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Politische Ökologie und terrestrische Zvilgesellschaft—Charlotte Brives, Pierre Charbonnier und Bruno Latour zur Covid-19-Pandemie

Charlotte Brives, Pierre Charbonnier und Bruno Latour haben sich in den letzten Wochen zur Coronakrise geäußert. Sie stellen zur Covid-19-Pandemie Fragen wie: In welchem Verhältnis steht die Pandemie zu den großen, miteinander verbundenen ökologischen Krisen? Was verändert sie in unseren Gesellschaften—was zeigt sich in ihr über unsere Gesellschaften? Sie kritisieren die vorschnellen Antworten der nationalstaatlich orientierten Politik, des neoliberalen und auch des herkömmlich linken ökonomischen Determinismus und einer vorgeblich überpolitischen Ökologie. Die Forderung nach einer lokalisierten Zivilgesellschaft, die das Territorium, das Gelände nicht als Außen begreift, sondern sich mit ihm vernetzt, ist für mich das wichtigste Thema nach der ersten Lektüre dieser Texte.

Ich bin vor längerer Zeit auf Latour gestoßen, als ich einen Text übersetzt habe, den Charlotte Brives und er zusammen verfasst haben (Brives and Latour 2007). Charbonnier ist mir vor zwei Jahren zum ersten Mal über seine Gespräche mit Philippe Descola (Descola and Charbonnier 2017) begegnet. Auch wenn ich Texte dieser Tradition hier schon oft verlinkt habe: Ich versuche mich immer noch damit vertraut zu machen, wie in ihnen argumentiert wird, und dazu ist die Auseinandersetzung mit der aktuellen Pandemie eine gute Gelegenheit.

Pierre Charbonnier hat Médiapart ein langes Interview gegeben: «Cette épidémie électrise la gauche» (Charbonnier and Confavreux 2020). Charlotte Brives hat gleich zu Anfang der Krise in einem Essay die Metapher des Kriegs gegen das Virus kritisiert. Sie hat das neoliberale Gesellschaftsmodell angegriffen, weil es das Prekäre der Koexistenz mit unterschiedlichsten Formen des Lebens, und darunter den Viren, leugnet und auf Konkurenz und Kampf setzt: The politics of Amphibiosis: the war against viruses will not take place (Brives 2020b, vorher französisch Brives (2020a)). Bruno Latour hat in Interviews und eigenen Texten gefragt, wie sich unsere Gesellschaften durch das Coronavirus verändern, und davor gewarnt, die Pandemie als Vorbild für den Umgang mit der Klima- und der Biodiversitätskrise misszuverstehen: Bruno Latour : «Face à la crise écologique, nous avons fait exactement ce qu’il ne faut pas faire» (Latour and Sardier 2020), dazu: Bruno Latour : le Covid comme crash-test (Sardier and Latour 2020). In einem inzwischen in vielen Sprachen publizierten Text fordert Latour dazu auf, die Krise als Chance zu benutzen und wie in den Cahiers de Doléances des 18. Jahrhunderts zu erfassen, in welchen Beziehungsgeflechten wir und die Gebiete stehen, in denen wir leben, und auf welche von diesen Beziehungen wir angewiesen sind: Where to land after the pandemic? A paper and now a platform (Manuskript der Erstversion: Latour 2020).

Latour, Charbonnier und Brives bilden trotz aller Verbindungen keine Schule, und ich will sie nicht auf Positionen reduzieren, die ihnen gemeinsam sind. Ich versuche gerade, diese Texte zusammen zu lesen und zu verstehen—ich verwende dabei aber nur eines von vielen möglichen Lektüre-Rastern. Zu beobachten, wie diese Autorinnen und Autoren über die aktuelle Pandemie reflektieren, erleichtert den Zugang zu einer intellektuellen Tradition, die in der deutschsprachigen Diskussion leider bisher nur eine marginale Rolle spielt.

Brives, Latour und Charbonnier verbindet, dass sie die Gesellschaft nicht als Totalität verstehen, die man auf ein Prinzip oder fundamentale Regeln zurückführen kann, aus denen sich mit einer Art Notwendigkeit ergibt, wie sie auf Krisen und andere Ereignisse reagiert.

Unsere sozio-technische Welt besteht also aus oft heterogenen Ansammlungen von Techniken und Regierungsweisen, die nebeneinander bestehen und gleichzeitig aus verschiedenen Zeitaltern stammen. (Donc notre monde socio-technique est fait d’assemblages souvent hétéroclites de techniques et de façons de gouverner qui coexistent tout en étant issues de temporalités différentes.)

(Charbonnier and Confavreux 2020, übersetzt mit Hilfe von https://www.deepl.com/translator)

Außerdem sind für sie nicht nur Kollektive von Menschen soziale Phänomene, sondern Kollektive von menschlichen und nichtmenschlichen Akteuren, die sich durch neue Akteure und Verbindungen zwischen ihnen verändern.

Ich möchte den Begriff des Kapitalismus nicht von vornherein verwerfen, aber ich glaube, dass wir unsere Überlegungen zur politischen Ökonomie jetzt mit guten Kenntnissen der Verbindungen zwischen Menschen und Nichtmenschen verbinden müssen, Kenntnissen, die aus der Wissenschafts- und Technikgeschichte, der Umweltgeschichte, der Soziologie der wissenschaftlichen Konflikte und der Anthropologie der Natur stammen. (je ne tiens pas spécialement à congédier la notion de capitalisme, mais je crois surtout que l’on doit à présent associer notre réflexion sur l’économie politique à une bonne connaissance des assemblages entre humains et non-humains, connaissance qui nous vient de l’histoire des sciences et des techniques, de l’histoire environnementale, de la sociologie des controverses, de l’anthropologie de la nature.)

(Charbonnier and Confavreux 2020, übersetzt mit Hilfe von https://www.deepl.com/translator)

Charbonnier spricht im letzten Kapitel seines neuen Buchs (Charbonnier 2020) von einer Bewegung der Symmetrisierung der Faktoren, die die Überlegenheit der wissenschaftlichen Rationalität, Europas oder der Moderne begründen sollten, mit ihren Gegenstücken oder ihrem Anderen wie der Natur, anderen Ontologien, den Territorien des globalen Südens, der Ausbeutung der fossilen Energien. Zu dieser Symmetrisierung gehört es, die besonderen Rollen des Menschen in der Analyse der Gesellschaft aufzulösen. Vielleicht kann man die Texte von Latour, Brives und Charbonnier mit der Frage lesen, wie sich die Covid-10-Pandemie ausgehend von einem der Symmetrisierung verpflichteten Denken (oder der symmetrischen Anthropologie (Latour 2010) Latours) interpretieren lässt.

Covid-19 und neue soziale Konfigurationen

Die Coronakrise verändert die Gesellschaft durch neue Akteure (wie das Virus), neue Verbindungen und neue Rollenverteilungen.

Auf der Mikroebene erleben wir plötzlich die außerordentliche Überraschung, dass die Beziehungen zu Kollegen, Mitarbeitern oder Verwandten völlig anders sind, weil einige davon betroffen sind. Diese Umverteilung der Rollen, die ich einmal als “Umverteilung der Assoziationen zwischen Menschen und Nicht-Menschen” bezeichnet habe, ist klassisch. Es ist ihre Geschwindigkeit, die sich hier ändert, sowie die unglaubliche Vielfalt der Reaktionen je nach dem betrachteten Gebiet. (A une échelle micro, brusquement, on a l’extraordinaire surprise de voir que les relations avec des collègues, des employés ou des proches sont totalement différentes parce que certains sont affectés. Cette redistribution des rôles, ce que j’ai appelé autrefois «la redistribution des associations entre humains et non-humains», est classique. C’est sa rapidité qui change ici, ainsi que l’incroyable diversité de réactions en fonction du terrain considéré.)

(Latour and Sardier 2020, übersetzt mit Hilfe von https://www.deepl.com/translator)

Die scheinbare Einheit des Virus, das die ganze Welt bedroht, verbirgt, dass Gesellschaften, Gruppen und Individuen sich auf unterschiedliche Weisen mit dem Virus verbinden.

Und es ist wichtig, die Tatsache zu betonen, dass die Folgen des “Eindringens” dieses Virus äußerst unterschiedlich sind—je nach dem Zustand des Immunsystems eines Individuums, je nach sozialer Klasse, Geschlecht, Rasse, der vom jeweiligen Gesundheitssystem verfolgten Politik, der unterschiedlichen Art und Weise, wie ein Land zuvor Epidemien erlebt hat, und so weiter. (And it is important to emphasise the fact that the consequences of this virus’ ‘intrusion’ are extremely variable – depending on the state of an individual’s immune system, depending on social class, gender, race, the policies being followed by the relevant health system, the different ways a country has previously experienced epidemics, and so on.)

(Brives 2020b, übersetzt mit Hilfe von https://www.deepl.com/translator)

Für solche Veränderungen gibt es aber Vorbilder, etwa in der Bekämpfung der Infektionskrankheiten durch die damals moderne Medizin, mit der sich Latour intensiv beschäftigt hat. Pierre Charbonnier verweist auf den französischen Politiker Léon Bourgeois und besondere Formen der Solidarität in der Gesellschaft, die sich in Verbindung mit der modernen Hygiene etablieren.

Bourgeois behauptet, dass Pasteur einer der Gründerväter der Republik ist, denn durch die Identifizierung von Mikroben hat er uns gezeigt, dass die Verbindung zwischen uns nicht nur ideal, sondern auch biologisch ist: Jeder ist potentiell eine Infektionsquelle für den anderen, Krankheit ist eine kollektive Verantwortung, die greifbarste Grundlage der Solidarität, die de facto zwischen uns besteht. (Bourgeois affirme que Pasteur est un père fondateur de la République, car en identifiant les microbes, il nous a montré que le lien entre nous n’est pas seulement idéel, mais aussi biologique : chacun étant potentiellement pour l’autre une source d’infection, la maladie est une responsabilité collective, le socle le plus tangible de la solidarité qui existe de fait entre nous.)

(Charbonnier and Confavreux 2020, übersetzt mit Hilfe von https://www.deepl.com/translator)

Koexistenz mit dem Virus statt Triumphalismus

Es ergibt sich aus solchen Analysen, dass die Coronakrise nicht durch eine Rückkehr zu dem Zustand davor abgelöst werden kann. Die Akteure und Konstellationen, die zu ihr geführt haben und die in ihr entstanden sind, werden nicht verschwinden, auch wenn sie sich weiter verändern. Es besteht also kein Anlass für Triumphalismus. Der Anspruch, die Krise ungeschehen machen zu können, ist Ausdruck der Unterdrückung oder Verdrängung der kontingenten und materiellen Bedingungen der neoliberalen Wirtschaft und Gesellschaft. Der Trimphalismus des wirtschaftsliberalen Präsidenten Macron oder der großen Internetfirmen (in Frankreich gern GAFAs genannt: Google, Apple, Facebook, Amazon) suggeriert, die Territorien und den Planeten, auf denen wir leben, ersetzen zu können: durch einen souveränen Staat und durch einen Globus, der nur in der liberalen Ideologie existiert und existieren kann.

Carlotte Brives übernimmt die Idee der Amphibiose, als die der Microbiologe Theodor Rosebury die wechselnde und dynamische Natur der Beziehungen charakterisiert, welche verschiedene biologische Entitäten je nach Raum und Zeit aufrechterhalten (Brives 2020b).

Verpatzte Probe für die Klimakrise

Gerade weil es sich bei der Coronakrise um eine spezifische und nicht auf andere reduzierbare Krise handelt, lässt sich weniges von ihr direkt auf die Klima- und die Biodiversitätskrise übertragen—auch wenn die Coronakrise ihrerseits in vielen Beziehungen zu diesen Krisen steht. Die Coronakrise hat den Nationalstaat als Akteur in einer Weise mobilisiert, die sich viele vorher nicht vorstellen konnten. Gegenüber der Klima- und der Biodiversitätskrise ist aber der Nationalstaat machtlos. Diese Krisen sind noch weniger als SARS-2 auf Staatsgebiete begrenzbar. Sie werden durch Beziehungen zwischen Territorien ausgelöst, die nicht viel mit den Grenzen der Staaten zu tun haben. Sie erforden eine Politik, die sich an der Vernetzung der Gebiete ausrichtet, die wir für unser Leben brauchen, von der Mikroebene (wovon in unserer Nähe können wir uns ernähren?) bis zur Makroebene (wie hängen wir vom Eis der Polkappen und wie hängt dieses Eis von uns ab?).

Die Unterbrechung durch den Lockdown lässt sich allerdings als ein Vorbild oder eine Übung für die Veränderungen der Wirtschaft und Gesellschaft verstehen, die von den ökologischen Krisen erzwungen werden—was nicht heisst, dass wir diese Übung erfolgreich absolviert haben. Sie hat das permanente Wachstum der materiellen Produktion suspendiert und zeigt damit die Richtung, die angesichts von Klima- und Biodiversitätskrise zwingend ist: hin zu weniger Produktion und zur Abkehr von dem ideologischen Produktivismus, der mit dem herrschenden Wirtschaftsmodell verbunden ist.

Gesellschaft als Forderung

Gesellschaft ist bei Latour und Charbonnier nicht etwas Gegebenes, das man wie einen Organismus untersuchen könnte, sondern etwas, das durch politisches und soziales Handeln hergestellt wird. In Abondance et Liberté hat sich Charbonnier eingehend damit beschäftigt, wie die Gesellschaft im 19. Jahrhundert gefordert und institutionalisiert wurde, um den Kapitalismus zu begrenzen und zu beherrschen. Charbonnier bezieht sich dabei auf Karl Polanyi, den er ausführlich darstellt. Die Corona-Pandemie zeigt, dass die Wirtschaft, die für uns selbstverständlich, quasi natürlich geworden ist, tatsächlich gemacht und institutionalisiert wurde und wird, insbesondere die Märkte und ihr scheinbar gesetzmäßiges Funktionieren. Damit ist sie ein Anlass dafür, Gesellschaft und politische Gestaltung zu fordern, statt die soziale Entwicklung den Märkten und damit dem Kapitalismus zu überlassen. Die Krise zeigt drastisch die Grenzen von wirtschaftlichen und politischen Strukturen auf, die auf kontinuierlich gesteigerte Ausbeutung von Ressourcen (Fortschritt, amélioration) angelegt sind. Gleichzeitig begründet sie die Forderung nach einer lokalisierten Kontrolle der Zukunft durch soziale Akteure und soziale Strukturen, die sich auch durch Bezüge zu den ökologischen Bedingungen, zur Erde, wie es bei Latour heisst (Polanyi hat vom Land) gesprochen definieren.

Latour ruft dazu auf, diese Bedingungen lokal zu beschreiben und damit Territorien und Zivilgesellschaft neu und nicht beschränkt auf die überkommenen politischen Strukturen zu erfassen: Cahiers de Doléances als Voraussetzungen der Landung auf der Erde. Charbonnier fordert, alle politischen Kräfte auf die Entwicklung neuer Infrastrukturen zu konzentrieren, um den ökologischen Kollaps zu verhindern oder wenigstens seine Auswirkungen zu begrenzen. Die Perspektive ist dabei, Diversität zu ermöglichen und sich der Prekarität und Ambivalenz der lokalen Bedingungen zu stellen:

Wenn es einen Sinn in der Idee der politischen Ökologie gibt, dann geht es darum, die Vielfalt der gemeinsamen Zukünfte der Menschen und die Vielzahl anderer Lebewesen zu nutzen, um andere Vorstellungen von Lebensräumen zu etablieren, die lange Zeit durch die gegenwärtigen Wirtschaftssysteme verwüstet wurden. (If there is any meaning to the idea of political ecology, it’s about seizing on the diversity of the common futures of humans and the multiplicity of other living entities, in order to establish other conceptions of living environments long devastated by current economic systems.)

(Brives 2020b, übersetzt mit Hilfe von https://www.deepl.com/translator)

Nachweise

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Brives, Charlotte, and Bruno Latour. 2007. “Wissenschaft Durch Den Gefrierschrank Betrachtet.” In Auf Zu: Der Schrank in Den Wissenschaften, edited by Anke te Heesen and Anette Michels, translated by Heinz Wittenbrink, Two thousand, seventh, 74–79. Berlin: AKADEMIE VERLAG. doi:10.1524/9783050061443.74.
Charbonnier, Pierre. 2020. Abondance et Liberté: Une Histoire Environnementale Des Idées Politiques. Paris: La Découverte.
Charbonnier, Pierre, and Joseph Confavreux. 2020. “Cette épidémie électrise La Gauche.” Mediapart. https://www.mediapart.fr/journal/culture-idees/160520/cette-epidemie-electrise-la-gauche.
Descola, Philippe, and Pierre Charbonnier. 2017. La Composition Des Mondes. Champs Essais. Paris: Flammarion.
Latour, Bruno. 2010. Nous N’avons Jamais été Modernes: Essai d’anthropologie Symétrique. Nachdr. Paris: Editions La Découverte [u.a.].
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