Besser als Michael Sippey kann man kaum sagen, was Social Media Literacy ist:

In short, "media literacy" was focused on creating smarter media consumers; understanding how media’s produced and distributed, the biases behind it, etc. (See also deconstructionism, etc.) "Social media literacy," on the other hand, needs to be focused on creating smarter media producers, who understand the ramifications of a hyper-connected zero-cost-of-distribution world. [this is sippey.typepad.com: jason fortuny and social media literacy]

Eine Kollegin hat mir vor einiger Zeit Watzlawicks Anleitung zum Unglücklichsein geliehen; gestern habe ich das Buch zum ersten Mal zuende gelesen. Man kann es kaum referieren. Fast jeder hat außerdem bereits gelesen, wie Watzlawick die Paradoxien der Kommunikation beschreibt. Aber man kann sich fragen, wo man selbst dafür sorgt, unglücklich zu bleiben — getreu der Devise des Polonius im Hamlet, die Watzlawick zu Beginn zitiert:

Dir selbst sei treu!

Als Web-User kann man auf Arten und Weisen unglücklich sein, die einem mit anderen Kommunikationsmitteln nicht gelingen oder nicht gelungen sind. Der eigene Anteil ist allerdings nicht leicht zu erkennen, denn man trägt am wirkungsvollsten zu seinem Unglück bei, wenn man tut, was man tut, weil die Wirklichkeit so ist, wie sie ist.

Ich habe zum Beispiel selbst immer schon die Neigung gehabt, erst dann etwas selbst zu machen oder zu schreiben, wenn ich alle zu einem Thema verfügbaren Quellen kenne und mich so umfassend wie möglich informiert habe. Bevor ich das Web entdeckt habe, hatte ich vor allem zwei Möglichkeiten, tatsächlich so viele Informationen zu finden, dass ich mit Sicherheit schon damit überfordert war, sie zu ordnen: Bibliotheken und die Lektüre möglichst vieler Zeitungen. (Bibliotheken und Zeitungen kann man noch besser benutzen, um die eigene Aktivität aufzuschieben, wenn man einige Sprachen halb lernt und sich in ihnen erst noch so lange perfektionieren müsste, bis man wichtige Texte im Original lesen kann.) Erst im Web aber erlebe ich in Echtzeit, wie die Informationen zu jedem Thema so schnell anwachsen, dass allein ihre Beobachtung unmöglich ist. Dazu kann ich mich auch noch auf Mittel konzentrieren, diese Informationsmenge zu organisieren, und auch die Informationen über diese Mittel wachsen so schnell, dass ich sie schlicht nie überschauen kann. Um tatsächlich bei jedem Thema zu wissen, was ich alles nicht gelesen habe, und um auch noch zu merken, mit welchen Themen ich mich auch noch beschäftigen könnte oder müsste, kann ich eine wiederum ständig wachsende Zahl von Hilfsmitteln verwenden: von RSS-Readern über Social Bookmark Tools bis hin zu den Life Streams von Leuten, die wie ich darunter leiden, dass das Problem des information overflow unlösbar ist.

Dass sich die Zahl der Informationen nicht mehr überschauen lässt, ist aber nur eine der Tatsachen, an die ich mein Verhalten erfolgreich anpassen kann. Ich muss mir auch darüber im klaren sein, dass das Web und vor allem die wichtigsten Angebote im Web nur entwickelt wurden, um mir etwas zu nehmen — im fast idyllisch einfachen Fall nur mein Geld, in den wirklich hinterhältigen Fällen aber meine Daten und mein geistiges Eigentum. Ich kann zwar nicht vermeiden, dass gut organisierte Kräfte alle Spuren meines digitalen Lebens für ihre Zwecke verwenden: Ich bin so schwach, dass ich mir gegen die Übermacht keinerlei Erfolgsschancen ausrechnen kann. Ich werde also weiterhin Google als Suchmaschine verwenden, Betriebssysteme von Microsoft oder Apple benutzen und Facebook über meine Freundschaften auf dem laufenden halten. Ich tue es aber wenigstens mit schlechtem Gewissen und halte mich mit Watzlawick an die puritanische Devise:

Du darfst tun, was du willst, so lange es dir keinen Spaß macht.

Mir fällt spontan noch eine dritte, ziemlich einfache Möglichkeit ein, unter den Realitäten des Webs zu leiden: Man muss auf objektive technische, ökonomische und gesellschaftliche Trends setzen, über die einen eine Vielzahl von Studien und Experten (darunter Medienwissenschaftler und Zukunftsforscher) auf dem laufenden halten. Mit dieser Methode kann man nicht nur die eigene Urteilskraft ausschalten, sondern auch nach oben offene Summen an Geld verlieren. Mir ist auf diesem Gebiet selbst — mangels Eigenkapital — nicht viel gelungen, aber immerhin konnte ich schon frühere Arbeitgeber, darunter einen Konzern wie Bertelsmann, dabei beobachten, wie sie den Einsichten von Managern und anderen Fachleuten in aktuelle Megatrends gefolgt sind und dabei außer ihrem Kapital auch eine Menge Arbeitsplätze abgebaut haben. (Ich glaube, dass diese dritte Form des objektiv begründeten Unglücks mit einer Haltung zusammen hängt, die Watzlawick am Schluss seines Buchs beschreibt: der, das Leben als Nullsummenspiel anzusehen, in dem ich nur gewinnen kann, was andere verlieren. Je mehr ich versuche, mir meinen Anteil aus einem Kuchen herauszuschneiden, an dem ich selbst nicht mitbacken will, muss ich mich auf das verlassen, was mir andere über das Rezept mitteilen.)

Der Kampf gegen die Informationsüberflutung, das Ringen mit den Datenkraken und das Wissen um Zukunftstrends: drei sichere Methoden, im Web unglücklich zu sein. Unter den Chancen, die das Web bietet, um, wie Watzlawick sagt, nicht anzukommen, liegen sie vielleicht am nächsten; es dürfte aber durchaus noch größere geben.

Haben FriendFeed, Disqus und seesmic etwas gemeinsam? Mir kommen sie wie die nächste Generation von Social Media Tools vor. Auf verschiedene Art sind sie Plattformen für Kommentare und Dialoge — wobei FriendFeed zugleich als Aggregator und seesmic als Videopublikationsplattform funktioniert. Wie ältere Dienste sind sie Publikations- oder Aggregationswerkzeuge für Microcontent, aber weit besser zeigen und ermöglichen sie Beziehungen zwischen (Mikro-)Inhalten. Seesmic gehört vielleicht als Plattform für eine bestimmte Form von Inhalten, nämlich kurze Videos, nicht in dieselbe Kategorie wie die beiden anderen. Aber auch bei seesmic ist nicht das Format wichtig, sondern die Verbindung, der thread, und interessant ist seesmic vor allem als Instrument für Videokommentare. Alle drei sind so entworfen, dass sie so gut wie möglich mit anderen Plattformen und Services zusammenspielen.

Seit dem Schlüsselsatz des Cluetrain Manifests markets are conversations wird wahrscheinlich kein Wort so oft benutzt wie conversation, um auszudrücken, was Webkommunikation von den älteren Medien unterscheidet. Aber erst jetzt werden Tools entwickelt, die der Konversation im Web den Vorrang vor ihren Bestandteilen wie Blogeinträgen und Kommentaren geben.

Heute data-epi-spacing arbeiten data-epi-spacing in data-epi-spacing den data-epi-spacing USA data-epi-spacing 25@@epi_percentage data-epi-spacing weniger data-epi-spacing Journalisten data-epi-spacing als data-epi-spacing vor data-epi-spacing zehn data-epi-spacing Jahren; data-epi-spacing in data-epi-spacing vier data-epi-spacing Wochen data-epi-spacing haben data-epi-spacing gerade data-epi-spacing 4000 data-epi-spacing Angestellte data-epi-spacing von data-epi-spacing US-Zeitungen data-epi-spacing ihren data-epi-spacing Job data-epi-spacing verloren. data-epi-spacing Aus data-epi-spacing Großbritannien data-epi-spacing kommen data-epi-spacing ähnliche data-epi-spacing Schreckensmeldungen. data-epi-spacing Paul data-epi-spacing Bradshaw data-epi-spacing fragt data-epi-spacing deshalb: data-epi-spacing

Should data-epi-spacing journalism data-epi-spacing degrees data-epi-spacing still data-epi-spacing prepare data-epi-spacing students data-epi-spacing for data-epi-spacing a data-epi-spacing news data-epi-spacing industry data-epi-spacing that data-epi-spacing doesn’t data-epi-spacing want data-epi-spacing them?

Die data-epi-spacing Diskussion data-epi-spacing fand data-epi-spacing (und data-epi-spacing findet) data-epi-spacing auf data-epi-spacing seesmic data-epi-spacing statt; data-epi-spacing sie data-epi-spacing beginnt data-epi-spacing mit data-epi-spacing einem data-epi-spacing Statement data-epi-spacing Bradshaws:

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In data-epi-spacing seinem data-epi-spacing Online data-epi-spacing Journalism data-epi-spacing Blog data-epi-spacing hat data-epi-spacing Bradshaw data-epi-spacing die data-epi-spacing Diskussion data-epi-spacing zusammengefasst.

Great data-epi-spacing Decoupling, data-epi-spacing Journalismus data-epi-spacing als data-epi-spacing Prozess

Es data-epi-spacing kommt data-epi-spacing eine data-epi-spacing Fülle data-epi-spacing von data-epi-spacing Statements, data-epi-spacing Erfahrungen data-epi-spacing und data-epi-spacing Ideen data-epi-spacing zusammen, data-epi-spacing äußerst data-epi-spacing anregend data-epi-spacing für data-epi-spacing jeden, data-epi-spacing der data-epi-spacing sich data-epi-spacing fragt, data-epi-spacing wie data-epi-spacing Journalismus data-epi-spacing und data-epi-spacing Journalistenausbildung data-epi-spacing aussehen data-epi-spacing können, data-epi-spacing wenn data-epi-spacing das data-epi-spacing Broadcast-Modell data-epi-spacing der data-epi-spacing Massenmedien data-epi-spacing tatsächlich data-epi-spacing zuende data-epi-spacing geht. data-epi-spacing Zwei data-epi-spacing zentrale data-epi-spacing Formulierungen:

JD data-epi-spacing Lasica data-epi-spacing spricht data-epi-spacing vom data-epi-spacing Great data-epi-spacing Decoupling: data-epi-spacing Journalismus data-epi-spacing löst data-epi-spacing sich data-epi-spacing von data-epi-spacing den data-epi-spacing Behältern, data-epi-spacing die data-epi-spacing ihn data-epi-spacing bisher data-epi-spacing ermöglicht, data-epi-spacing geschützt data-epi-spacing und data-epi-spacing gefangen data-epi-spacing gehalten data-epi-spacing haben. data-epi-spacing

Adam data-epi-spacing Tinworth data-epi-spacing unterscheidet data-epi-spacing Journalismus data-epi-spacing als data-epi-spacing Prozess data-epi-spacing und data-epi-spacing Journalismus data-epi-spacing als data-epi-spacing Produkt, data-epi-spacing ähnlich data-epi-spacing wie data-epi-spacing es data-epi-spacing neulich data-epi-spacing auch data-epi-spacing Mercedes data-epi-spacing Bunz data-epi-spacing getan data-epi-spacing hat.

Journalistische data-epi-spacing Professionalität data-epi-spacing jenseits data-epi-spacing des data-epi-spacing Berufsjournalismus

Zur data-epi-spacing Diskussion data-epi-spacing stehen data-epi-spacing nicht data-epi-spacing so data-epi-spacing sehr data-epi-spacing die data-epi-spacing Inhalte, data-epi-spacing die data-epi-spacing angehenden data-epi-spacing Journalisten data-epi-spacing vermittelt data-epi-spacing werden data-epi-spacing sollen: data-epi-spacing klassische data-epi-spacing journalistische data-epi-spacing skills data-epi-spacing wie data-epi-spacing Schreiben, data-epi-spacing Recherche, data-epi-spacing Interviewtechnik; data-epi-spacing technische data-epi-spacing Fähigkeiten, data-epi-spacing z.b. data-epi-spacing Bild- data-epi-spacing und data-epi-spacing Medienbearbeitung data-epi-spacing und data-epi-spacing Umgang data-epi-spacing mit data-epi-spacing Desktop data-epi-spacing Publishing data-epi-spacing Systemen; data-epi-spacing Social data-epi-spacing Media data-epi-spacing Kompetenz, data-epi-spacing also data-epi-spacing die data-epi-spacing Fähigkeit, data-epi-spacing gemeinsam data-epi-spacing mit data-epi-spacing dem data-epi-spacing einstigen data-epi-spacing Publikum data-epi-spacing zu data-epi-spacing recherchieren data-epi-spacing und data-epi-spacing Debatten data-epi-spacing zu data-epi-spacing führen. data-epi-spacing Änderungen data-epi-spacing gibt data-epi-spacing es data-epi-spacing eher data-epi-spacing in data-epi-spacing der data-epi-spacing Zielsetzung data-epi-spacing und data-epi-spacing im data-epi-spacing Berufsbild. data-epi-spacing Wohl data-epi-spacing die data-epi-spacing meisten data-epi-spacing Teilnehmer data-epi-spacing gehen data-epi-spacing davon data-epi-spacing aus, data-epi-spacing dass data-epi-spacing die data-epi-spacing Fähigkeiten data-epi-spacing professioneller data-epi-spacing Journalisten data-epi-spacing immer data-epi-spacing mehr data-epi-spacing außerhalb data-epi-spacing der data-epi-spacing herkömmlichen data-epi-spacing journalistischen data-epi-spacing Berufsbilder data-epi-spacing gebraucht data-epi-spacing werden, data-epi-spacing z.B. data-epi-spacing bei data-epi-spacing Webagenturen. data-epi-spacing (Journalismus-Fakultäten data-epi-spacing müssen data-epi-spacing sich data-epi-spacing also data-epi-spacing auch data-epi-spacing entsprechend data-epi-spacing vernetzen data-epi-spacing und data-epi-spacing nicht data-epi-spacing nur data-epi-spacing auf data-epi-spacing Partnerschaften data-epi-spacing mit data-epi-spacing etablierten data-epi-spacing Medienhäusern data-epi-spacing und data-epi-spacing Verlagen data-epi-spacing setzen.) data-epi-spacing Immer data-epi-spacing wieder data-epi-spacing wird data-epi-spacing auch data-epi-spacing von data-epi-spacing Entrepreneurship data-epi-spacing gesprochen: data-epi-spacing Eigene data-epi-spacing Unternehmen data-epi-spacing bieten data-epi-spacing oft data-epi-spacing bessere data-epi-spacing Aussichten data-epi-spacing als data-epi-spacing etablierte data-epi-spacing Verlagshäuser data-epi-spacing und data-epi-spacing Rundfunkanstalten.

Einstellungen data-epi-spacing sind data-epi-spacing wichtiger data-epi-spacing als data-epi-spacing Fähigkeiten

Mark data-epi-spacing Comersford data-epi-spacing unterstreicht, data-epi-spacing dass data-epi-spacing potenzielle data-epi-spacing Arbeitgeber data-epi-spacing mehr data-epi-spacing auf data-epi-spacing den data-epi-spacing mind data-epi-spacing set data-epi-spacing als data-epi-spacing auf data-epi-spacing den data-epi-spacing skill data-epi-spacing set data-epi-spacing von data-epi-spacing Bewerbern data-epi-spacing achten. data-epi-spacing Das data-epi-spacing ist data-epi-spacing zwingend: data-epi-spacing Die data-epi-spacing Technik data-epi-spacing ändert data-epi-spacing sich data-epi-spacing alle data-epi-spacing paar data-epi-spacing Jahren data-epi-spacing radikal, data-epi-spacing und data-epi-spacing Journalismus data-epi-spacing wird data-epi-spacing immer data-epi-spacing weniger data-epi-spacing isoliert data-epi-spacing von data-epi-spacing Publikum data-epi-spacing und data-epi-spacing Betroffenen data-epi-spacing betrieben; data-epi-spacing Medienprofis data-epi-spacing müssen data-epi-spacing mit data-epi-spacing diesen data-epi-spacing Veränderungsprozessen data-epi-spacing umgehen data-epi-spacing und data-epi-spacing mit data-epi-spacing wechselnden data-epi-spacing und data-epi-spacing unterschiedlichen data-epi-spacing Gruppen data-epi-spacing kommunizieren data-epi-spacing können. data-epi-spacing Auch data-epi-spacing die data-epi-spacing Hartnäckigkeit data-epi-spacing in data-epi-spacing der data-epi-spacing Recherche data-epi-spacing und data-epi-spacing der data-epi-spacing Wille, data-epi-spacing komplexe data-epi-spacing Zusammenhänge data-epi-spacing selbst data-epi-spacing zu data-epi-spacing verstehen data-epi-spacing und data-epi-spacing verständlich data-epi-spacing darzustellen, data-epi-spacing sind data-epi-spacing in data-epi-spacing erster data-epi-spacing Linie data-epi-spacing eine data-epi-spacing Sache data-epi-spacing der data-epi-spacing Einstellung, data-epi-spacing unabhängig data-epi-spacing vom data-epi-spacing Medium, data-epi-spacing in data-epi-spacing dem data-epi-spacing man data-epi-spacing arbeitet. data-epi-spacing Sie data-epi-spacing lassen data-epi-spacing sich data-epi-spacing kaum data-epi-spacing direkt data-epi-spacing lehren, data-epi-spacing sondern data-epi-spacing nur data-epi-spacing auf data-epi-spacing einer data-epi-spacing Metaebene data-epi-spacing vermitteln. data-epi-spacing Sie data-epi-spacing werden data-epi-spacing nicht data-epi-spacing über data-epi-spacing die data-epi-spacing Inhalte, data-epi-spacing sondern data-epi-spacing über data-epi-spacing den data-epi-spacing Kontext data-epi-spacing mitgeteilt, data-epi-spacing in data-epi-spacing dem data-epi-spacing die data-epi-spacing Inhalte data-epi-spacing unterrichtet data-epi-spacing werden.

Recherche data-epi-spacing via data-epi-spacing Seesmic-Panel

Eine data-epi-spacing Schlussbemerkung: data-epi-spacing Die data-epi-spacing Diskussion, data-epi-spacing die data-epi-spacing Bradshaw data-epi-spacing angestoßen data-epi-spacing hat, data-epi-spacing ist data-epi-spacing selbst data-epi-spacing ein data-epi-spacing exzellentes data-epi-spacing Beispiel data-epi-spacing für data-epi-spacing Journalismus data-epi-spacing als data-epi-spacing Prozess. data-epi-spacing Die data-epi-spacing Recherche data-epi-spacing wird data-epi-spacing mit data-epi-spacing Betroffenen data-epi-spacing und data-epi-spacing Interessierten data-epi-spacing gemeinsam data-epi-spacing durchgeführt, data-epi-spacing die data-epi-spacing journalistische data-epi-spacing Arbeit data-epi-spacing ist data-epi-spacing in data-epi-spacing allen data-epi-spacing Phasen data-epi-spacing nachvollziehbar data-epi-spacing und data-epi-spacing transparent; data-epi-spacing sie data-epi-spacing endet data-epi-spacing nicht data-epi-spacing mit data-epi-spacing einem data-epi-spacing fertigen data-epi-spacing Produkt, data-epi-spacing sondern data-epi-spacing mit data-epi-spacing offenen data-epi-spacing Fragen, data-epi-spacing die data-epi-spacing von data-epi-spacing anderen data-epi-spacing aufgegriffen data-epi-spacing werden data-epi-spacing können. data-epi-spacing Die data-epi-spacing Video-Konversation-Plattform data-epi-spacing seesmic data-epi-spacing beweist data-epi-spacing ihre data-epi-spacing Tauglichkeit data-epi-spacing im data-epi-spacing journalistischen data-epi-spacing Werkzeugkasten. data-epi-spacing

Als Versuch habe ich bei Lost and Found das Kommentarsystem Disqus eingebaut. Damit sind Threads bei Kommentaren und — wenn man sich bei seesmic anmeldet — auch Video-Kommentare möglich. Wer sich bei Disqus registriert, kann alle eigenen Kommentare verfolgen und sie in seinen FriendFeed integrieren.

Leider habe ich noch keine Möglichkeit gefunden, die letzten Kommentare in der Sidebar anzuzeigen. Aber wenn es ein entsprechendes Widget nicht schon gibt, wird es nicht lange auf sich warten lassen.

Update, 13:11: Dank zeroks Kommentar konnte ich das Widget mit den letzten Kommentaren einrichten. Dringende Reparaturen (Archiv, Suche) müssen leider noch etwas warten.

Disqus funktioniert bei Typepad im Augenblick nur, wenn man die Advanced Templates benutzt. Widgets u.ä. müssen dann im Quelltext eingebaut werden.

Am Wochenende habe ich mit meinem Vater telefoniert. Er liest mein Blog und hat mir eine ganz einfache Frage gestellt: Was ist denn eigentlich Hypertext?. Mit dieser Frage müsste ich eigentlich in jedem neuen Jahrgang meinen Unterricht beginnen, aber ich habe ich ihr allein noch nie eine Stunde gewidmet. Hier ein erster Versuch einer Antwort. Sie ist etwas trockener ausgefallen als zunächst beabsichtigt, aber als alten Philologen wird das meinen Vater hoffentlich nicht stören: Was ist Hypertext?

Wer jemals auf einer Webseite auf ein Link geklickt hat wie dieses, weiß, wie man mit Hypertext (englische Aussprache hier) umgeht. Wie legt man ein solches Link an? Die Erklärung ist vielleicht etwas trocken, aber sie erleichtert es zu verstehen, um was es sich bei Hypertext handelt.

Die meisten Webseiten sind in HTML geschrieben, einem Code zum Verfassen von Hypertext. Bei einem HTML-Dokument wie dem, das ich hier gerade schreibe, stellt der Browser Code wie den folgenden als Link (oder Hyperlink) dar:

<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hypertext"
title="Hypertext – Wikipedia">dieses</a>

Das Wort dieses ist mit zwei Tags — das sind die Zeichenketten in den Spitzklammern, englische Aussprache hier — als Links ausgezeichnet oder markiert. Die hintere Auszeichnung, das Schlusstag </a>, sagt nur, dass der markierte Bereich zu Ende ist. Die vordere Auszeichnung, das Starttag, hat mehrere Funktionen. Der Buchstabe a (eigentlich ein Elementnamen), sagt, dass es sich bei dem markierten Textteil dieses um ein Link handelt, eine Verknüpfung mit anderen Informationen. Ein Webbrowser gibt ein solches Link in der Regel farbig und unterstrichen wieder; wenn man mit der Maus darüberfährt, verändert sich der Cursor in eine Hand mit ausgestrecktem Zeigefinger. (Das a steht für das englische Wort anchor, Anker.) Die beiden Zeichenketten href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hypertext" und title="Hypertext – Wikipedia" sind Attribute. Der Wert des ersten Attributs — die Zeichenkette http://de.wikipedia.org/wiki/Hypertext" — bezeichnet eine bestimmte Ressource im Web; nämlich den Artikel über Hypertext in der deutschsprachigen Wikipedia. Wenn ich im Browser auf das Link klicke, öffnet sich dieser Artikel. Der Wert des zweiten Attributs — Hypertext – Wikipedia — sagt mir, um welche Ressource es sich handelt. Wenn ich das Link mit der Maus überfahre, öffnet sich ein ganz kleines Fenster und gibt mit diesen Titel an. Die Buchstabenkette href, der Name des ersten Attributs, steht für hyper reference, deutsch: Hyper-Verweis. Ein Webbrowser, also die Software, mit der ich ein HTML-Dokument lese, ist dazu in der Lage, diesem Verweis zu folgen und sein Ziel darzustellen, im selben oder in einem anderen Browserfenster. Dazu braucht er natürlich sehr viel Infrastruktur, um die es hier jetzt nicht geht.

Ein HTML-Dokument — also ein Text, der in der Hypertext Markup Language geschrieben ist — wird durch Links zu Hypertext. Hypertext ist nicht einfach Text, der mit anderem Text verknüpft ist. Jeder Text bezieht sich auf andere Texte; die Intertextualität ist ein altes Thema in Sprachwissenschaft, Linguistik und Philosophie. Das Besondere an Hypertext ist, dass ich der Verknüpfung sofort folgen kann, dass ich die Verweise nicht nur in meinem Kopf realisiere — eventuell mit Hilfe von Büchern oder anderen Texten, die ich mir besorgt habe. Mit Hypertext habe ich es zu tun, wenn ich — z.B. indem ich auf ein Link klicke — direkt von dem Text, den ich lese, zu einem anderen Text übergehen kann, auf den der erste Text verweist. Aber auch diese Übergangsmöglichkeit reicht eigentlich nicht aus, um Hypertext zu definieren: Zwei Texte die aufeinander verweisen und die nebeneinander vor mir auf dem Tisch liegen, machen noch keinen Hypertext. Zum Hypertext gehört, dass der eine Text die Verbindung zum anderen (das Link) in sich enthält. Goethes Werther ist kein Hypertext, weil ich auf ihn verlinke; aber dieses Link macht meinen Text hypertextuell.

Hypertext ist Text, der mir als Leser die technische Möglichkeit bietet, die Lektüre sofort durch andere Texte, Textpassagen oder Informationen als die unmittelbar benachbarten fortzusetzen. Dabei verknüpft die Autorin nur bestimmte Teile eines Texts mit bestimmten Zielen. Als Leser kann ich diese Verknüpfungen realisieren, muss es aber nicht. Hypertext ist interaktiver Text; ich kann, über das Lesen hinaus, etwas mit ihm machen, Informationen mit ihm ansteuern. Ein Hypertext-Dokument kann ich — selbst wenn es nur ein einziges Link enthält — nicht nur lesen, sondern als Anwendung oder Programm benutzen.

Die Ausdrücke Anwendung und Programm stammen aus der Informatik; Hypertext wird mit Computern (im weitesten Sinn) geschrieben und rezipiert. Das bedeutet aber nicht, dass es sich bei Hypertext um so etwas wie Computertext handelt; Computer werden dazu benutzt, um Hypertexte zu verwirklichen, so wie sie auch dazu benutzt werden, Berechnungen durchzuführen. Hypertexte sind Texte, die die Möglichkeit bieten, mit Informationen zu interagieren, die mit Computern (und Netzwerken) in Echtzeit produziert oder bereitgestellt werden.

Noch zwei Hinweise:

Den Ausdruck Hypertext hat Ted Nelson in der 60er Jahren des letzten Jahrhunderts geprägt. Das Konzept selbst ist älter; oft wird Vannevar Bushs Aufsatz As We May Think von 1945 als erste Beschreibung eines Hypertext-Systems genannt. Durchgesetzt hat sich Hypertext durch das World Wide Web, das nichts anderes ist als ein weltweites Hypertext-System auf der Basis des Internet. (Das Internet ist mit dem World Wide Web nicht identisch; Email ist zum Beispiel auch ein Teil des Internet, hat aber mit dem WWW ursprünglich nichts zu tun.) Im World Wide Web wurde bei weitem nicht alles verwirklicht, was Ted Nelson und andere Vordenker des Hypertexts entworfen haben. Umgekehrt bestimmt vor allem die Entwicklung des WWW, was heute Hypertext ist. Zur Zeit wird die fünfte Version von HTML definiert; HTML ist nach wie vor das wichtigste technische Format für Hypertext, aber nicht das einzige.

Formulierungen wie As we may think oder Ted Nelsons Motto SOMEBODY’S GOT TO DISAGREE legen es nahe: Hypertext ist eine Sache der Leute, die Jean-Pol Martin Weltverbesserer nennt. So wie der Buchdruck eine Kulturrevolution ausgelöst hat, tut es heute der Hypertext — und dieser Wirkung haben seine Vordenker beabsichtigt. Links unterstützen vernetztes, nichtlineares Denken; sie verbinden nicht nur Texte, sondern auch Menschen. Das Video The Machine is Us von Michael Wesh beschwört das utopische Potenzial, das der Hypertext noch nicht verloren hat:

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[Erste Version dieses Textes: 23.7.2008]

Heute habe ich (als Gast) eine Doppelstunde Medienethik unterrichtet. Nicht ungern, denn ich kann dabei an mein — unterbrochenes — Philosophiestudium anschließen. Ich glaube allerdings nicht, dass es so etwas wie eine eigene Medienethik gibt. Wenn man überhaupt ethische Regeln begründen kann, gelten sie überall, schon der Ausdruck Medienethik gehört für mich in eine gemeinsame Schublade mit Sexualmoral, Grundwerten und anderern Verlegenheitskomposita.
Trotzdem habe ich versucht, den Studenten so etwas wie Richtlinien oder Werte für soziale Medien vorzuschlagen. Ich bin allerdings nicht sicher, ob es sich dabei überhaupt um ethische Begriffe handelt, und vielleicht gehören sie auch nicht auf dieselbe Ebene. An drei ethischen Prinzipien kann man sich möglicherweise bei Webmedien orientieren:

  1. Transparenz
  2. Dialogbereitschaft
  3. Respekt

Keiner dieser Werte betrifft nur Online-Medien (aber woher sollten auch eigene Werte für Online-Medien stammen?) Aber alle drei gehen Online-Medien in einer besonderen Weise an.

Transparenz ist ein Wert, der bei anderen Medien und jenseits anderer Medien nur bedingt gilt, weil dort schlicht begrenzt ist, wieviel publiziert werden kann. In einer Zeitung erwarte ich keine Fussnoten; es ist auch nicht möglich, dass eine Journalistin alle Details ihrer Recherche publiziert. Online ist es dagegen möglich, die Genese einer Publikation mitzupublizieren, und auch wenn sich dafür nur wenige interessieren werden — es gibt keine Grund sie nicht zu veröffentlichen. So haben alle Leser/User wenigstens eine Gelegenheit nachzuvollziehen, wie ein bestimmtes Ergebnis zustande gekommen ist. Erst recht ist bei einem Online-Medium zu erwarten, dass alle möglichen Befangenheiten einer Autorin offen gelegt werden.

Dialogbereitschaft gehört wahrscheinlich zu jeder Form von Ethik; sie ist eine Voraussetzung ethischen Argumentierens. Soziale Medien bauen aber direkt auf ihr auf. Dialogbereitschaft bedeutet dabei, dass es immer möglich sein muss, dass Leser und Betroffene antworten. Ich muss also so arbeiten, dass ich dem anderen seine Fähigkeit zu antworten nicht nehme oder abspreche, etwa durch verletzende Polemik. Die Dialogbereitschaft kann erst aufhören, wo der Adressat nicht zum Dialog willens oder fähig ist. Soziale Medien sollten also vorsichtiger sein als herkömmliche Massenmedien, die nicht auf Antworten ihrer Nutzerinnen angelegt sind; bashing ist in ihnen mindestens schlechter Stil, auch wenn sie dadurch gegenüber der älteren Konkurrenz an Prägnanz verlieren.

Respekt ist für mich der schwierigste der drei Begriffe, aber der entscheidende. Mit Respekt meine ich Rücksicht auf die Bereitschaft oder Fähigkeit, Publikationen über sich zu ertragen. Warum ist es verwerflich, Hinrichtungsvideos zu publizieren oder anzusehen? Es wird dabei etwas veröffentlicht, das nicht öffentlich gemacht werden soll, die Publikation ist ein Teil der Entwürdigung, die das eigentliche Ziel jeder Hinrichtung ist. Es wird ein Tabu gebrochen — vielleicht geht es hier um einen Bereich jenseits oder diesseits einer rationalen ethischen Argumentation. Respektlos ist es aber auch — um ein viel alltäglicheres Beispiel zu nennen –, in Konversationen einzugreifen, um ein Produkt zu verkaufen. Die Frage des Respekts stellt sich bei Online-Medien besonders heftig, weil sie die tradionellen Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem verschieben oder sogar aufheben. Schon die Publikation eines Namens oder Bildes kann respektlos sein.

Sicher kann man Transparenz, Dialogbereitschaft und Respekt nicht voneinander trennen. Die Perspektive ist bei diesen drei Prinzipien aber unterschiedlich: Transparenz betrifft die Autorin selbst, Dialogbereitschaft ihr Verhältnis zu ihrem Publikum und Respekt die Beziehung zu Dritten, über die publiziert wird. Vielleicht forden sich die drei Werte deshalb gegenseitig.

[Letzte Version: 7.6.2007]

Am Dienstag bin ich mit dem Zug von München nach Graz gefahren. Ich habe keine UMTS-Karte und war offline — eine Gelegenheit, mir Gedanken über das Thema zu machen, auf das der Untertitel dieses Blogs hinweist: Bildung im Web, online-literacy oder — für mich die beste Alternative: network literacies. Was ist mit literacy im Web gemeint? Ich bin mit dem Thema noch lange nicht fertig; ich habe eine page dafür angelegt, die ich gelegentlich aktualisieren möchte, und ich bitte um Kommentare: Wozu network literacies?

network literacies sind eine Form der Bildung, und Bildung bedeutet immer Teilhabe an Kommunikation. Wer nicht genug gebildet ist, kann an Kommunikation, die für ihn wichtig sein könnte, nicht oder nicht ausreichend teilnehmen. Wer nicht humanistisch gebildet ist, findet keinen Zugang zu einem Teil der literarischen Tradition. Selbst der altertümliche Ausdruck Herzensbildung meint die Teilhabe an der Gefühlen anderer, die durch Erfahrung und Erziehung kultivierte Fähigkeit, sich in andere einzufühlen.

Bildung als Teilhabe

Wer nicht über network literacies verfügt, kann die Netzmedien, kann das Internet und die mit ihm amalgamierten mobilen Medien nicht ausreichend nutzen, um an wichtigen Gebieten der gesellschaftlichen und privaten Kommunikation teilzuhaben. Umgekehrt: network literacies sind die Fähigkeiten oder die Kompetenzen, die man benötigt, um an der auf dem Internet und mobiler Kommunikation beruhenden aktuellen Zivilisation teilzunehmen. Der Ausdruck meint also einerseits technische Fähigkeiten. Andererseits bezieht er sich aber auf die Kompetenz, diese Fähigkeiten kommunikativ zu verwenden. Das lässt sich durch eine Analogie mit der humanistischen Bildung verdeutlichen. Zur humanistischen Bildung gehören technische Fähigkeiten, z.B. ein gewisses Maß an Kenntnis antiker Sprachen. Die humanistischen Bildung besteht aber nicht in diesen technischen Fähigkeiten sondern in der Kompetenz, sie situationsbezogen zu benutzen. Und diese Kompetenz, sie situationsbezogen zu benutzen, hängt von einem sozialen Wissen um das, was möglich und angemessen ist, ab.

Eine Umwelt mit einem Netzwerk teilen

Wer network literacies besitzt, kann Situationen so übersetzen, dass er als Angehöriger einer im Netz kommunizierenden Gruppe mit ihnen umgehen kann. Christoph Chorherr hat gezeigt, dass er die Ausgangssituation der Grünen im österreichischen Wahlkampf so interpretieren kann, dass eine im Netz kommunizierende Gruppe, nämlich die österreichische Blogger-Szene, produktiv an ihr mitarbeitet. Dazu gehören technische Kenntnisse: Chorherr weiß, wie man ein Weblog schreibt. Diese technische Fähigkeit allein reicht aber nicht, um andere Blogger dazu zu bringen, Ideen für den grünen Wahlkampf zu entwickeln. Chorherr verwendet seine technischen Fähigkeiten, um mit anderen ein Problem zu lösen — anders gesagt: um eine Situation in ein mit anderen lösbares Problem zu verwandeln. Die Situation wird damit zur Umwelt eines Netzwerks (Netzwerk hier verstanden als eine Form der sozialen Organisation), und das Netzwerk verändert sich, indem es sich auf diese Umwelt bezieht.

Technisches und soziales Wissen

Wenn diese Überlegung richtig ist, gehören zu den network literacies zwei Komponenten: einerseits technische (zu denen ich auch die sprachlichen und gestalterischen rechne) und andererseits soziales Wissen. Das soziale Wissen besteht in der Fähigkeit, in einer online kommunizierenden Gruppe auf Situationen zu reagieren bzw. darin, Situationen in einer online kommunizierenden Gruppe zu interpretieren. Geht man von Clay Shirkys Stufen der Gruppenbildung aus — Teilen, Kollaboration, kollektive Aktion — dann beginnen network literacies mit der Fähigkeit, Informationen online so zu teilen, dass die Möglichkeiten der Gruppenmitglieder gesteigert werden. Sie setzen sich fort in den Fähigkeiten, gemeinsam etwas zu schaffen und gemeinsam Ziele zu erreichen, z.B. politisch zu agieren.

Probleme lösbarer machen

Was erspare ich Menschen, denen ich network literacies vermittele? Sie können spezifische Probleme leichter lösen, weil sie von Gruppen unterstützt werden, mit denen sie online (aber meist nicht nur online) verbunden sind. Sie werden nicht versuchen, auf Situationen, die sich in die Umwelt einer online agierenden Gruppe übersetzen lassen, zu antworten, indem sie sich individuell anstrengen oder Organisationsformen aus der analogen Welt anwenden. Sie nutzen die Ressourcen online kommunizierender Gruppen und stellen ihre Ressourcen einem Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Ich nehme meine eigene Situation als Lehrender als Beispiel: auf network literacies greife ich in dem Maß zurück, in dem ich Situationen, die ich im Unterricht bewältigen muss, in die Umwelt der online vernetzten learning community des Studiengangs, in dem ich arbeite, übersetze; zu ihr gehören viele Studierende und eine hoffentlich wachsende Zahl von Lehrenden. Die Studenten untereinander und ich als Lehrender können uns über Lernziele, Probleme, Bedarf nach zusätzlichen Informationen und wichtige Nachrichten auf dem Laufenden halten und uns gegenseitig unterstützen. Eine zweite — mit der ersten verschränkte — Gruppe bilden die Menschen außerhalb des Studiengangs, mit denen ich via Blog, Twitter oder Facebook in Verbindung stehe. Auch mit ihnen teile ich Fragestellungen, Interessen und Probleme. Um die Ressourcen beider Gruppen zu nutzen und ihnen meine Ressourcen zur Verfügung zu stellen, reicht technisches Wissen allein nicht aus. Ich muss besondere, individuelle Situationen in und für ein Netzwerk interpretieren.

[Letzte Version: 17. Juli 2008]