Nach der Juni-Hitzewelle schlägt Jean-Luc Mélenchon den französischen Grünen eine gemeinsame Kampagne vor, um Frankreich nach Bioregionen neu zu organisieren: Ecorégions, VIe République… Jean-Luc Mélenchon ressort l’appeau à écolos. Wenn ich es richtig sehe, ist Mélenchon der erste bekanntere europäische Politiker, der den #Bioregionalismus aufgreift. Die Libération hat darüber schon einmal ausführlich berichtet: Canicule : il faut tout changer (et Mélenchon a une bonne idée).
Hintergrundartikel zum Bioregionalismus in Frankreich, in dem auch erwähnt wird, dass Mélenchon Frankreich schon 2021 nach Bioregionen organisieren wollte: Les biorégions, une alternative écologique aux régions administratives
@Heinz
Wow. Ein Politiker der das ernsthaft umsetzen würde wäre der Hammer. Deutschland hat auch eine tolle Einteilung in naturräumliche Großregionen. Wäre wesentlich sinnvoller die Regionen entweder danach oder nach Wasserrregion zu ordnen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Naturr%C3%A4umliche_Gro%C3%9Fregionen_Deutschlands
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@TheOneSwit Ich habe gestern einen Hinweis auf ein Buch von Geneviève Chique über #Bioregionalismus in Deutschland gefunden, zu dem ich noch nichts sagen kann: https://www.isbn.de/buch/9783819482748/bioregionalismus-in-deutschland . Mich interessiert vor allem der „linke“ Bioregionalismus oder Ökoterritorialismus, wie ihn Alberto Magnaghi formuliert hat. Ich habe den Eindruck, dass er im deutschen Sprachraum nicht rezipiert wurde.
@Heinz
In der #Permakultur werden die Ökoregionen häufig aufgegriffen, habe im deutschsprachigen Raum ansonsten bisher wenig darüber gefunden. Für die Permakulturplanung hab ich mir viele Infos zu meiner Region gesucht und die verlinkte Seite oben gefunden.
Auch eine Einteilung in Wasserregionen könnte sinnvoll sein.
Bioregionalismus als Begriff habe ich meist eher aus rechtsesoterischen Kreisen gehört, da war ich bisher skeptisch. Ich hatte dazu eher"Ökoregion" aus dem englischen im Kopf.
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@Heinz
über diese "Geneviève Chique" finde ich irgendwie keinerlei Infos auch nicht über den Buchverleger. Finde ich etwas seltsam.
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@TheOneSwit Sie bedient inhaltlich jedenfalls ein breites Spektrum, siehe https://kurssicht.de/der-kuss-eine-kleine-geste-mit-grosser-wirkung/#anbieter . In der Rezension wird angemerkt, dass sich über die Autorin nichts herausfinden lässt. Das und auch die Verlagsangabe „tolino“ weckt den Verdacht, dass da eine KI schreibt oder mitschreibt. Also, Geneviève Chique, offenbare, wer du bist, wenn du willst, dass wir dein Buch kaufen!
@Heinz
Die Gesamtkombi klingt auf jedenfall stark nach Anastasia-Romantik.
@TheOneSwit Danke dir, das finde ich sehr interessant. Leider habe ich wenig Ahnung von #Permakultur. Mich interessiert der Bioregionalismus als Weg, über den „fossil-industriellen Metabolismus“ hinauszukommen (https://www.researchgate.net/publication/393323413_Fossilised_metabolism). Zu diesen Wegen gehört die Permakultur sicher auch.
Aus der ökologischen Ökonomie ergibt sich, dass man den fossilen Metabolismus (die „techno worlds“) herunterfahren muss, dass also #degrowth nötig ist. Aber ist das, was an die Stelle des Jetzigen tritt lediglich dasselbe, aber in reduziertem Umfang, oder gibt es einen neuen Metabolismus, der nicht lediglich der agrarische ist (zu dem sich nicht zurückkehren ließe, selbst wenn wir es wollten)? Ein neuer Metabolismus muss wie die vorindustriellen auf der Biosphäre beruhen, nicht vor allem auf Extraktion von Mineralien, aber wie? Ich vermute, dass die Permakultur-Bewegung und der Bioregionalismus dazu viel sagen können.
@Heinz
Ich bin Anfangs durch mein Pen and Paper Rollenspiel hobby auf Permakultur gestossen da ich ein Fantasy-Solarpunk Setting erstellen wollte.
Bin bei meiner Suche nach Infos auf das Buch "Was wir für die Erde tun können" von Patrick Whitefield gestossen. Nach dem ich es durch hatte habe ich mich dann direkt meine Ausbildung zum PK-Designer angefangen. Das Buch kann ich echt empfehlen auch wenn es eher technisch ist.
https://www.permakultur-akademie.com/earth-care-manual/
@Heinz
Zum Wood Wide Web oder dem Pflanzenleben kann ich die Bücher von Peter Wohlleben empfehlen, bei dem war ich auch schon auf Seminaren. Das Buch von Genevieve klingt von der beschreibung ähnlich wie einige seiner.
https://www.wohllebens-waldakademie.de/collections/buecher
@Heinz
Ich bin Anfangs durch mein Pen and Paper Rollenspiel hobby auf Permakultur gestossen da ich ein Fantasy-Solarpunk Setting erstellen wollte.
Bin bei meiner Suche nach Infos auf das Buch "Was wir für die Erde tun können" von Patrick Whitefield gestossen. Nach dem ich es durch hatte habe ich mich dann direkt meine Ausbildung zum PK-Designer angefangen. Das Buch kann ich echt empfehlen auch wenn es eher technisch ist.
https://www.permakultur-akademie.com/earth-care-manual/
@Heinz @TheOneSwit Ich bin mit dieser Permakultur nicht sehr vertraut, die anfangs so hoch gejubelten Projekte eines Sepp Holzer scheinen aber keineswegs reine Erfolgsgeschichten zu sein. Das hatte weniger mit Landwirtschaft, mehr mit gutem Marketing zu tun.
@scheichsbeutel @Heinz
Naja, Sepp Holzer ist halt auch nur eine Person, und er verdient sein Geld damit. Permakultur ist aber nicht so dogmatisch und klar gibt es da auch unterschiedliche Ansichten zu einzelnen Themen.
@TheOneSwit @Heinz Unzweifelhaft muss jeder von irgendwas leben. Aber bei Holzer scheint weniger die Sache im Fokus zu stehen, als ihre Vermarktung. Ich habe (weil so weit nicht entfernt lebend) diese Auseinandersetzung in Jennersdorf mitbekommen; Holzer wirkt rechthaberisch, ein Streithansl. Befreundete Biologen haben seine Ansichten auch auf fachlicher Seite als sehr fragwürdig angesehen (und ich sah wenig Grund, das zu bezweifeln, kann es aber selbst so nicht beurteilen).
@scheichsbeutel @Heinz
Ja, Holzer ist auch bei vielen in der Szene nicht so beliebt. Der hat wohl häufig seine eigenen Vorstellungen, ich hab von ihm noch nichts gelesen ich kenn ihn auch nur vom erzählen und es war selten positives dabei. Aber er ist halt bekannt und hat das Thema mit populär gemacht. Werd häufig auf ihn angesprochen.
Aber Sepp Holzer "Der dalai lama der Permakultur" wie er sich selbst nennt, hat auch seine eigene Holzer-Permakultur entwickelt.
https://www.seppholzer.info/
@scheichsbeutel @Heinz
und wie ich gerade auf seiner Seite lese gehört er der rechten Anastasia bewegung an und gründet Anastasia Dörfer in Russland.
https://de.wikipedia.org/wiki/Anastasia-Bewegung
@TheOneSwit @Heinz Danke für die Links. Das mit der Anastasia-Bewegung passt gut zu meinem Bild von ihm. Ich habe zwei seiner Bücher gelesen, weil mich das interessiert hat, als ich aufs Land gezogen bin. Aber hatte schon bald den Eindruck, dass die ganze Sache etwas Sektiererisches hatte. Dazu die ganzen rechtlichen Auseinandersetzungen (von wegen Klärschlamm auf seinem Grundstück in Salzburg). 1/2
@TheOneSwit @Heinz Und von fachlicher Seite wurde mir eben auch abgeraten: Alles sei sehr dubios. Heißt aber nicht, dass alles mit Permakultur Verbundene falsch, schlecht sein muss. Aber vielen dieser Utopien mangelt es einfach an Realitätsbezug, sie sind eher darauf bedacht, sich selbst zu verkaufen als eine praktikable Lösung für tatsächliche Projekte anzubieten. 2/2
@scheichsbeutel @Heinz
Permakultur ist eigentlich recht sachlich, manche nutzen es halt um ihre Ideologien reinzupacken. Die Rechten unterwandern alles mit ihrem Blödsinn.
Das Buch "was wir für die Erde tun kömnen" von Patrick Whitefield kann ich da eher empfehlen oder Bill Mollison der das ganze entwickelt hat.
@scheichsbeutel @Heinz
Naja, Sepp Holzer ist halt auch nur eine Person, und er verdient sein Geld damit. Permakultur ist aber nicht so dogmatisch und klar gibt es da auch unterschiedliche Ansichten zu einzelnen Themen.
@Heinz @TheOneSwit Ich bin mit dieser Permakultur nicht sehr vertraut, die anfangs so hoch gejubelten Projekte eines Sepp Holzer scheinen aber keineswegs reine Erfolgsgeschichten zu sein. Das hatte weniger mit Landwirtschaft, mehr mit gutem Marketing zu tun.
@Heinz
In der #Permakultur werden die Ökoregionen häufig aufgegriffen, habe im deutschsprachigen Raum ansonsten bisher wenig darüber gefunden. Für die Permakulturplanung hab ich mir viele Infos zu meiner Region gesucht und die verlinkte Seite oben gefunden.
Auch eine Einteilung in Wasserregionen könnte sinnvoll sein.
Bioregionalismus als Begriff habe ich meist eher aus rechtsesoterischen Kreisen gehört, da war ich bisher skeptisch. Ich hatte dazu eher"Ökoregion" aus dem englischen im Kopf.
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Ich bin durch den Circular Metabolism Podcast auf den #Bioregionalismus gestoßen, und hab hier (https://wittenbrink.net/kosmopolitischer-bioregionalismus-gedanken-zu-eine-podcast-mit-mathias-rollot/) und hier (https://wittenbrink.net/staedtisches-wachstum-und-postwachstum-thierry-paquot-im-circular-metabolism-podcast/) dazu gebloggt. Ich bin aber noch ganz am Anfang mit diesem Thema. Ich finde interessant, dass es auch bei dir eine Beziehung zum #SolarPunk gibt – @BlumeEvolution scheint die Verknüpfung von Bioregionalismus und Solar Punk auch nicht abwegig zu finden.
@Heinz @BlumeEvolution
Markus Blume ist mir früher auf Twitter lange gefolgt da hatte ich öfter zu Solarpunk geschrieben und er tauchte irgendwann in der Bubble auf. Auf Mastodon möchte er sich mit mir "Linksdualisten" nicht unterhalten.
@Heinz
Hab grad die Blogs gelesen. Zum Thema Stadtplanung und nutzung urbaner Räume kann ich den Youtube Kanal von Edenicity empfehlen oder das Buch Permaculture City von Toby Hemenway.
https://youtube.com/@edenicity?si=keftzJWg706r0zag