Den Artikel über Cicero, in der Stanford Encyclopedia of Philosophy gelesen (Woolf, 2022). Bei der Lektüre ist mir bewusst geworden: Es gibt eine innere Verbindung zwischen Skeptizismus und Rhetorik. Die skeptische Haltung – auf die Annahme zu verzichten, dass es eine übergreifende, erkennbare Struktur der Realität gibt – ist mit der Erkenntnis verbunden, dass die Plausibilität von Aussagen nicht davon abhängt, dass sie einen für alle Aussagen im Prinzip gleichen Bezug zu einer einheitlich verfassten Wirklichkeit haben, sondern, dass sich die Plausibilität immer in der kommunikativen Interaktion ergibt. Eine plausible Aussage muss sich in der Auseinandersetzung mit anderen plausible Aussagen durchsetzen, und dazu ist immer Rhetorik erforderlich.
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