[Frage:] „In der Steiermark wird gerade massiv um Touristen geworben, die mit dem Flugzeug kommen sollen.“

[Antwort:] „Ethisch ist das verantwortungslos und es ist de facto umweltkriminell. Ich halte das für eine unverschämte, dreiste Vorgangsweise der öffentlichen Hand, diese Strategie auch noch mit einer Million Euro zu fördern, wie kürzlich für die Erlebnisregion Graz, zur Hälfte getragen vom Land Steiermark.“

Der Grazer Klimaforscher Gottfired Kirchengast in einem lesenswerten, mutigen Interview in der Kleinen Zeitung (Kirchengast, 2026).

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Start der Klimademo am 10.5.25 am Mariahilferplatz in Graz. Bild: FridaysForFuture Graz, CC BY 2.0

Die folgende Rede habe ich bei der Klimademo im Mai für die Plattform 1,5 Graz gehalten. Sie wurde zuerst hier im @ausreisser publiziert, als erster Beitrag einer Kolumne, die ich dort jetzt schreiben darf. Der Ausreißer ist selbst ein Opfer der rechtspopulistischen und autoritären Politik, die ich hier angreife. Ihm wurde die gesamte Landesförderung gestrichen – etwa gleichzeitig mit der Neubesetzung des steirischen Kulturkuratoriums mit z.T. weit rechts stehenden Mitgliedern.

Danke an @schalk für viele redaktionelle Verbesserungen an meinem Redemanuskript und vor allem dafür, dass ich es auch hier publizieren kann.

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Copyright
Screenshot, wirbrauchenkultur, 
Ein Projekt des ausreißer_Die Wandzeitung, Redaktion: Joachim Hainzl, Evelyn Schalk, Eva Ursprung
Design: Azam Shadpour
Supported by Kunsthaus Graz u. v. m.

Ana und ich waren gestern auf der Textperformance Das Alphabet des Autoritären im Kunsthaus. Evelyn Schalk, Joachim Hainzl und Eva Ursprung trugen einen dreistimmigen Text vor. Jede der drei Stimmen bestand aus Abschnitten, die jeweils mit einem Buchstaben des Alphabets und einem Stichwort überschrieben waren oder nur daraus bestanden, also zum Beispiel K wie Klimaterroristen.

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Mit Karl Rose, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Energie Steiermark und „Energie-Experten“, habe ich mich hier schon ausführlich beschäftigt. Rose war bis vor kurzem (Haase, 2024) im Aufsichtsrat der OMV. Dort und als Berater der Adnoc, der Öl- und Gasfirma der Vereinigten Arabischen Emirate, trieb er die fossile Expansion aktiv und in einer verantwortlichen Rolle voran. Ich habe selbst gehört, wie er bei einem Vortrag in Graz darauf hinwies, dass er Fluggesellschaften Öl verkauft habe (Rose, 2023).

Hier in der Steiermark hat er die Rolle des „Energie-Experten“. Für diese Rolle ist der Titel des Universitäts-Professors hilfreich, den Rose von der Karl-Franzens-Universität erhalten hat, obwohl er so gut wie keine selbsterstellte wissenschaftliche Arbeit veröffentlicht hat (Rose Karl – Publikationen – Forschungsportal – Karl-Franzens-Universität Graz, 2025).

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Selbstporträts und ein Porträt von Heinrich Pölzl, z.T. auf Staffeleien

Bilder von Heinrich Pölzl. Agnes Altziebler und Martin Pölzl haben gestern zum hundertsten Geburtstag ihres Vaters in das Hinterhaus in der Ungergasse eingeladen, in dem Pölzls Nachlass aufbewahrt wird. Pölzls Werk ist ein wichtiger Teil der steirischen Moderne. In der Öffentlichkeit hier in Graz ist es leider nur wenig präsent – als Zugereister habe ich erst nach Jahren davon erfahren.

Geschäftsstelle der steirischen FPÖ in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße in Graz

Gestern wurde bekannt, dass die nächste steirische Landesregierung voraussichtlich aus FPÖ und ÖVP bestehen wird.

Eine grottenschlechte politische Nachricht mehr, sicher nicht die letzte. In den USA hat Trump gewonnen. In Österreich wird ein Kanzler Kickl immer wahrscheinlicher (vielleicht wird es auch Hofer oder ein anderer sogenannter hononoriger Blauer). In Frankreich regiert das Rassemblement National faktisch schon mit. Die Fratelli d’Italia gehören zur Koalition hinter der neuen EU-Kommission. Die Grünen werden auf allen Ebenen marginalisiert (gestern übrigens auch in Irland).

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