Charlotte Brives, Pierre Charbonnier und Bruno Latour haben sich in den letzten Wochen zur Coronakrise geäußert. Sie stellen zur Covid-19-Pandemie Fragen wie: In welchem Verhältnis steht die Pandemie zu den großen, miteinander verbundenen ökologischen Krisen? Was verändert sie in unseren Gesellschaften—was zeigt sich in ihr über unsere Gesellschaften? Sie kritisieren die vorschnellen Antworten der nationalstaatlich orientierten Politik, des neoliberalen und auch des herkömmlich linken ökonomischen Determinismus und einer vorgeblich überpolitischen Ökologie. Die Forderung nach einer lokalisierten Zivilgesellschaft, die das Territorium, das Gelände nicht als Außen begreift, sondern sich mit ihm vernetzt, ist für mich das wichtigste Thema nach der ersten Lektüre dieser Texte.

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Mich wundert schon, wie viel sich die kritische Öffentlichkeit in Österreich über einen kleinen Fauxpas von @SebastianKurz ereifert und wie wenig über seine Europapolitik. Da kann er einen Schaden anrichten, den die Grünen nicht mitverantworten dürfen.

„Auf die Bitte … “Lasst uns die Produktion so schnell wie möglich wieder aufnehmen” – müssen wir mit einem Schrei antworten: “Sicher nicht!“. Das Letzte, was wir tun sollten, wäre, wieder alles genau so zu machen, was wir vorher gemacht haben.“