Die Diskussionen über das Google-Rechenzentrum in Kronstorf werden immer wieder als Debatten über Technik geframet. Den Gegnern des Zentrums wird vorgeworfen, sie wollten oder würden gar den technischen Fortschritt in Österreich gefährden. Statt über die wirtschaftlichen und ökologischen Folgen und Kosten des Rechenzentrums für die Region und damit für die Betroffenen wird darüber diskutiert, ob wir KI gut oder nicht gut finden.

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Klar ist für den Energie-AG-Vorstand: „Wer A sagt, muss auch B sagen.
Wer KI jetzt schon verwendet, und wer es in Zukunft noch mehr verwenden
will, und das wollen wir ja alle, dann muss man auch Ja sagen zu diesen
KI-Rechenzentren, zu diesen Datencentern.“

Dieses grammatisch falsche Amalgam von vergifteten Binsenweisheiten könnte aus einer aktuellen Version der Letzten Tage der Menschheit stammen (Wer KI will, „muss auch Ja zu Datencentern sagen“: Oberösterreichs Energiechef in „ZiB 2“ – TV-Tagebuch – derStandard.at › Etat).

Herr Schitter reicht den PR-Bullshit eines US-Konzerns weiter. Als drohe die Apokalypse der Provinzialisisierung, wenn Google seine Angebote in Österreich mit weniger monopolistischer Power durchsetzen müsste. Und als wären die Menschen in Österreich gefragt worden, ob sie „KI“ verwenden wollen.

Fast Company: How Google Grows…and Grows…and Grows: geht ausführlich auf die Unternehmenskultur bei Google ein. (Zitat: "But good failures also are fast. ‚Fail,‘ Holzle says. ‚But fail early.’" ). Interessant ist, wie kohärent Produkt und Unternehmenskultur sind, eine schlagende Bestätigung von Conway’s Law.

onlinejournalism.com über die New.Media Conference 2003, Thema: Tech kids

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