Planetary Aesthesis, Not Animal Citizens von Josephine Berry (2026): ein Text, in dem ich einiges von dem wiederfinde, was mir im Kopf herumgeht, auch wenn ich die Diskurse, auf die er sich bezieht, nicht gut kenne. Berry sieht in der Aisthesis, in der Wahrnehmung und Empfindung, die Lösung eines Dilemmas: Das Appellieren an die moralische Verantwortung von menschlichen Gruppen oder der „Menschheit“ setzt den besonderen Status der Menschen oder des Subjekts und damit die Unterdrückung und Ausbeutung des „Nichtmenschlichen“, der Natur, voraus.

Continue reading

Ich habe mich in den letzten Tagem mit Texten und Podcasts zu Peter Thiel beschäftigt. Mich interessiert, welche Rolle er angesichts der Klimakrise und des ökologischen Kollaps in der amerikanischen Politik spielt und spielen will. In den vielen Artikeln über Thiel, die vor allem seit der zweiten Amtsübernahme Donald Trumps – den Thiel übrigens nicht unterstützt hat (Gellman, 2023) – erschienen sind, habe ich diese Fragestellung bisher nicht explizit gefunden. Ich halte sie für wichtig, um die Motive Thiels zu verstehen und die Risiken zu erkennen, die sich aus dem Einfluss Thiels in der amerikanischen Politik ergeben.1

Thiel agiert nicht auf der Ebene simpler Interessenpolitik. Ihm geht es um eine Defininition von Politik und politischen Institutionen, die wirkungsvolles staatliches und internationales Handeln gegen die ökologisch-soziale Polykrise unmöglich macht.

Continue reading