Anselm Wagner und Lukas Groh gestern nach Grohs Vortrag Metamorphose der Ankerbrotfabrik. Bilder und Informationen zu diesem Projekt habe ich u.a. hier gefunden. Bei der Veranstaltung gestern wurde vor allem diskutiert, ob sich das Modell auf die Rösselmühle in Graz übertragen lässt – als Alternative zu einer von Investoren getriebenen Anlage von noch mehr Wohnraum.

Nebenbei konnte man erfahren, dass in Graz allein im nördlichen Griesviertel in den letzten Jahren 3000 Wohnungen neu gebaut wurden, aber „nicht ein Klassenraum“ und auch kein anderer Raum für eine öffentlich Nutzung. In Wien hat die Stadt mit ihrem Bebauungsplan verhindert, dass das Gelände der Anker-Brotfabrik für den Wohnungsbau verwendet wurde. In Graz hat offenbar – wie eine Gemeinderätin berichtete – die Rottenmanner Siedlungsgenossenschaft auch einen Teil der Anteile an der Postgarage übernommen.

Mich interessiert vor allem der Aspekt der „postfossilen Stadtentwicklung“. Ich habe lange in diesem Viertel gewohnt, und mit der off_gallery sind wir immer noch im Griesviertel. Noch mehr Wohnbau ohne andere Nutzungen dort wird – abgesehen von der „grauen Energie“ – zu noch mehr Verkehr führen.

Vor einiger Zeit hat Caren Ohrhallinger bei einer ähnlichen Veranstaltung des Komitee Rösselmühle präsentiert, wie Bauen im Bestand die mit dem Bauen und der Nutzung von Gebäuden verbundenen Emissionen radikal reduzieren kann. Der Diskussion gestern hat mich daran erinnert, dass ich hier darüber und zu den Empfehlungen zu Regularien für den Bestand (Beirat für Baukultur, 2024) (eine Empfehlung zu einer nichtfossilen „Produktion des Raumes“) noch etwas schreiben wollte.

Beirat für Baukultur. (2024, November 20). Empfehlungen zu Regularien für den Bestand. https://www.bmkoes.gv.at/dam/jcr:e0b3385d-6a80-438b-949d-11145873b000/beirat_baukultur_beschluss_1_2024.pdf
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