Wir sind dem Doppelten des natürlichen CO2-Gehalts der Atmosphäre näher als dem Treibhausgasgehalt der Atmosphäre vor der Industrialisierung. Die amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration hat in einer Presseaussendung (2022) bekanntgegeben, dass der CO2-Anteil der Atmosphäre im Mai bei 421 Teilchen pro Million (ppm) lag. Bevor die Verbrennung fossiler Brennstoffe begann, waren es 280 ppm.

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The Enablers: The Firms Behind Fossil Fuel Falsehoods (Climate One)
Public perception is important to any company, and fossil fuel companies are no different. Every year, they spend large amounts of money to make sure that the public is abundantly aware of all of the work fossil fuel companies are doing to help with the transition to clean energy.

Sehr hörenswert. Einerseits, weil gut dargestellt wird, wie die Fossilindustrie seit den 70er Jahren PR zur Vernebelung der Folgen ihrer Geschäfte verwendet—nicht neu, aber hier sehr gut zusammengefasst. Andererseits, weil der Podcast über Kampagnen, vor allem Clean Creatives, informiert, die dieser Branche die social licence to operate entziehen wollen. Sie stellen PR-Firmen und Anwaltsbüros an den Pranger, die für die Fossilindustrie arbeiten. Die eingeladenen Gäste kennen sich sehr gut aus. Die Seite enthält ein vollständiges Transskript der Folge.

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Wer sich auch nur ein bisschen mit der Klimakrise beschäftigt, der hat viele Grafiken gesehen, auf denen Entwicklungen von Temperatur und Treibhausgasen über Zeitspannen gezeigt werden, z.B. seit Beginn der Industrialisierung oder seit 1880. Oft sind auf diesen Charts Schwellenwerte eingetragen, z.B. vorindustrielle Durchschnittstemperaturen. Auf solchen Charts können wir sehen, dass wir jedes Jahr Rekorde brechen.

Global Temperatures and CO2 Concentrations (2020) | Climate Central

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Gestern habe ich die Diskussion zwischen den drei deutschen Kanzlerkandidat:innen bei RTL gesehen. Sie war deprimierend. Ich will nicht Pessimismus predigen, weil es noch möglich ist, die Klimakatastrophe aufzuhalten. Aber wenn man aus dieser Diskussion auf die Chancen einer angemessenen Klimapolitik im größten europäischen Industrieland schließen kann, dann besteht aller Anlass zur Verzweiflung.

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Nach Grünen-Parteitag: Noch nichts gewonnen by tagesschau (tagesschau.de)
Die Grünen haben ihrer angeschlagenen Kanzlerkandidatin den Rücken gestärkt und ein Wahlprogramm für alle verabschiedet. Gewonnen ist damit aber nichts. Baerbock und Co müssen beweisen, dass sie es besser können als zuletzt. Von Sabine Henkel.

Ich lese

„wer … in den Vorstand Deutschland will, darf sich nicht nur auf den Klimaschutz fokussieren“

von @SabineHenkel und frage mich, ob es 1940 auch sinnvoll war, sich nicht nur auf den Krieg gegen die Nazis zu fokussieren.

Ist diese Medienkrise nicht auch eine Wissens- und Weltbildkrise? Die meisten in den Medien trennen scharf zwischen „Natur“ (etwas für Fachleute) und „Gesellschaft“, für die Journalismus und Kommunikation eigentlich zuständig sind.

Öbag-Chats: Liebe und Unterwerfung (DER STANDARD)
Anders als Strache hat Kurz nicht nur geredet. Er hat auch geliefert. Die Chatprotokolle zeigen auch eines: Slogans wie "Neu regieren" wurden nur für die türkisen Plakate erfunden

Das gilt auch für vieles in der : „Und was macht die Opposition falsch? Vielleicht akzeptieren wir noch immer nicht die Wirkungsweise der modernen Medien. Das heißt zunächst Zielgruppe: …“

Weiter oben auf der Trumpismus-Skala ist nicht mehr viel Platz: Berichten über die größte Krise mindestens dieses Jahrhunderts ist Angelegenheit einer „parteiischen Interessengruppe“.

Siehe „Dear Mr President, sir, could we please have a few more decades to really destroy the planet, but we mean properly, like really thoroughly? Just a few more.“