in Uganda so(Jordan 2020):

"In einer Zeit, in der COVID-19 ein noch nie dagewesenes Maß an wirtschaftlichen, sozialen und gesundheitlichen Verwüstungen anrichtet, ist es unerlässlich, dass wir kritisch darüber nachdenken, wie menschliche Verhaltensweisen unsere Interaktionen mit krankheitsverseuchten Tieren verstärken […] Die Kombination von großen Umweltveränderungen wie Abholzung und Armut kann das Feuer einer globalen Pandemie entfachen".

(Übersetzt mit Hilfe von )

Der französische Gesundheitsökologe Serge Morand drückt diesen Zusammenhang so aus (Schaub 2020):

Ein Land, das reich an biologischer Vielfalt ist, ist "reich" an Infektionskrankheiten. Aber Vorsicht, die Zerstörung der biologischen Vielfalt erhöht das Risiko von Epidemien. Wenn wir die Wälder abholzen, verstädtern, verlieren Wildtiere ihren Lebensraum, und dies begünstigt ihren Kontakt mit Haustieren und Menschen.

(Übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator)

One Health Approach und Schutz der Biodiversität

Aufgrund dieses Zusammenhangs lässt sich das Risiko von Pandemien nur dadurch senken, dass die Zerstörung der noch vorhandenen Biotope für Wildtiere aufhört. Im April hat die Spitze des Weltbiodiversitätsrats (IPBES) in einem dramatischen Appell darauf hingewiesen (Settele et al. 2020). Die Wissenschaftler*innen fordern vor allem, dass die Mittel zur Förderung der Wirtschaft nach der Coronakrise dazu verwendet werden, die Biodiversität zu erhalten, statt sie weiter zu zerstören (Zitate aus der auf der IBPES-Webseite veröffentlichten deutschen Version des Textes:

Denn obwohl Tier-zu-Mensch-Krankheiten bislang schon schätzungsweise 700.000 Todesfälle pro Jahr verursachten, ist das Potenzial für zukünftige Pandemien noch viel größer. Man geht davon aus, dass bei Säugetieren und Wasservögeln noch immer 1,7 Millionen nicht identifizierte Viren existieren, die Menschen potenziell infizieren können. Jedes von ihnen könnte die nächste "Krankheit X" auslösen – möglicherweise sogar noch gefährlicher und tödlicher als COVID-19.

Es gibt eine einzige Spezies, die für die COVID-19-Pandemie verantwortlich ist – der Mensch. So wie die Klima- und Biodiversitätskrise sind die jüngsten Pandemien eine direkte Folge menschlicher Aktivitäten – insbesondere unserer globalen Finanz- und Wirtschaftssysteme, die dem Paradigma eines maximalen Wachstums bislang um jeden Preis folgen. Um die komplexen Herausforderungen der gegenwärtigen Krise zu bewältigen, und um zu vermeiden, dass jetzt die Voraussetzungen für künftige Krisen gelegt werden, bleibt uns nur ein kleines Zeitfenster.

Ungebremste Abholzung, unkontrollierte Ausdehnung der Landwirtschaft, intensive Landnutzung, Bergbau und Infrastrukturentwicklung sowie die Ausbeutung wildlebender Arten haben geradezu perfekte Bedingungen dafür geschaffen, dass Krankheitserreger von der Tierwelt auf den Menschen übergreifen. Dies geschieht oft in Gebieten, in denen Menschen in lokalen und indigenen Gemeinschaften leben, die für Infektionskrankheiten oft am anfälligsten sind.

Die globale Erhitzung sorgt dafür, dass sich Zoonosen auch in Gebieten verbreiten, in denen sie bisher selten oder unbekannt waren. So hat die Temperaturerhöhung um durchschnittlich 1° dazu geführt, dass Mücken, die das Denguefieber, Chicungunja und andere Tropenkrankheiten übertragen, in La Réunion und Zonen in ähnlicher geografischer Lage häufig geworden sind (Decloitre 2020). Die österreichische Presseagentur APA hat im Februar 2020 eine aktuelle Liste mit Zoonosen veröffentlicht (“Coronavirus – Auswahl Neu Aufgetretener Zoonosen Seit 2000” 2020).

Globale Ausbreitung der Pandemie, Belastung von Ökosystemen und ökologische Gerechtigkeit

Die Krise der Biodiversität und die unhygienische Haltung von Haustieren machen Pandemien wahrscheinlicher, ihre Ausbreitung hängt eng mit den ökologisch-sozialen Bedingungen zusammen, unter denen die erkrankten Menschen leben. Deshalb lassen sich solche Pandemien nicht allein durch auf herkömmliche humanmedizinische Methoden bekämpfen. Sie erfordern den One Health Approach, der die Gesundheit der Menschen, Wildtiere, Haustiere und der Umwelt als untrennbar miteinander verbunden begreift. Vor allem internatioale Organisationen orientieren sich seit einiger Zeit an diesem Zugang.

Wie Epidemien und Pandemien verlaufen, hängt von den ökologisch-sozialen Bedingungen ab. In der Literatur werden die Beziehungen zwischen der Zerstörung der ökologischen Lebensgrundlagen und Gesundheitskrisen unterschiedlich klassifiziert (Butler, Higgs, and McFarlane (2019), S. 539):

Eine einfachere Klassifikation hat drei Hauptklassen, die als "direkt" (z.B. Hitzewellen) und "indirekt" (z.B. Veränderungen in der Überträgerökologie) konzeptualisiert sind, und eine dritte Kategorie, die kausal stärker verschoben ist und das Potential für die größte Krankheitslast hat, z.B. durch großflächige Konflikte, Migration und Hungersnöte.

(Übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator)

Corona ist im globalen Süden wie im globalen Norden ein Public Health-Issue, aber nicht in derselben Weise. Sowohl die Bedrohungen wie die Möglichkeiten, auf sie zu reagieren unterscheiden sich deutlich. Auch bei dieser Epidemie wird dabei deutlich, wie eng globaler Süden und globaler Norden miteinander verbunden sind. Die Überlastung der ökologischen Systeme hat dabei im globalen Süden direktere Folgen als im globalen Norden, der von dieser Überlastung am meisten profitiert.

Die Corona-Pandemie verbreitet sich ausgehend vom globalen Norden in den globalen Süden. Ihre Ausbreitung folgt dabei den Routen des internationalen Luftverkehrs.

Abbildung: Hunter (2020)

Abbildung: Hunter (2020)

Auch in den ärmeren Regionen ist die Pandemie eine existenzielle Bedrohung, aber in anderen Formen als im globalen Norden (Hunter 2020):

So schrecklich diese letzten Monate auch waren, die gesundheitlichen Auswirkungen in weniger entwickelten Ländern werden noch schlimmer sein. Obwohl wir uns Sorgen machen, dass wir nicht genügend Beatmungsgeräte haben, wurde berichtet, dass mindestens zehn Länder in Afrika kein einziges Beatmungsgerät haben. Während Sauerstoff das Leben des britischen Premierministers rettete, mangelt es in vielen afrikanischen Krankenhäusern an Seife, geschweige denn an Sauerstoff. In Indien ereignen sich über 80% der Todesfälle zu Hause, oft ohne medizinische Interventionen. Eine jüngere Altersstruktur mag zwar weniger Todesfälle pro Million bedeuten, aber die Zahl der Todesfälle wird hoch sein und mit ziemlicher Sicherheit unterschätzt werden.

(Übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator)

Im globalen Norden im globalen Norden wird mit SARS-2 als mit einer spezifischen Krankheit umgegangen. Im globalen Süden verschärfen die Krankheit und die Reaktionen auf die Krankheit andere Bedrohungslagen. Diese Länder sind von der Klimakrise oft besonders betroffen und damit zusätzlich verwundbar. So hat GermanWatch im Klima Risik Index 2020 festgehalten (Eckstein et al. 2019):

Von den zehn am stärksten betroffenen Ländern (1999-2018) waren sieben Entwicklungsländer der Ländergruppe mit niedrigem oder niedrigem mittleren Einkommen […].

Und auch innerhalb der reicheren und der ärmeren Länder erfahren Menschen die Krankheit unterschiedlich, abhängig von ihrer politischen und sozialen Situation. Es ist ein Privileg, wenn die Krankheit nur als Krankheit erlebt wird, als ein Ereignis, für das die Medizin zuständig ist. Für die Mehrheit der Menschen und in der Mehrheit der Gesellschaften ist COVID-19 die Verschlimmerung komplexer Bedrohungslagen. The Lancet verweist (Horton 2020) auf den Gesundheitssoziologen Didier Fassin und sein Buch Das Leben—eine kritische Gebrauchsanweisung (Fassin 2017):

Er stellt die wachsende Legitimität derjenigen, die an einer biologisch definierten Krankheit leiden, der sinkenden Legitimität des Lebens in einem bestimmten sozialen Umfeld (z.B. in Armut) gegenüber. Das Physische hat sich gegenüber dem Politischen durchgesetzt. Fassin bezeichnet diesen ethischen Trend als "Biolegitimität" – eine Legitimität des Lebens, die in biologischen Begriffen definiert ist. […] Es gibt keine Möglichkeit, die öffentliche Meinung zu mobilisieren, um Bedrohungen des politischen Lebens zu verteidigen, eines Lebens, das z.B. durch Ungleichheit gekennzeichnet ist. SARS-CoV-2 befällt bevorzugt diejenigen, die verwundbarer, weniger gut belohnt und für die Machthaber unsichtbarer sind. […] Die "Politik des Lebens", schreibt er, "ist immer Politik der Ungleichheit".

(Übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator)

Vor allem in den armen Ländern betrifft die Bedrohung durch COVID-19 die

  • Ernährung, indem sie bereits vorhandene Notlagen verschärft und die Versorung mit Nahrungsmitteln durch Ferntransporte erschwert,
  • medizinische Versorgung, die für bereits vorher vorhandene Krankheiten und Epidemien nicht ausreicht,
  • prekäre wirtschaftliche Situation insbesondere von Menschen, die von Tagelohn abhängig sind oder zur Migration gezwungen waren,
  • existenzielle Gefährdung von indigenen Völkern.

Wir können noch nicht abschätzen, welche Folgen die Pandemie insgesamt im globalen Süden haben wird. U.a. wissen wir nicht, wie sich die globale Wirtschaftskrise auswirken wird, zu der die Pandemie bereits geführt hat. Bisher liegen vor allem Berichte von Hilfsorganisationen, Journalistinnen und Journalisten und betroffenen vor. Wissenschaftliche Untersuchungen wurden angeregt.

Die Coronakrise und die Nahrungsmittelversorgung

Besonders bedrohlich ist die Coronakrise für arme Länder, die auf Lebensmittel-Importe angewiesen sind. Oft dürfte ein Grund dafür sein, dass die lokale Subsistenzwirtschaft durch Produktion für internationale Märkte ersetzt wurde. In vielen Ländern hat der Klimawandel die Nahrungsmittelversorgung schon vor der Coronakrise gefährdet. Die Maßnahmen gegen die Pandemie erschweren jetzt die lebensnotwendigen Importe von Lebensmitteln.

Die Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden, die sich aus der Belastung der biologischen Vielfalt ergeben, werden durch den Klimawandel und die Fragmentierung der Gesellschaft noch verstärkt. Beispielsweise ermöglicht ein komplexes wirtschaftliches und soziales Gefüge die Einfuhr von Nahrungsmitteln und anderen Ressourcen in immer mehr Regionen, von denen sich einige seit Jahrzehnten in dieser verwundbaren Situation befinden.

(Butler, Higgs, and McFarlane (2019), S. 538, übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator)

Armut und Verschlechterung der Ernährungssituation

Eine Studie des Londoner King’s College und der Australian National University kommt zu dem Ergebnis, dass die durch die Pandemie ausgelöste Wirtschaftskrise im schlimmsten Fall über 500 Millionen Menschen mehr als jetzt unter die Armutsgrenze von $ 5,50 am Tag drücken wird (editor 2020):

In einem Oxfam-Bericht, der vor den virtuellen Treffen der Finanzminister der G20-Gruppe führender Industrie- und Entwicklungsländer, des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank veröffentlicht wurde, hieß es, dass nach der Pandemie, mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung von 7,8 Milliarden Menschen in Armut leben könnte.

Die vom King’s College London und der Australian National University durchgeführte Studie besagt, dass ein 20-prozentiger Einkommensrückgang infolge einer durch Covid-19 verursachten Rezession weitere 548 Millionen Menschen unter 5,50 Dollar pro Tag drücken würde – eine der Armutsdefinitionen der Weltbank.

(Übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator)

Wasserversorgung

In vielen tropischen Ländern steht nicht genug sauberes Wasser zur Verfügung. Die globale Erhitzung verschärft den Wassermangel. Das macht Vorbeugemaßnahmen wie das Händewaschen schwer oder unmöglich. Ein Beispiel (Künzel and Schäfer 2020):

Hindou Ibrahim, Koordinatorin einer Frauenorganisation im Tschad, die dem Indigenous Network Africa (IPACC), einer Partnerorganisation von Brot für die Welt, angehört, unterstützt seit Jahren indigene Gemeinschaften im Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels. Auch wenn der Klimawandel nicht die alleinige Ursache ist, so ist er doch eine wichtige Triebkraft für die feindseligen Entwicklungen im Tschad: von Austrocknung bedrohte Seen, eine stetig zunehmende Wüstenbildung, Temperaturen von bis zu 50°C und anhaltende Dürren führen zu massiver Wasserknappheit. "Wenn das Händewaschen mit Seife unser einziger wirksamer Schutz vor dem Virus ist, wie können wir uns dann schützen, ohne Zugang zu Wasser und Seife zu haben? Diese Fragen werden von Menschen aus den ärmsten Bevölkerungsschichten, die ich zu unterstützen versuche, verzweifelt gestellt. Sie haben panische Angst vor einer Ansteckung, weil ihr Immunsystem ohnehin geschwächt ist und sie kaum Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Sie können eine Infektion nicht riskieren", sagt Hindou Ibrahim.

(Übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator)

Zusätzliche Belastung des Gesundheitssystems

In den Ländern des globalen Südens trifft die Pandemie auf unzureichende und oft durch andere Krankheiten (oft ebenfalls Zoonosen) überlastete Gesundheitssysteme. Eine erste Studie der WHO lässt befürchten, dass die Zahl der Aids-Opfer, insbesondere unter Kindern, dramatisch zunehmen wird (Organization 2020b):

Eine Modellierungsgruppe, die von der Weltgesundheitsorganisation und UNAIDS einberufen wurde, hat geschätzt, dass eine sechsmonatige Unterbrechung der antiretroviralen Therapie in den Jahren 2020-2021 in Afrika südlich der Sahara zu mehr als 500 000 zusätzlichen Todesfällen durch AIDS-assoziierte Krankheiten, einschließlich Tuberkulose, führen könnte, wenn keine Anstrengungen unternommen werden, um die Unterbrechungen der Gesundheitsdienste und -versorgung während der COVID-19-Pandemie zu mildern und zu überwinden. Im Jahr 2018 starben in der Region schätzungsweise 470 000 Menschen an AIDS-bedingten Todesfällen.

(Übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator)

Migration und Wanderarbeit

Migrantinnen und Migranten gehören zu den besonders gefährdeten Gruppen. Über die Lage in Burkina Faso heisst es in demm Blogpost Multiple Bedrohung—Covid-19 und die humanitäre Krise in Burkina Faso von Ärzte ohne Grenzen (Hassan 2020):

Denn Burkina Faso sieht sich ohnehin schon mit einer beispiellosen humanitären Krise, gezeichnet von Gewalt und Vertreibung, konfrontiert.

Die Zahl der Vertriebenen dürfte bald fast eine Million erreichen, während gleichzeitig der Druck auf jene lokalen Gemeinschaften zunimmt, die die Flüchtenden aufnehmen. Die indirekten Folgen der Coronavirus-Pandemie könnten daher die Notlage auf ein neues Level heben.

gibt mehr als 800.000 Binnenvertriebene im Land und die UNO schätzt, dass in diesem Jahr mehr als zwei Millionen Menschen humanitäre Hilfe benötigen werden. Die Mehrheit dieser Menschen lebt unter schlechten Bedingungen, mit unzureichendem Zugang zu sauberem Wasser oder medizinischer Versorgung und vielen anderen Problemen.

Wir dürfen nicht zulassen, dass sich andere Krankheiten wie Malaria, Masern, Meningitis oder Cholera ausbreiten und ebenso viele, wenn nicht sogar mehr Opfer fordern als das Virus.

Die Corona-Krise verschlimmert nicht nur die Situation der Migranten im globalen Süden, sondern sie macht es denen, die in die reichen Länder des Nordens ausgewandert sind, schwerer oder unmöglich, Geld in ihre Heimatländer zu schicken und die Menschen zu unterstützen, die von ihnen abhängig sind (Künzel and Schäfer 2020).

Postpandemic

Von der Reaktion auf das Virus hängt auch ab, ob endemisch immer wieder auftreten wird. Am 13.4.2020 hat die WHO gewarnt, dass COVID-19 sich dauerhaft etablieren und damit auch zu einer dauerhaften Gefährdung der menschlichen Gesundheit werden könnte (Farge and Shields 2020). Wenn Länder die Pandemie nicht konsequent bekämpfen, weil sie ihre Wirtschaft nicht gefährden wollen, dann gefährden sie damit die Gesundheit weltweit und vor allem da, wo die Menschen besonders verwundbar sind.

Eine Krise des Lebens selbst

Die Coronakrise gehört nicht nur zu den Folgen eines Wirtschaftwachstums über die planetaren Grenzen hinaus. Sie zeigt auch, dass dass die Menschheit trotz ihere dominierenden Rolle nur ein verletzlicher Teil des Erdsystems ist, der nur als eine Komponente dieses Systems überleben kann und immer verwundbar bleiben wird. Die englische Medizin-Zeitschrift The Lancet spricht von einer Krise des Lebens selbst (Horton 2020):

Diese globale Katastrophe ist keine Gesundheitskrise. In ihr geht es um das Leben selbst. In den letzten Jahren waren wir versucht, die Allmacht unserer Spezies anzunehmen […] Aber wir sind nur eine Spezies unter vielen, und wir haben sicherlich keinen dominierenden Einfluss, wenn wir mit einem Virus konfrontiert sind, das Leben mit solcher Leichtigkeit und geschwindigkeit zerstören kann.

(Übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator)

Vorschläge zum Vorgehen von XR/Relevanz für XR

XR will Aktivismus konsequent an der Wissenschaft orientieren. Wir müssen von Fakten ausgehen und die Begrenztheit des Wissens über die Fakten anerkennen, und wir dürfen diese Fakten nicht einfach als Bestätigung dessen ansehen, was wir immer schon gewusst haben. Wir müssen andererseits das Wissen über die Fakten in Handlungen und Kampagnen übersetzen und mit ihm Menschen zum Engagement gegen den ökologischen Kollaps motivieren.

Angesichts von COVID-19 erlaubt es der Interpretationsrahmen der planetaren Gesundheit, sich an der Wissenschaft zu orientieren und Beziehungen zu den Forderungen nach sofortiger Beendigung von CO2-Emissionen und Zerstörung der Biodiversität herzustellen. Planetare Gesundheit ist ein normativer Begriff, der Fakten erschließt und Handlungen begründet. Die Doctors for Extinction Rebellion (“Doctors for Extinction Rebellion” 2020) haben bei der Rebellion Week im Oktober 2019 Aufklärung über planetary health mit zivilem Ungehorsam verbunden (“Planetary Health Hub” 2020). Richard Horton hat als Herausgeber von The Lancet Ärzte und Mediziner zu zivilem Ungehorsam aufgerufen und sich hinter Extinction Rebellion gestellt (Horton 2019):

Dieses Versagen der Wissenschaftler, sich der Herausforderung der gegenwärtigen Umweltkrise zu stellen, muss in Frage gestellt werden. Die Gesundheitsgemeinschaft bringt zumindest moralische Kraft in die politische Debatte über den Klimaschutz ein. In London ist "Doctors for Extinction Rebellion" "ein Kollektiv von Gesundheitsfachleuten, die dem Aufruf der Ärzte für die Rebellion für Dringlichkeit und gewaltfreies direktes Handeln zustimmen". Mit ihrem Schwerpunkt auf der planetaren Gesundheit werden sie bei den bevorstehenden Protesten eine herausragende Rolle spielen. Es ist vielleicht übertrieben zu sagen, dass Gesundheitsfachkräfte 14 Tage Zeit haben, um die Welt zu verändern. Aber nicht sehr übertrieben.

(Übersetzt mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator)

Ausgehend vom Konzept der planetaren Gesundheit können wir die Verbindung der COVID-19-Pandemie mit dem Überschreiten der planetaren Grenzen sichtbar machen. Die Wahrnehmung der Pandemie als einer Krise, die die Klimakrise überdeckt, verkehrt die Fakten: Die Coronakrise und die Klimakrise sind Auswirkungen derselben Ursachen.

Transkription des Videos von Le Monde:

Zu Beginn des Jahres 2020 vor einer neuen Pandemie: Ganze Länder lassen ihre Jalousien herunter. Die Zahl der Todesopfer steigt täglich. Und sehr bald suchen wir nach einem Schuldigen. Einige geben China die Schuld, Manche Leute geben den Fledermäusen die Schuld, den Schuppentieren, den Fußballfans, den Italienern, Emmanuel Macron, den Dromedaren. Wie auch immer, es ist schwer zu erfahren, wie wir hierher gekommen sind. Nun, ja, einige von uns tun das. David Quammen ist Wissenschaftsjournalist und schrieb dieses Buch, das 2013 veröffentlicht wurde, nach Treffen mit vielen Forschern. Es kündigt die Gefahr einer zukünftigen globalen Epidemie ein. Was wir noch sehen werden, ist, dass das Coronavirus das Ergebnis all unserer Lebensstile ist. Während wir uns entwickeln, greifen wir immer mehr ein… in Territorien, die einst für Wildtiere reserviert waren. Und das ist ein riesiges Problem.

Eine ansteckende Krankheit, die vom Tier auf den Menschen übertragen wird hat einen Namen, man nennt sie Zoonose. Und im 20. Jahrhundert haben wir immer mehr davon gesehen. Dies wurde in einer 2008 in der Zeitschrift "Nature" veröffentlichten Studie gezeigt. In den 1980er Jahren gab es einen Anstieg, was mit der Entdeckung neuer infektiöser Erreger in Einklang steht, wie zum Beispiel HIV, ein Virus, das für AIDS verantwortlich ist und ursprünglich von einem Affen übertragen wurde. Aber erst seit kurzem, Sie haben offensichtlich auch von der Vogelgrippe gehört… oder Ebola. Und dann wieder im Jahr 2017 bestätigte eine andere Studie erneut, dass "fast alle Pandemien der letzten Zeit von Tieren verursacht worden sind, zum größten Teil von Wildtieren".

Wie erklären wir also diese wiederholten Pandemien? Um das zu verstehen, habe ich Serge Morand interviewt. Er ist Forscher am CNRS und hat ausführlich zu diesem Thema geschrieben.

Ich kann Sie hören, aber es stimmt, dass es eine kleine Diskrepanz gibt.

Ah ja, Serge hingegen hat seinen Sitz in Thailand. Jedenfalls mussten wir das Gespräch ohne Bilder fortsetzen.

Was er mir zuerst erklärt, ist, dass Zoonosen keineswegs neu sind, sie haben einen Startpunkt… Es besteht ein Zusammenhang: je länger Haustiere domestiziert werden, desto größer die Zahl der von ihnen ausgehenden Infektionskrankheiten. Aber hier handelt es sich um Krankheiten, die Tausende von Jahren alt sind. Also, was hat sich geändert? Nun, neu ist, dass die heute auftretenden Krankheiten meist von Tieren wie Fledermäusen stammen.

Wie kommt das?

Was passiert, ist, dass es der Mensch ist, der zunehmend in Kontakt mit der Art von Wildtieren kommt, mit denen man nicht zusammenleben sollte. Dies gilt insbesondere für die Tropen, wo die Artenvielfalt am reichsten ist. Immer mehr Menschen sind dort anzutreffen… die mehr und mehr in den Wald eingreifen. Der Indikator dafür ist die Waldfläche pro Kopf der Bevölkerung. Nun, in den Tropen hat sie sich fast halbiert… in kaum 25 Jahren. Das Problem ist, je mehr wir den Lebensraum der Wildtiere komprimieren, desto größer ist das Erkrankungsrisiko, und zwar aus mindestens zwei Gründen: Erstens, weil die Dichte der Tierpopulationen zunimmt… – Es ist, als würden wir sie gemeinsam umarmen, einschließlich uns, das die Übertragung von Krankheitserregern erleichtert – dann, weil die Tiere, die am meisten an die Anwesenheit des Menschen gewöhnt sind, oder die Situation sogar ausnutzen, sie sind nicht unbedingt die richtigen. Im Laufe der Zeit, diese generalistischen Arten entwickeln Widerstand mit diesen Krankheitserregern zu leben, und so tragen sie einen ganzen Haufen davon mit sich, die uns dann kontaminieren können. Also, konkret, Wie kontaminieren sie dann den Menschen? Man kann von einer Fledermaus gebissen werden, aber das ist immer noch ziemlich selten. Nein, sehr oft wird ein Erreger, der bei einem Wildtier vorhanden ist Brücken benutzen, Brücken, um physisch nahe heranzukommen, sondern auch manchmal, um allmählich zu mutieren und sich an uns anzupassen. Diese Brücken, das sind andere Arten von Tieren. Man nennt sie Brückenarten. Es können auch andere Wildarten sein, wie z.B. Affen. Essen von nicht durchgegartem Buschfleisch, wie Affenfleisch, ist zum Beispiel einer der Träger von Ebola. Aber sie sind auch sehr oft domestizierte Arten: Hunde, Katzen, Kühe, Schweine, etc… Das Problem, ist, dass wegen uns diese wilden und domestizierten Arten… sich treffen, wenn sie es nicht tun sollten. Wir können hier über den Wuhan-Markt in China sprechen. Sie brachten Wildtiere in die Innenstadt die wir neben den Haustieren ausgestellt haben, die möglicherweise zum Ausbruch von Covid-19 beigetragen haben. Aber ich gebe Ihnen ein weiteres Beispiel, das aufschlussreich ist. Ich habe Ihnen vorhin von der Abholzung der Wälder berichtet. Nun, der Hauptgrund dafür, ist, dass wir die Wälder in Ackerland umwandeln wollen, und dort insbesondere die Zucht zu praktizieren. So geschehen hier in Malaysia in den späten 1990er Jahren. Im Grunde fällen sie einen Teil des Waldes… und stattdessen errichten sie dort große Schweinefarmen.

Außer in dieser Region, finden wir eine Fledermaus, die ein Virus namens Nipah trägt. Diese Fledermaus ernährt sich von Früchten… und die Schweine, die wir auf den Plan gerufen haben auch mit dem Verzehr von Obstresten beginnen, die auf den Boden gefallen sind, in dem aber noch Speichel oder Fledermauskot vorhanden ist. Die Schweine sind kontaminiert und infizieren wiederum die Bauern. Bald gibt es mehr als hundert Tote… und eine Million Schweine müssen dringend geschlachtet werden… um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen. Das Relais ist also das Schwein, die es dem Virus ermöglichten, den Menschen zu erreichen. Aber all dies bringt mich zu etwas anderem. Die Sache ist die, dass diese Schweine, die von Fledermäusen infiziert wurden… hatte dort nichts zu suchen. Malaysia ist ein überwiegend muslimisches Land, in dem sehr wenig Schweinefleisch gegessen wird. Nein, diese Schweine waren für den Export bestimmt. Was ich damit sagen will, ist, dass in dieser Geschichte Es ist nicht der Schläger, der das Problem ist, Dies sind die menschlichen Entscheidungen für die wirtschaftliche Entwicklung. die diese Kontaminationen begünstigt haben. Ein weiteres Beispiel ist der Kongo. Einige Leute roden und graben in den Wäldern auf der Suche nach Coltan, ein Erz, das zur Herstellung elektronischer Geräte verwendet wird. Das gilt nur für Epidemieausbrüche. Aber die menschliche Verantwortung geht noch weiter in Bezug auf ihre Verbreitung. Was sich in den letzten Jahrzehnten verändert hat, ist, dass wir jetzt in wenigen Stunden die Welt umrunden können. In 40 Jahren hat sich der Flugverkehr versiebenfacht… und die Weltbevölkerung wuchs in diesem Zeitraum von vier auf sieben Milliarden. Es sollte auch darauf hingewiesen werden, dass heute jeder achte Mensch in einem Slum lebt, wo die Hygiene äußerst prekär ist. All dies bedeutet, dass sich Krankheiten weiter ausbreiten können, schneller, für viel mehr Menschen.

Im Jahr 2008, die Studie, die ich Ihnen am Anfang dieses Videos zitiert habe fühlte also, dass "die Entstehung von Krankheiten ist weitgehend das Ergebnis der anthropogenen und demographischen Veränderungen. Dies ist ein versteckter Preis der menschlichen wirtschaftlichen Entwicklung. » Heute, , gibt es nach Meinung einiger Wissenschaftler bei Säugetieren mehr als 320.000 Viren über die wir noch nichts wissen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ihr Kontakt uns neuen Pandemien aussetzen wird mit schwer vorhersehbaren Folgen, die aber durchaus katastrophal sein könnte. In einem Versuch, ein solches Szenario zu vermeiden, Es gibt viele Hinweise zu berücksichtigen, beginnend mit der Pädagogik, insbesondere in Hochrisikobereichen, das Bewusstsein für diese Fragen zu schärfen. Aber es ist auch notwendig, das Verhalten von uns allen zu ändern: bei unseren Einkäufen zu mehr Nüchternheit übergehen, unsere Bewegungen. Wir müssen unsere Produktionsmethoden in der Landwirtschaft überdenken, einschließlich und begünstigen den lokalen Austausch. Das ist es, worauf wir hoffen können, ist, dass diese sehr schmerzhafte Krise auch eine Chance ist um uns durch all diese Veränderungen zu bringen.

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