Bei der Verleihung des Architekturpreis des Landes Steiermark 2019 am 4. Dezember habe ich das Wort degrowth zum ersten Mal bei einer offiziellen Veranstaltung in der Steiermark gehört.

In diesem Jahr wurden drei sakrale Gebäude ausgezeichnet. Phineas Harper konnte als Kurator die Preise allein vergeben.

Die Verleihung des ersten Preises an Wolfgang Feyferlik und Susanne Fritzer für für das Projekt Basilika & Geistliches Haus Mariazell begründet Harper so:

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Dieter Gerten, Michael Tschauko, Sonja Edlinger und Lisa Mayr in der Diskussion nach dem Vortrag "Wie können wir innerhalb planetarer Grenzen leben?" (23.10.2019)

In der letzten Woche hat Dieter Gerten vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung in der katholischen Hochschulgemeinde einen Vortrag über das Leben innerhalb der planetaren Grenzen gehalten.

Ich habe mich für den Vortrage und den Vortragenden auch interessiert, weil das Potsdam-Institut für mich inzwischen zu einem wichtigen intellektuellen Orientierungspunkt geworden ist. Auf das Institut gestoßen bin ich durch eine Diskussion zwischen Bruno Latour und Hans Joachim Schellnhuber im letzten Jahr.

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Franz Karl Stanzel in der Buchhandlung Moser in Graz, 6.7.2019
Franz Karl Stanzel in der Buchhandlung Moser in Graz, 6.7.2019

Am Samstag hat Franz Karl Stanzel in der Buchhandlung Moser über James Joyce in Kakanien 1904 – 1915 gesprochen. Anlass dieses Literaturfrühstücks war das neuerschienene Buch James Joyce in Kakanien, in dem Stanzels Arbeiten zu diesem Thema gesammelt sind.

Stanzel hat nicht aus seinem Buch gelesen, sondern von Joyce und seiner Zeit in Triest erzählt—ohne zu erwarten, dass sein Publikum Joyce kennt. Einige Zuhörerinnen und Zuhörer begrüßten Stanzel persönlich. Er hat Jahrzehnte Anglistik an der Karl Franzens Universität unterrichtet. Ich habe erst durch die Ankündigung der Veranstaltung entdeckt, dass Stanzel Grazer ist.

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Ich kenne David Abulafias Namen, weil mir Regina vor Jahren seine Biografie des Mittelmeers geschenkt hat. Ich habe in den letzten Wochen öfter an an das Buch gedacht und mir vorgenommen, es zuende zu lesen, wenn wir im Sommer auf Žirje sind. Das Abulafia in Graz liest, habe ich erst ein paar Stunden vor der Veranstaltung gesehen.

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Monika Lichtenfeld, Gerhard Rühm, Paul Pechmann

Gerhard Rühm hat gestern im Kulturzentrum bei den Minoriten gelesen. Für mich war es ein seltsames Wiedersehen. In den 70er Jahren bin ich durch eine Vorlesung von Gerhard Rühm bei den Germanisten in Köln auf die experimentelle deutsche Literatur gestoßen. Einige Passagen gestern waren, wenn ich mich richtig erinnere, wie aus seinem Vortrag damals übernommen. Was mir gestern aufgegangen ist: Die Rolle der Simultaneität bei Rühm, das Erzeugen von Konstellationen.

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