Taxonomie : Eine Ohrfeige für die EU-Kommission by tagesschau (tagesschau.de)
Atom und Gas sollen nach den Vorstellungen der EU-Kommission künftig ein grünes Label tragen. Eine Idee, die das engste Beratergremium der Kommission überrascht hat und mit der es jetzt abrechnet - in einem Schreiben, das dem NDR vorliegt.

Informativer Artikel zur Kritik der Plattform für Nachhaltige Finanzen an der EU-Taxonomie. Die Kritik kann man sich hier herunterladen: https://drive.google.com/file/d/1xc3fyG7_eJa8-AyODUMAKAtLujMILNtN/view. Via EU Taxonomy: Commission’s expert group says no to EU’s greenwashing of fossil gas and nuclear energy | WWF.

Eine der treffendsten Formulierungen, um die Ziele der Degrowth-Bewegung auszudrücken, lautet Living well within limits oder Gutes Leben innerhalb von Grenzen1. In seinem Buch Grenzen reflektiert Giorgos Kallis darüber, wie diese Grenzen zu verstehen sind. Er erklärt, warum die Grenzen, innerhalb derer wir gut leben können, nicht Grenzen sind, die uns die Natur oder die Erde setzt. Wir sind ausschließlich selbst dafür verantwortlich, diese Grenzen zu ziehen und zu respektieren. Ein gutes Leben führen wir nicht trotz, sondern wegen ihnen. Continue reading

Alle Maßnahmen müssen:
1) einen nachweisbaren Effekt dabei haben, die Emissionen um mindestens 10% jährlich zu senken,
2) mit Aussagen über ein CO2-Budget verbunden sein,
3) nicht als Alibi funktionieren, um nötige Maßnahmen zu verhindern.
Sonst sind sie PR, nicht .

Das hängt miteinander zusammen. Einschränkungen der Freiheit, andere zu schädigen, werden als inakzeptabel angeprangert. Dass wir in einer Welt mit anderen Arten und auch mit Viren leben, muss dazu verdrängt werden.

Ausführlicher Nachruf auf Ricardo Bofill: Mort de Ricardo Bofill, architecte «mal compris» – Libération. Ich denke an Zitas Fotografien des Abraxas-Komplexes, die wir Anfang des letzten Jahres in der off_gallery ausgestellt haben. Was in diesem Artikel über Abraxas gesagt wird—dass es heruntergekommen ist und zugleich eine Attraktion für Besucher—kommt auch in ihren Aufnahmen heraus.

Bofill hat Architektur im städtischen Zusammenhang konzipiert und deshalb ausgehend von den Räumen zwischen den Gebäuden und den Linien, die den Gebäuden gemeinsam sind. Lässt sich diese Umkehrung von Figur und Grund auf die “Natur” ausdehnen, auf alles, was nicht zur Technosphäre gehört?

Bofill hat den Monumentalismus Mitterands scharf kritisiert. Ich erinnere mich, dass mir die Rhetorik Mitterands schon kurz nach seiner Wahl hohl vorgekommen ist, als Ersatz für unterbliebene Veränderungen. (Das ist sicher auch ungerecht, denn er hat mehr verändert als Gast alle Politiker in ähnlichen Positionen.) Bofill hat Gebäude, aber auch Stadtviertel, ausgehend von vielen Relationen verstanden, nicht hierarchisch.